„Qualität, Professionalität und Leidenschaft für die Sache“: Die Galerie Alex Schlesinger in Zürich _ Ein Interview mit Alex Schlesinger

8 02 2010

Die Zürcher Galerie Alex Schlesinger präsentiert Kunst, die sich mit den Themen Urbanes Leben, Architektur und Industrielandschaften auseinandersetzt. Gegründet im Jahr 2003 von Alex Schlesinger liegt der Fokus der Galerie auf zeitgenössischer Malerei im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Die über 20 Künstler aus dem In- und Ausland, die die Galerie derzeit betreut, arbeiten vor allem mit den Medien Öl oder Acryl auf Leinwand, aber auch mit C-Prints oder – besonders auffällig – Autolack auf Aluminium (Konrad Winter). Die vertretenen künstlerischen Positionen bewegen sich zwischen abstrakt und figurativ/hyperrealistisch, zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Comix und Kunst. Fotografie selbst ist jedoch nicht im Programm, die plastische Kunst mit nur einer Bildhauer-Position (Daniel Häsli) vertreten.

Besonders interessant sind – vom architektonischen Standpunkt aus – neben Tobias Weber, über den deconarch.com bereits berichtet hat (s. Interview 2008; ein ausführliches Porträt von Tobias Weber findet sich hier), vor allem die Arbeiten von Janika Fabrikant, Moritz Hasse, Remi Jaccard, Raphaël Renaud, Wolfram Scheffel, Maria Temnitschka, Thitz,  Patrick Tschudi und Konrad Winter.

Pro Jahr veranstaltet die Galerie Alex Schlesinger sieben Ausstellungen mit Künstlern der Galerie und beteiligt sich regelmäßig an Kunstmessen in der Schweiz und im Ausland. So wird sie in Kürze an der art KARLSRUHE 2010 teilnehmen. Die Galerie ist Mitglied des „Verbands Schweizer Galerien” (www.artgalleries.ch) und des Vereins „Die Zürcher Galerien” (www.dzg.ch).

Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass Alex Schlesinger, der französische und spanische Sprache und Literatur und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich sowie in Paris und Madrid studiert hat, neben seiner Galerietätigkeit nach wie vor als Lehrer an einem Zürcher Gymnasium arbeitet.

Im Interview mit deconarch verrät Alex Schlesinger, wie es zur Gründung seiner Galerie kam, und gibt Einblicke in seine Galerie-Tätigkeit.

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© der Abbildungen: die Künstler, courtesy Galerie Alex Schlesinger

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INTERVIEW MIT ALEX SCHLESINGER

deconarch: Sie arbeiten neben Ihrer Galerietätigkeit nach wie vor auch als Gymnasiallehrer für romanische Sprachen, Sie haben also nicht „von Haus aus“ mit Kunst zu tun. Wie kam es zur Gründung Ihrer Galerie?

Maria Temnitschka, Auf der Fußgängerbrücke, Öl auf Leinwand, 80 x 110 cm, 2009

Maria Temnitschka, Auf der Fußgängerbrücke, Öl auf Leinwand, 80 x 110 cm, 2009

Alex Schlesinger: Die Vermittlung von Kunst und Kultur beschäftigt mich seit meinem Studium der Romanistik und Literaturkritik (1987). Im Jahr 2000 absolvierte ich noch eine Zusatzausbildung zum Kulturmanager. Nun erwachte in mir das Interesse, das Gelernte in Praxis umzusetzen und einen kommerziellen Kulturbetrieb aufzubauen und ihn zu führen.

Der Fokus der Galerie liegt auf zeitgenössischer Malerei im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, thematische Schwerpunkte sind dabei vor allem Urbanes Leben, Architektur und Industrielandschaften. Woher kommt dieses Interesse am Architektonischen? Hatten Sie die Idee zu diesem Schwerpunkt schon von Anfang an oder hat es sich nach und nach entwickelt?

Architektur hat mich immer schon fasziniert, nicht einmal als Thema in der bildenden Kunst, sondern als erlebte Architektur. Ich liebe Großstädte. Ich kann mir vorstellen, dass auch meine Vorliebe für Konkrete und Konstruktivisten, die ich vor allem in den Jahren 1980/1990 bewunderte, zu diesem Schwerpunkt in meinem Galerieprogramm beigetragen hat. Die klaren Strukturen, die rigide Bildaufteilung.

Diese Idee hat sich mit der Zeit entwickelt. Sie begann vor allem mit der Aufnahme des französischen Künstlers Raphaël Renaud in mein Programm. Dies war zwei Jahre nach der Gründung meiner Galerie, 2005. Kurz darauf lernte ich Tobias Weber kennen und weitere Künstler, die sich mit „meinem“ Thema beschäftigten.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Künstler aus, mit denen Sie zusammenarbeiten?

Es handelt sich ausschließlich um europäische Künstler, jüngere, noch nicht etablierte. Es reizt mich, solche zu entdecken, ihren Werdegang zu verfolgen und bekannt zu machen. Das Alter der Künstler spielt keine Rolle für mich. Entscheidend ist das Ergebnis.

Im Moment betreute ich etwas mehr als 20 Künstler und kann daher keine neuen Künstler aufnehmen, auch wenn es mich manchmal reut, wenn ich ganz spannende Positionen entdecke.

Wollen Sie ein paar Künstler näher vorstellen?

Dies fällt mir schwer. Falls Sie mir einen Namen nennen könnten?

Janika Fabrikant, Cern 1, Acryl auf Leinwand, 120x100cm, 2008

Janika Fabrikant, Cern 3, Acryl auf Leinwand, 140 x 100 cm, 2009

Interessant sind etwa die Arbeiten von Janika Fabrikant, einer über 70 Jahre alten Dame, die neu in Ihrem Programm ist und mit der Sie im Sommer Ihre erste Einzelausstellung machen werden. Aber auch Raphaël Renaud, mit dem Sie schon von Anfang an zusammenarbeiten, und Thitz, dem „Tütenkünstler“.

Mit Janika Fabrikants (*1934) Bilder assoziiert man zunächst den Fotorealismus, von dem sich die Künstlerin allerdings deutlich distanziert. Tatsächlich nimmt sie ihre Motive zuerst mit der Kamera auf, entwickelt sie aber anschließend weiter in Richtung nicht  fotorealistischer Präzision, sondern einer Genauigkeit anderer, keineswegs naturalistischer Art.

Die Darstellungen von Industrieanlagen und Architekturen erscheinen nicht nur als Zeitzeugen, sondern auch als traumhafte, bedrohliche Gebilde.

Fabrikants Arbeiten werden zum ersten Mal in Deutschland am Stand der Galerie Alex Schlesinger (H2/B20) auf der art KARLSRUHE 2010 zu sehen sein.

Raphael Renaud, Tokyo, Öl auf Leinwand, 135 x 190 cm, 2009

Raphaël Renaud, Tokyo, Öl auf Leinwand, 135 x 190 cm, 2009

Der französische Künstler Raphaël Renaud (*1974) zählt zu den wegweisenden und erfolgreichsten Künstlern der Galerie. Seine bevorzugten Themen sind Städtebilder, die hauptsächlich aus der Vogelperspektive dargestellt werden und Industrieanlagen jeglicher Art.

Sein Stil vereint häufig gleichzeitig drei Stil- bzw. Kunstrichtungen, die in einem ständigen Wechsel zueinander stehen: Impressionismus, Hyperrealismus, Abstraktion. Kaum hat sich das Auge an die eine Richtung gewöhnt, wird es fast automatisch in eine andere gelenkt.

Thitz, Zürich, 2007

Thitz, Paris-La nuit, Tüten auf Leinwand, 120 x 140 cm, 2009

Der deutsche Künstler Thitz (*1962), genannt auch der „Tütenkünstler“, konstruiert in seinen Bildern Städte, wobei er von konkreten Modellen ausgeht, und an diesen (malerisch und zeichnerisch) weiterbaut. Es entstehen Städte, die sich durch Toleranz auszeichnen und in denen Menschen verschiedener Couleur gleichzeitig leben können.

Thitz integriert in seine Arbeiten Tüten aus den jeweiligen Städten, die er thematisiert. Sie sind die Basis seiner Werke und verleihen ihnen Authentizität.

Welche Zielsetzungen verfolgt die Galerie?

Unbekannte Künstler, die dem Galerieprogramm entsprechen, auf ihrem Weg zu begleiten und sie einem breiten Publikum bekannt zu machen sowie die Teilnahme an renommierten Kunstmessen im In- und Ausland.

Was ist Ihrer Meinung nach charakteristisch für Ihre Galerie?

Qualität, Professionalität, Atmosphäre in der Galerie, Leidenschaft für die Sache. Klares Programm.

Welche Ausstellungen werden in den nächsten Monaten zu sehen sein?

Konrad Winter, Schaufenster Zell, Autolack auf Aluminium, 100 x 120 cm, 2008

Konrad Winter, Schaufenster Zell, Autolack auf Aluminium, 100 x 120 cm, 2008

März/April: Konrad Winter (A): Malerei, Autolack auf Aluminium, moderner Impressionismus, Thema: Stadt

Mai/Juni: Edith Schindler (CH), Malerei, manchmal fast fotorealistisch, Themen: Blumen, Schattenbilder

Juni/Juli: Janika Fabrikant (CH): neu im Programm, Malerei, Themen: Stadt, Industrielandschaften

August/Oktober: Moritz Hasse (D), Malerei, Thema: Stadt

Oktober/November: Raphaël Renaud (F), Malerei, Themen: Stadt, Industrielandschaft

November/Dezember: Peter Anderes (CH), Malerei, die einzig ganz abstrakte Position im meinem Programm

Und noch eine allgemeine Frage zum Abschluss: Welche Rolle spielt Kunst für Sie?

Sie umgibt mich ständig. Ob zu Hause, in der Galerie, in der Freizeit. Sie ermöglicht mir, mein Auge für Dinge zu schärfen, die mir bis anhin verborgen geblieben sind. Sie macht mich zu einem genauen und kritischen Beobachter meiner Umwelt. Natürlich erfreut sie meine Sinne und verhilft mir zu Glücksmomenten und regt mich zum Denken an.

Alex Schlesinger, haben Sie herzlichen Dank für das aufschlussreiche Interview!

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Magic Places in Stuttgart and tracing history in Villa Tugendhat: Sabine Wild, Christoph von Haussen | Rolf Linnemann and Dirk Brömmel

6 02 2010

2 Ausstellungen in Stuttgart zeigen Fotografien, die sich mit der Region beschäftigen – Sabine Wild verfremdet und dynamisiert Stuttgarter Gebäude digital, während Christoph von Haussen und Rolf Linnemann unbeachtete “Magic Places” in der Schwäbischen Alb aufspüren -, in Ingoldstadt begibt sich Dirk Brömmel auf die Spurensuche der klassisch modernen Villa Tugendhat von van der Rohe.

2 exhibits in Stuttgart, South Germany, present photographs focusing on the said region – Sabine Wild is digitally alienating and dynamizing buildings in Stuttgart, Christoph von Haussen and Rolf Linnemann are tracing unnoticed “Magic Places” in Schwäbische Alb (Swabian mountains) -, while in Ingolstadt, Dirk Brömmel is seeking for traces of the inhabitants of the classically modern Villa Tugendhat by Mies van der Rohe.

Sabine Wild: Porsche Museum, 2009, Lambdaprint/Acrylglas, 60 x 120, Auflage 3

Sabine Wild: Porsche Museum, 2009, Lambdaprint/Acrylglas, 60 x 120, Auflage 3 © S. Wild

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SABINE WILD – STUTTGART

30. Januar – 27. März

Dengler und Dengler
Galerie für Schöne Künste

www.denglerunddengler.de

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PR-Text: „Seit einigen Jahren entstehen im Berliner Atelier von Sabine Wild Arbeiten, die stets irritierend zwischen Malerei und Photographie changieren. Durch digitale Nachbearbeitung ihrer Architekturphotographien gelingt es Sabine Wild, deren strukturelle Klarheit mit dem verwischenden und verunklärenden Eindruck spontaner, pastoser Malerei zu überlagern. Die meist menschenleeren Räume sind oft von einem Rauschen durchdrungen, von einem kollektiven Leben durchpulst, in dem sich das Individuum aufgelöst hat. So gelingt Sabine Wild in der Tradition des Expressionismus ein zeitgemäßes Bild urbaner Geschwindigkeit.

Sabine Wild: Hauptbahnhof Stuttgart III, 2009, Lamdaprint/Acrylglas, 107 x 160, Auflage 3

Sabine Wild: Hauptbahnhof Stuttgart III, 2009, Lamdaprint/Acrylglas, 107 x 160, Auflage 3 © S. Wild

Durch die Bearbeitung reduziert Sabine Wild die Erkennbarkeit ihrer Motive. Sie bricht deren architektonische Strukturen auf und überträgt sie in eine malerische Formensprache. Offenbar ist die Reproduktion von Architektur nicht ihr Interesse. Sie exemplifiziert am Einzelfall ihres Motivs etwas Allgemeines, das Bild der lebendigen Stadt, das im Prinzip auch auf andere Städte oder Gebäude übertragbar ist. Und dennoch ist es eine besondere Freude, hinter den Arbeiten bekannte Gebäude aus der alltäglichen Umgebung zu erkennen.“

Infos + Abb. Dengler und Dengler, Sabine Wild

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© Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

© Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

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Magic Places
Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

4. Februar – 31. März 2010

vhs-photogalerie, Stuttgart
www.vhs-photogalerie.de

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Die Künstler Christoph von Haussen und Rolf Linnemann (beide *1958)  nehmen ihr Medium beim Wort – photos + graphein – und “schreiben” mit Licht.

Aus dem PR-Text: “Auf den ersten Blick unspektakuläre Schauplätze waren das Ziel der Fotografen. Zu allen Jahreszeiten haben sie nachts menschenleeren Plätze und scheinbar vergessene Dinge auf der Schwäbischen Alb fotografiert und effektvoll in Szene gesetzt. Ihre Fotografien fangen die geheimnisvolle Atmosphäre ein, die verwaisten Orten eigen ist. Fotografiert wurde ausschließlich ohne vorhandenes Licht, nur mit künstlicher Ausleuchtung. Dabei wurde nichts inszeniert. Die Aufnahmen von rostigen Autowracks, morschen Fassaden und einsamen Landschaften erzählen Geschichten.”

Infos + Abb. vhs Galerie Stuttgart, Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

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Dirk Brömmel V.T., Nr. 3, 2002 Lambda C-Print, Diasec/Aludibond

Dirk Brömmel V.T., Nr. 3, 2002 Lambda C-Print, Diasec/Aludibond © D. Brömmel

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Dirk Brömmel – Villa Tugendhat

30. Januar – 14. März 2010

Städtische Galerie im Theater, Ingoldstadt

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PR-Text: “Die Villa Tugendhat, von Mies van der Rohe 1929/30 für die Familie Tugendhat in Brünn errichtet, gehört zu den bedeutendsten Bauten der Moderne. Aufgrund ihres jüdischen Glaubens musste die Familie Tugendhat bereits 1938 nach der Annexion des Sudetenlandes ihr neues Haus wieder verlassen um nach Amerika zu fliehen. Eine Rückgabe der Villa Tugendhat an die Familie fand niemals statt.

Dirk Brömmel (*1968) setzt sich in seinen Arbeiten mit dieser Architekturikone nicht im Sinne klassischer Architekturfotografie auseinander, sondern verbindet auf besondere Weise die Vergangenheit des Gebäudes und der damaligen Bewohner mit der bestehenden, gegenwärtigen Situation. Ausgehend von Originalaufnahmen aus dem Fotoalbum der Familie Tugendhat begab sich Dirk Brömmel vor Ort selbst auf die Suche nach den abgebildeten Plätzen. Im Sandwich-Verfahren legt er schließlich alte Fotografien über seine aktuellen und erschafft so faszinierende, mit der Wirklichkeit und der Zeit spielende Dokumente.”

Infos + Abb. MKK Ingolstadt, Dirk Brömmel

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2 Photo Exhibits in Southwestern Germany: Todd Hido and Klaus Graubner

2 02 2010

Auch im (Süd-)Westen der Republik gibt es in den nächsten Monaten Architektur in Fotografien zu sehen: Die erste Einzelausstellung von Todd Hido in Köln und eine Langzeitstudie zum Kaiserlei-Areal in Offenbach von Klaus Graubner, natürlich in Offenbach.

In (South) Western Germany, too, you can admire architecture in photographies: The first solo show by US photographer Todd Hido in Cologne and a long time series about the developments of a Offenbach borough, Kaiserlei-Areal, by Klaus Grubner, in the said city, Offenbach am Main (close to Frankfurt).

Untitled 1862, 1996 © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 1862, 1996 © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

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Todd Hido: Househunting / Nudes

22. Januar – 10. April 2010

Kaune, Sudendorf. Gallery for Contemporary Photography, Köln / Cologne

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Die Kölner Kaune, Sudendorf Gallery for Contemporary Photography präsentiert die erste Einzelausstellung des US-amerikanischen Künstlers Todd Hido in Westeuropa. „House Hunting / Nudes“ präsentiert eine Auswahl von Arbeiten aus zwei Monografien Hidos, „House Hunting“ (2001), die ihn zum  aufgehenden Stern der amerikanischen Kunstszene gemacht hat, und „Between the Two“. Mittlerweile sind seine Arbeiten in der ganzen Welt bekannt und werden in wichtigen Kunstinstitutionen gezeigt.

Untitled 2611-a, 2000 C-Print 75 x 95,5 cm © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 2611-a, 2000 C-Print 75 x 95,5 cm © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Aus dem PR-Text: “Besonders bekannt ist Hido für seine Nacht-Fotografien, in denen er menschenleere Vororte und Straßenränder dokumentiert. Er bezieht einen großen Teil seiner Inspiration aus der Vergangenheit und scheint sich Momentaufnahmen seiner Kindheit, wie etwa die Atmosphäre des amerikanischen Vororts, in dem er aufwuchs, zu bedienen. In der Reihe ‘House Hunting’ hat Hido Außenfassaden in Häusersiedlungen, deren beleuchtete Fensterscheiben ihre Bewohntheit signalisieren, bildlich festgehalten. Selten hat die Vorstadt gespenstischer und verlassener ausgesehen.

Seine Portraits von Frauen, die in trostlosen Räumen posieren, verweisen auf Entwurzelung, Heimatlosigkeit, Isolation, Verlassenheit und Schwund. Sie dokumentieren damit eine unumgängliche Endlichkeit. Wir lernen nicht den Namen seiner ‘Fotomodelle’ oder den Ort kennen – die Bilder könnten überall in der Welt und zu jedem Zeitpunkt gemacht worden sein. Die Zeit wird mit warmer Ausstrahlung in dauerhafter Aktualität unprätentiös eingefroren.“

Mehr Infos + Abb. auf der Webseite der Galerie

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© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

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Klaus Graubner – Kaiserlei Areal

17. Januar – 28. Februar 2010

Haus der Stadtgeschichte, Offenbach
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Das Haus der Stadtgeschichte in Offenbach präsentiert 74 Fotografien der insgesamt 206 Aufnahmen, die von 1992-2009 entstanden Serie „Kaierlei-Areal“ von Klaus Graubner, die bis heute fortgeführt wird.

Graubners Fotografien blicken distanziert und nüchtern auf ihre Motive. Sie wollen nicht bewerten. Ziel ist ein „bildhaftes Ereignis, ein ästhetisches Dokument, vordergründig Oberfläche, dem dennoch zeitliches, soziales und damit politisches implizit ist“. Seine Serien sind überwiegend Langzeitbeobachtungen seiner Themen: Stadt (Architektur), urbane Randgebiete, Industrie-Areale der Montanindustrie, Eisenminen, Stahlwerke, Zechen und an diese Werke angrenzende Siedlungen.

Das Kaiserlei-Areal ist ein Stadtteil von Offenbach am Main.

© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

Aus dem PR-Text: „Das untersuchte Territorium, zwischen zwei Großstädten gelegen, ca. ein Quadratkilometer groß, ist Peripherie von Offenbach im Westen und Frankfurt im Süd-Osten, begrenzt im Norden durch den Main. (…) Neben hoher Verkehrsdichte (Autobahn, Strahlenberger Straße und Kreisel), ist im Süden des Areals starker Flugverkehr, die Einflugschneise des Flughafens Frankfurt wahrzunehmen. (…) Erschließungsmaßnahmen beseitigten im Laufe der Zeit Autowracks, Ablagerungen aller Art, verwahrloste Schrebergärten, dichtes Buschwerk, solcherart das Gelände partiell überzogen war. Die schützenden Verwachsungen wurden benutzt von hiesigen Obdachlosen und Zugewanderten aus dem Osten (…). Sie lebten im Gestrüpp, in improvisierten Behausungen aus alten, heruntergekommenen Bau- und Wohnwagen, umgeben mit Zäunen, die mit Materialien aus dem Müll errichtet waren. Das Gebüsch wurde wegplaniert. In der weiteren Entwicklung des Areals sind durch Neuansiedlungen von Unternehmen einige Gebäudekomplexe entstanden, entstehen noch weitere, jedoch sind auch Zeichen ganz anderer Art nicht zu übersehen. (…)“

Infos + Abb. Haus der Stadtgeschichte Offenbach, Klaus Graubner

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BOOMBOX M in der Galerie M Berlin

31 01 2010

Die aktuelle Ausstellung in der Galerie M in Berlin wird musikalisch:

The present exhibit at Galerie M Berlin is getting loud: BOOMBOX M focuses on the sound carpet, the architecture and texture of Marzahn-Hellersdorf. In 2 accesible boxes, the visitor can follow traces back to their precise beginning.

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BOOMBOX M von Ritsche, Zast und Marien

Installation und Performance

30.1. – 18.3. 2010

RZM feat Maki/Tagtool (www.tagtool.org)

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BOOMBOX M beschäftigt sich mit der Klangwelt, der Architektur und Textur von Orten in Marzahn-Hellersdorf. In zwei begehbaren Boxen kann der Galeriebesucher die verarbeiteten Spuren zu ihrem konkreten Ursprung verfolgen. Thomas Bratzke und Ritsche Koch arbeiten sein 2002 zusammen, Christian Marien kam 2004 dazu. In ihren Performances erforschen sie weltweit auf spielerische Art die verschiedensten öffentlichen Orte. Mit Ausrucksmitteln zwischen Bildender Kunst, Performance und Musik tasten sie vorgefundene urbane Strukturen ab, spiegeln dieses „Rohmaterial“ akustisch und visuell in einem sich immer wieder neu findenden künstlerischen Prozess.

Thomas Bratzke, 1977 in Berlin geboren, studierte zunächst Design und dann Bildhauerei/Freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und war 2005/2006 dort Meisterschüler bei Professor Berndt Wilde. Die Arbeiten von Thomas Bratzke sind durch intensive praktische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Stadtraum, oft in Verbindung mit Musik und performativen Elementen, geprägt.

Ritsche Koch * 05.04.1979 Das Zentrum Ritsche Kochs Schaffens bildet die Verbindung von Musik mit anderen Kunstrichtungen wie z.B. Bildende Kunst, Tanz oder auch Sprache. So brachte ihn das Projekt „Ritsche&Zast“ mit dem bildenden Künstler Thomas Bratzke an verschiedene Orte weltweit. Seine weiteren Tätigkeitsfelder sind zahlreiche Jazzformationen sowie diverse Pop-Projekte wie z.B.  „Miss Platnum“, “Seeed” oder „Peter Fox“. Ritsche Koch lebt in Berlin.

Christian Marien, *1975, lebt seit 2000 in Berlin, studierte Schlagzeug in Amsterdam und Berlin. Als Mitglied zahlreicher Ensembles (Superimpose, The Astronomical Unit, Computerband, Miss Platnum) spielt er Konzerte in Europa und den USA. Ein besonderes Augenmerk gilt der Zusammenarbeit mit Tänzern, Schauspielern und bildenden Künstlern an der Schnittstelle von Musik und anderen künstlerischen Ausdrucksformen.

Abb. u. Infos Galerie M Berlin

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City and Nature: 3 photo exhibits in Berlin

31 01 2010

Drei Foto-Ausstellungen in Berlin beschäftigen sich mit unterschiedlichen Herangehensweisen an die Themen Stadt und Natur, Naturbelassenheit und vom Menschen “bearbeitet”: Jason Langers “Secret City” ist eine Reise in die verborgenen Seiten anonymer Städte, während Peter Bialobrzeski die von Menschen gepflanzte, aber auch die vom Stadtwachstum unberührt gelassene, urwaldartige Natur in den asiatischen Mega-Städten sucht und Ilkka Halso versucht, die bedrohte Natur durch Schutzkonstruktionen heilen zu lassen.

Three photo exhibits in Berlin show different approaches to city and nature, urbanism and naturality: Jason Langers “Secret City” is a journey to the hidden spots of anonymous cities, while Peter Bialobrzeski captures the remains of nature – both man-planted and primeval – in Asian mega cities and Ilkka Halso tries to make the endangered nature heal under protective constructions.

© Jason Langer, from the series Secret City

© Jason Langer, from the series Secret City

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Jason Langer – ‘Secret City’
15. Januar – 6. März 2010

Galerie Hiltawsky Berlin

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Den Zyklus ‘Secret City’ des amerikanischen Fotografen Jason Langer kündigt die Galerie Hiltawsky als ‘Secret City’ eine mit poetischer Sensiblität erzählte Reise durch die schwach beleuchteten Straßen anonymer Städte, durch deren Räume und zu den Menschen, die sich dort aufhalten.

Aus dem PR-Text: “[Langers] Bilderwelt aus schönen, romantischen Bildern lädt dazu ein, eine geführte Reise durch die verborgenen Geschichten einer Stadt – einer Art Unterwelt – anzutreten. [Sein] sehr intimer subjektiver Blick ist im Ausdruck dabei vergleichbar mit den symbolistischen Bildern von Alvin Langdon Coburn und den frühen Arbeiten von Steichen. Er selber beschreibt seinen fotografischen Stil als “poetisch, kontemplativ, schwarz, symbolisch und offen interpretierbar.” Menschen porträtiert er in der Regel in einer ‘anonymen Art’, bei denen die Gesichter oft von der Kamera abgewandt oder unscharf sind. Seine unbewegten Objekte behandelt er dazu gegensätzlich.”

Abb. u. Info Galerie Hiltawsky

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Peter Bialobrzeski Paradise Now # 18 2008 60 x 75 und 126 x 160 cm © Peter Bialobrzeski Courtesy LA Galerie Frankfurt / Robert Morat Galerie Hamburg

Peter Bialobrzeski Paradise Now # 18 2008 60 x 75 und 126 x 160 cm © Peter Bialobrzeski Courtesy LA Galerie Frankfurt / Robert Morat Galerie Hamburg

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Peter Bialobrzeski – Paradise Now

Alfred Ehrhardt – Naturdinge

30. Januar bis 18. April 2010

Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin

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Einen anderen Blick auf die Megastadt wirft Peter Bialobrzeski (geb. 1961 in Wolfsburg) in seiner Serie Paradise Now: Hier thematisiert er sowohl die vom Menschen gepflanzte als auch vom Stadtwachstum unberührt gelassene, urwaldartige Natur in den asiatischen Mega-Städten Jakarta, Singapur, Bangkok und Kuala Lumpur.

Peter Bialobrzeski Paradise Now # 63 2008 60 x 75 und 126 x 160 cm © Peter Bialobrzeski Courtesy LA Galerie Frankfurt / Robert Morat Galerie Hamburg

Peter Bialobrzeski Paradise Now # 63 2008 60 x 75 und 126 x 160 cm © Peter Bialobrzeski Courtesy LA Galerie Frankfurt / Robert Morat Galerie Hamburg

Aus dem PR-Text der Galerie: “Wie in seinen früheren Serien Neontigers und Lost in Transition lotet Bialobrzeski die Grenzen des Dokumentarischen meisterhaft aus. Seine Bildkompositionen sind verführerisch wie Gemälde der Romantik, doch ist ihre oberflächliche Schönheit trügerisch. Ausschließlich zur Abenddämmerung oder nachts aufgenommen, lassen die Neonleuchten und angestrahlten Wolkenkratzer das wuchernde Tropengrün zwischen hyperreal und surreal changieren. “Die Bilder inszenieren das üppige Wachstum als Zeichen der Hoffnung, werfen aber auch die Frage auf, ob wir dieses Leuchten angesichts der prognostizierten Klimakatastrophe noch verantworten können” (Bialobrzeski). Die paradiesisch anmutende, von glitzerndem Großstadtlicht erleuchtete Natur scheint sich gegen die urbane Struktur durchsetzen zu können. So evoziert Paradise Now das Szenario einer fernen Zukunft, in der der Mensch von diesem Planeten wieder verschwunden sein wird und sich die Natur ihren Platz zurück erobert.”

Kombiniert wird die Schau mit Foto-Arbeiten von Alfred Ehrhardt (1901-1984) zum Thema “Naturdinge” – ganz dem Ziel des Veranstalters, der gemeinnützigen Afred Ehrhardt Stiftung in Berlin (im Dez. 09 von Köln nach Berlin gezogen), entsprechend, das Werk von Alfred Ehrhardt bekannter zu machen.

Mehr Informationen zu Alfred Ehrhardt und der Arbeit der Stiftung hier.

Abb. und Info Alfred Ehrhardt Stiftung

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Restoration, Untitled (5), 2000, C-print / Ilfochrome mounted on whiteglass and polystyrol, 100 x 136 cm, Edition of 6 +2AP.

Ilkka Halso, Restoration, Untitled (5), 2000, C-print / Ilfochrome mounted on whiteglass and polystyrol, 100 x 136 cm, Edition of 6 +2AP © I. Halso

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Ilkka Halso – Restoration

15. Januar – 6. März 2010

WAGNER + PARTNER
Cai Wagner + Margret Uhrmeister, Berlin

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Eine Verbindung zwischen Natur und Architektur/Konstruktion untersucht auch der finnische Fotokünstler Ilkka Halso, der sich in seinen Werken seit gut zehn Jahren mit der Heilung und Rettung bedrohter Natur befasst.

Aus dem PR-Text: “In den Werken der Serie “Restoration” entwickelt und baut der Künstler pseudowissenschaftliche Arrangements, in denen er beispielsweise Bäume mit transparenter Gaze einrüstet und beleuchtet. Einem Feldbett gleich wird hier Natur “verarztet”, der beschädigte “Patient” wird medizinisch versorgt. Alle Fotos entstehen bei Nacht, wenn die Natur sozusagen ihren heilsamen Schlaf findet.

Museum of Nature, Museum I, 2003, C-print / Ilfochrome mounted on whiteglass and polystyrol, 100 x 135 cm, Edition of 6 +2AP.

Ilkka Halso, Museum of Nature, Museum I, 2003, C-print / Ilfochrome mounted on whiteglass and polystyrol, 100 x 135 cm, Edition of 6 +2AP © I. Halso

Eine Verschiebung dieses Heilungsansatzes zeigt sich in der späteren Serie “Museum of Nature”. Jetzt wird Natur nicht mehr behandelt, sie wird “gerettet”. Der Betrachter findet Bäume und ganze Landschaften in gläsernen Pavillons. Einem Kunstwerk gleich wird die Natur in einem Museum aufbewahrt und konserviert.

Ist der Patient zur Mumie geworden? Die Frage muss offen bleiben. Während Ilkka Halso für seine Restoration-Serie noch direkt in die Natur eingreift (fotografische Installation), so konstruiert er seine die Natur schützenden Bauten am Computer (digitale Konstruktion) in der Museum-Serie. Ob dies Hilfe oder Teil der Bedrohung ist, wird nicht wirklich beantwortet. Auf der Ebene der Ästhetik bleibt die Vorgehensweise des Künstlers alle Mal reizvoll.”

Abb. u. Info Galerie Wagner + Partner

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“My visual poetic is based on urban landscape, cityscape, I am always intrigued by the architectural spaces and geometry.” Interview with Nina Todorović

14 01 2010

Serbian artist Nina Todorović’s work focuses on the visual exploration of architectural space: not only on the interior and exterior spaces of the surroundings, but also on the abstract metaphysical aspects of loneliness and alienation as a reality of life within the city. As Nina puts it: “I have always been intrigued by the tension created in the construction of certain geometric objects. Particularly when their illusory calmness is in direct opposition to an inherent and disturbing, but indirect presence/existence of human beings.”

Generally abstract, the artist’s work is based on existing spaces and objects found in architecture, which she magnifies and alters, breaking them down and altering them to be redefined with thick layers of color. Nina basically considers herself a painter, as she graduated with a Master’s degree on the Faculty of Fine Arts in Belgrade, on the Department of Painting. When painting, she usually works on large scale canvases (approximately 1,5×2m), or, as a total opposite, very small mixed media works on paper. Yet she is exploring other (new) media as well, expressing herself through digital works and ambiental installations, through photography and digitally manipulated image. Presently the artist is working on her PhD in Art (also called “the practical PhD) on the University of Arts in Belgrade), which will be related to my visual poetics, the urban landscape and architecture.

In a very honest and detailed email interview Nina Todorović told deconarch about her work and her interest in cityscape and architecture, her observations of communication and the lack of it in virtual realities, about her decision to become an artist and what it means to grow up and be an artist in the war-torn Serbia of the 1990s.

Nina, thank you so much for sharing!

INTERVIEW

Nina, why art? How and why did you become an artist?

I guess I can say that I would choose the same profession again, if I were able to make my choice once more…

Recognizing the Absent City, 2004-2006. digital print

Recognizing the Absent City, 2004-2006. digital print © N. Todorović

For me there were never any doubts about it, my family was always leaning towards different art disciplines, although only two of us took that professional path. I started with my first art lessons at the age of five, when my parents took me to a visual arts studio, in some sort of cultural center, with many different art programs, especially made for youngsters.

My serious preparations for the Academy started when I was in high school. It took three attempts for me, to finally get in, to enroll on the Faculty of Fine Arts in Belgrade, and that was approximately the average number of attempts for the majority of us, and a very valuable experience, especially back in the nineties, a period of war and political turmoil in which we were growing up, when nothing was certain, and when the whole society in Serbia was in deep crisis. I was studying Sociology and then Art History, while waiting and preparing for the Academy, and was ready to try as long as necessary, until I succeed.

So your family played and plays an important role in your decision-making process?

geometry of insomnia, 2004-2006. digital prints

Geometry of insomnia, 2004-2006. digital prints © N. Todorović

What meant, and still means a lot to me, is the unconditional support that I get from my family, which, to tell the truth, is a rare thing around here, because practicing art professionally, particularly as a free-lancer as I am, is not what one would call a dream job here, it doesn’t pay off, and it requires a great enthusiasm and a lot of patience and strength, and of course a lot of investments, with awareness that it can’t provide living from it.

You mentioned the unstable political situation in Serbia in the 1990s. How has the situation improved since then? And (where) can the impact of this turmoil still be seen today?

Well, things definitely changed since then, we went through many predicaments, but I can say things are going for better now, here, still not fast enough though, but I don’t want to complain too much… Impact of this turmoil was really obvious until less than a month ago, when the visas for the EU countries were abolished, for the citizens of Serbia…

geometry of insomnia, 2004-2006. digital prints

Geometry of insomnia, 2004-2006. digital prints © N. Todorović

Actually, I have to admit, I thought a lot about this question, and how to articulate my answer, and still I am not sure….

We weren’t able to travel normally and freely, without having to go through ridiculous procedures, in order to get visas for the countries of European Union. Among many other professions, it especially affected the free-lance artists…

When I say it like this, it doesn’t really explain the situation, or sound so serious. I tried to write it down, all the steps that we had to make, and even to me now it sounds like some kind of crazy fiction… The moment of visa abolishment was an emotional moment for me, and a moment to contemplate all the wasted years, and all the efforts we have made, in a simple and natural urge to live our lives normally, like the rest of the world. No other explanation is needed… Let’s just say it is good at least THAT trouble is behind us, and we can really open to the world now…

Back to arts. You have a very deeply felt connection to arts and your work. What does art mean to you?

watermark(ed), 2006-2007. installation - mixed media

watermark(ed), 2006-2007. installation - mixed media © N. Todorović

I can’t really define it, in some concrete terms… I can only say that I feel alive as long as this motor is running for me, or better yet: IN me. Of course it means everything to me, as long as I feel that need, that urge to create, despite all the difficulties, I think in THAT case, life itself is good for me. I can only hope that I’ll have that unconditional urge for the rest of my life.

Which possibilities does art offer?

We can discuss about the possibilities from different aspects. If we talk about material aspects, then I can’t say I have a material satisfaction. But, if I was contemplating about material satisfaction in the first place, I guess I would have ended up being something completely different, I would have been doing the total opposite of what I am doing now, and frankly, I can’t imagine that situation.

So, the OTHER possibilities are big, and significant for me. First of all, the contacts that I am making, with other artists, curators, and all other art-related people, especially in this age of mass communication. Internet  above all, is something making this profession worth living for. Contacts, exchanging ideas, collaborative projects, workshops, meeting online friends and colleagues in the real life, and making real time/real space exhibitions, possibilities of traveling, well, all that is more than enriching experience which only helps personal improvement and growth, and opens so many doors…

In life I am trying to achieve the opposite of what I am trying to point out in my art…. But, one can’t go without another, actually one stipulates another. In other words, in life I am trying to communicate and to improve the communication with everybody around me, and to bring it to another, higher level, whenever it is possible (addicted to communication, in some way), and in my art I am emphasizing the lack of communication and really serious alienation and solitude we all are facing in these times…

How do you choose your topics in your works?

watermark(ed), 2006-2007. installation - mixed media

watermark(ed), 2006-2007. installation - mixed media © N. Todorović

My visual poetic is based on urban landscape, cityscape, I am always intrigued by the architectural spaces and geometry. What interests me is the atmosphere that we face in the city, besides the geometrical structures that are visually appealing, or brutally imposing to us – either way I am attracted to it, I am also dealing with the questions of alienation in the city, the questions of communication or lack of communication, the questions of our needs for the real human touch or the lack of that need, the questions of solitude…
Primarily I am asking myself those questions, and then the observers of my works… Are we building unnecessary walls between us, are we self-sufficient between those walls, in our contemporary fortresses… Are we existing now more in virtual than in real space?
The digital era, that we are deep in, already, is adding to that feeling of altered communication and altered human touch….

And why the focus on architecture?

I am deeply impressed by the phenomenon of contemporary architecture, and all its aspects, but most of all the visual one, that is also creating some specific tension, and ambiguous feelings in us…
In the past few years my work is developing in two different directions… Besides this basic and main focus on architecture, I’ve started developing a series of works dedicated to the water, the water as a theme, respecting it as an universal power in nature, and I guess I took this direction also as an escape or an alternative to what I am deeply in, the cityscape. One of my shows was dedicated to that personal research, and probably just proved how deeply entwined those two subjects are becoming, in my case…

Could you introduce one or two works to us?

 Digital spaces (in, betweeen and out), 2006. digital print

Digital spaces (in, betweeen and out), 2006. digital print © N. Todorović

Sometimes it is difficult to choose the works to present…   Maybe few of the latest cycles that are interconnected. I’ve exhibited the series of Alpha Nests digital prints twice in 2009, in two different set ups, first on the solo show IPERTÒPIA that I’ve had in the Museum of Experimental Contemporary Art, in L’Aquila, Italy, curated by Dr. Arch. Paola Ardizzola (her texts were published in both exhibition catalogs), and for the second time as an ambiental installation, here in Belgrade. The works were printed on transparent plexiglass, and I set them in gallery space, so they can form an ambience trough which people can go, observing each one of them separately, but also perceiving them all together, allowing the viewers  to see them as a composition, formed out of transparent layers, in combination with lights and shadows that were also essential part of the installation. The whole idea was to create an ambience saturated with architectural structures and endless walls, variety of materials (concrete, steel, glass…) in endless repetition, but always different in their similarity, monstrous contemporary fortresses built for the “alpha people”, focused on the consumerism and material values, and the “promised” land of shopping malls, where “fun” never stops… It was my reaction to the new architecture, and everything it represents, here, in Serbia, now…

 Digital spaces (in, betweeen and out), 2006. digital print

Digital spaces (in, betweeen and out), 2006. digital print © N. Todorović

The series of Defensive Structures and the Defensive Structures Underground followed the Alpha Nests, and are still developing…

Who are your role models and what influences your work in particular?

There is a variety of different influences on my work, but not in such a direct way, I can’t say I have some concrete role models…
I call it “following traces/signs”. I just stumble upon certain things, in some random research (research of the themes that are interesting to me, of course), and it gives me directions, and opens up the doors that I never expected to find, but the doors that are leading to something really, tightly related to my work… I am sure most of the artists are having the same or very similar paths and methods.
I can write a number of names that somehow influenced my way of thinking, which don’t necessarily show up in my artworks, always, but in some indirect way defined certain points…
To begin with classical media: The paintings of Richard Diebenkorn (especially the Ocean Park series, and some of his works from the The Bay Area Figurative Movement phase) , Edward Hopper, Charles Sheeler… Some segments in the theoretical definition of La Pittura Metafisica were also directing the start of it all…
I was very inspired by the films of Michelangelo Antonioni, and especially his visual language, and I based my Master’s exhibition and thesis on the comparison between film and painting, with special accent on Antonioni’s visual expression.
Some segments of Cyberpunk movement, books by William Gibson, then also other contemporary writers like Paul Auster, Don DeLillo…
I can name a number of artists, besides the ones I’ve already mentioned, that are interesting and inspiring to me in different ways… Some of them are: Stefan Hoenerloh, Tilmann Zahn, Agnes Martin, Olafur Eliasson, Tatsuo Miyajima, Sarah Morris, Georg Kuettinger, Vera Lutter…

What – in your opinion – is characteristic of your work and your working method?

 Digital spaces (in, betweeen and out), 2006. digital print

Digital spaces (in, betweeen and out), 2006. digital print © N. Todorović

My working method includes taking a lot of photographs, making a lot of sketches, real and digital ones. I never go anywhere without my camera… I make notes, of everything that intrigues me, and different kinds of quick, small drawings, …
What is characteristic of my work is that the ending of each cycle is somehow announcing the next one, the next series of works, usually some of the last pieces in one series is a preview to a new series, so they are all connected… Like making a sequel… I never plan it, but it happens regularly, now… So these last works in a series always belong to the next one too, they represent a link between two cycles… The trigger doesn’t have to be visual, it can be a word, a sentence, any kind of sensation, really…

Where can we see your works? Exhibitions coming up?

I’ve just finished a very busy period, the whole 2009 was dedicated to several solo exhibitions (one in L’Aquila, Italy, and three of them here in Serbia), and numerous group ones (Italy, Serbia, UK, Australia, …). Most of them, as I already wrote, were projects in different ways related to Italy, and with Italian artists and curators, some of them still ongoing, so, for the ending of 2009, my works were exhibited on the Art Fair Immagina 2009 in Reggio Emilia, Italy. The gallery FM6366ART from Naples presented my digital prints there.
Since I am working on my PHD thesis in art now, 2010 will be dedicated to writing, and making a solo show. I am also preparing a group exhibition, with several colleagues, in the Museum of Modern Art, in Eskilstuna, Sweden, as well as a workshop and an exhibition in the artist-run space Formverk ArtZone (run by the artist couple, my colleagues and friends – Niclas Hallberg and Stina Pehrsdotter), in the same city.

Nina, thank you so much for sharing!

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Worlds of iron and steel in Dubai and Oberhausen. 2 photo exhibits

9 01 2010

Zwei Ausstellungsorte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten – Boomtown Dubai und Oberhausen im Ruhrpott. Zwei Fotografen, die unterschiedlich arbeiten – der eine, Cédric Delsaux, überarbeitet digital, der andere, Manfred Hamm, versucht die “Realität” möglichst getreu eingefangen, der eine fotografiert mit Blick in die Zukunft, der andere verschwindende Zeugnisse der Vergangenheit. Aber doch beschäftigen sich ihre Foto-Serien mit einem ähnlichen Thema: Eisenwelten und ihren tiefgreifenden Einfluss auf die jeweilige Umwelt und die Menschen, die darin leben.

Two locations that couldn’t be more different – boom town Dubai and Oberhausen in the Western German Ruhr area. Two photographers working in a different way – one, Cédric Delsaux, overworking digitally, the other, Manfred Hamm, capturing “reality” as accurately as possible, one photographing with view to the future, the other portraying vanishing monuments of the past. But still both photo series share a similar topic: worlds of iron and steel and how they deeply influence the relative environments and the people living in them.

Cedric Delsaux: The Dark Lens

Cédric Delsaux, The Dark Lens © C. Delsaux

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Cédric Delsaux

The Dark Lens – The Dubai Invasion

The Empty Quarter Gallery, Dubai

in association with acte2galerie, Paris

December 8th – 31st, 2009 (already finished)

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Quoted from the PR-Text: Cedric Delsaux collapses the realm of fiction and the realm of the real onto a single image plane: film characters are inserted into photographs of existing locations that often appear less real than the iconic crew and vehicles of the Star Wars films, whose adventures we have witnessed with our own eyes on screens around the globe. What the artist aims for is not a photographic rendering of the raw reality of Paris, Lille, and now Dubai, but an exploration of the dream potential these cities hold within. He feels we are unable to truly see the world that surrounds us; we can only ever have a perception of it, filtered through the prism of our own culture, history, our sensitivity. [...]

Cedric Delsaux, The Dark Lens

Cédric Delsaux, The Dark Lens © C. Delsaus

Cedric Delsaux has developed what he calls “an aesthetic of the in-between”, inextricably interweaving fantasy with real objects. This new world, accurate, swarming with objective details, is absolutely false, yet totally truthful in so far as it reveals the essentially retro-futuristic characteristic of modern urban spaces, which are simultaneously too early and far too late.

However tempting, the work of Delsaux ought not be reduced to a mere game of digital manipulations that tap into the visual language of commercial advertising and myth-making film history. Despite moving in the territory shared by both film and advertising, Cedric Delsaux’s work remains firmly rooted in contemporary landscape photography. [...]

The insertion of sci-fi characters was to be the key to a hidden door of perception, transforming our quotidian surroundings into places where anything might happen. [...]

Info and illus. The Empty Quarter, achte2galerie and Cédric Delsaux

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Manfred Hamm, Neue Hütte in Schmalkalden (Thüringen)

Manfred Hamm, Neue Hütte in Schmalkalden (Thüringen) © M. Hamm

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Manfred Hamm

Eisenwelten. Industriefotografie

17. November 2009 bis Frühjahr 2011

LVR Rheinisches Industriemuseum Oberhausen
St. Antony.Hütte

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Die neue Sonderausstellung des LVR-Industriemuseums Oberhausen zeigt in der St. Antony.Hütte 39 Schwarz-Weiß-Fotografien früher eisenindustrieller Zeugnisse Deutschlands und Südpolens von Manfred Hamm, der eigens für diese Ausstellung beauftragt wurde, die baulichen Reste der frühen Eisenindustrie in Deutschland und Südpolen zu suchen und zu porträtieren. Gefunden hat er Ruinen, aber auch Museen, verfallene Gebäude und gepflegte Denkmale nahezu im gesamten Bundesgebiet.

Manfred Hamm, Königshütte in Bad Lauterberg

Manfred Hamm, Königshütte in Bad Lauterberg © M. Hamm

Zu sehen sind Porträts frühindustrieller Eisenhütten, die einen Blick in die noch kleine Welt der Eisenherstellung ermöglichen.

Aus dem PR-Text: Manfred Hamm hat sich als Fotograf nicht nur von Industriedenkmalen schon lange weltweit einen Namen gemacht. Seine Fototechnik ist aufwendig. Mit großer Plattenkamera macht er sich auf den Weg und nutzt das vorhandene Licht, um möglichst detailgetreue Aufnahmen zu erstellen. Seine Fotos sind ein Archiv verschwundener, gefährdeter und geretteter Architekturen und Räume. Immer sind es imposante Räume mit einem historischen Bezug. In zahlreichen Ausstellungen sind seine Fotografien bereits weltweit gezeigt worden.

Infos und Abb. LVR-Industriemuseum und Manfred Hamm

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Simone Niewegs Garten|Konstruktionen in Bochum

4 01 2010

In Bochum werden Arbeiten Simone Nieweg gezeigt, deren Thema Gärten sowie Feld-, Wald- und Wiesenlandschaften sind. Dass die Fotografien Meisterschülerin von Bernd Becher war, ist nicht zu übersehen. Die Ausstellung “Garten | Konstruktionen” ist noch bis Februar zu sehen.

Bochum based Galerie m presents photographs by Simone Nieweg who found her sujets in gardens and landscapes of fields, meadows and forests. That she has been master student of Bernd Becher is obvious.

 Schuppen mit Drahtwerk, Louvres, Val d'Oise, 2006 C-Print auf Alu-Dibond 103 x 145 cm

Simone Nieweg, Schuppen mit Drahtwerk, Louvres, Val d'Oise, 2006 C-Print auf Alu-Dibond 103 x 145 cm © S. Nieweg

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Simone Nieweg

Garten | Konstruktionen

13. November 2009 – 13. Februar 2010

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Die Galerie m in Bochum – nicht zuverwechseln mit der Galerie M in Berlin - zeigt bisher unveröffentlichten Landschaftsfotografien von Simone Nieweg (* 1962 Bielefeld). Nieweg, die in Düsseldorf lebt und arbeitet, war Meisterschülerin von Bernd Becher und das merkt man ihren Arbeiten in der Ausstellung auch an: Auf den großformatigen Farbfotografien sind Gartenkonstruktionen wie Schuppen, Treibhäuser und Stützstangen in sachlicher, nüchterner Manier zu sehen. Fotografiert ohne klischeehafte Assoziationen, pittoreske Motive oder erzählende Elemente zu evozieren.

Simone Nieweg, Treibhaus mit Baustahlgitter, Dillingen, 2004, C-Print

Simone Nieweg, Treibhaus mit Baustahlgitter, Dillingen, 2004, C-Print © S. Nieweg

Darüber hinaus werden auch aktuelle Landschaftsaufnahmen aus dem Nordosten Frankreichs, die eine neuartige Bildsprache innerhalb ihres Oeuvres entwickeln, gezeigt.

Niewegs Themen sind Gärten sowie Feld-, Wald- und Wiesenlandschaften, mit denen sie sich in einer Art Langzeitstudie seit 1986 bzw. 1990 auseinandersetzt.

Aus dem PR-Text der Galerie: Auf langen Streifzügen durch Gärten und Felder findet Simone Nieweg zu einer Vertrautheit mit ihren Motiven. Wiederholt besucht sie bestimmte Orte, um den richtigen Zeitpunkt einer Aufnahme zu finden. Auf dem Mattglas ihrer Großbildkamera erscheint das Bild auf dem Kopf stehend – ein wichtiges abstrahierendes Moment, in dem Simone Nieweg perspektivische Verzerrungen ausgleicht, die Detailschärfe einstellt und dem Bild Ordnung und Struktur verleiht. Ihr konzentrierender Blick findet eine ästhetische Situation innerhalb des gewachsenen Gefüges, die Nieweg als „perfekten Zufall“ bezeichnet. Sie setzt die Wirklichkeit in eine Komposition um, in der Strukturen, Linien und Farben das Bild prägen. Dennoch bleibt die Spannung zwischen dem strukturierten Aufbau der Fotos und der relativen Anarchie der Gärten und Landschaften erhalten.

[...] Es besteht gleichzeitig eine harmonische Gegensätzlichkeit in Simone Niewegs Fotografien: Inhaltlich zwischen den rostenden Bauprovisorien und dem lebendigen Grün, kompositorisch zwischen dem Tarieren von Gerade und Diagonale, Frontal- und Aufsicht sowie Fläche und Detail.

Info und Abb. Galerie m Bochum und Simone Nieweg

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Winterwonderland… Merry Christmas and a happy New Year!

23 12 2009
winter

Winterwonderland... © SK

deconarch wünscht allen Lesern Frohe Weihnachten und einen schönen Start in ein erfolgreiches und kreatives 2010!

Dear readers, have a Merry Christmas and a great start into a successful and creative 2010!

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Weihnachtstipp: archimaps _ Die Architekturstadtführerpläne

19 12 2009

Weihnachten steht vor der Tür,  Plätzchen, Glühwein, extralange Öffnungszeiten, Nikoläuse, Engel und Rentiere überall,… Da war doch noch was? Richtig, beschenkt will man auch werden. Daher gibt es für Architekturinteressierte auch dieses Jahr wieder eine Empfehlung, die auf den Wunschzettel gehört! .

deconarch’s Christmas gift idea: archimaps – architectural folding maps that serve as architecture guides to European and world capitals (written in Engl. and German). The series archimaps focuses on contemporary architecture, urban developments and public spaces in metropolitan areas. archimaps also explores historic architecture in selected European cities. The range of publications will be enlarged regularly.

More information on archimaps’ website.

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archimaps – Die Architekturführer

Infos Webseite.

Der neuartige Faltplan erläutert die interessantesten Bauwerke anschaulich und lebhaft auf einer DIN A0 Seite, die sich bequem auf ein Buchformat zusammenfalten lässt. Während die Vorderseite die 35 wichtigsten Bauten der jeweiligen Stadt mit Text und Bildern vorstellt, macht die Rückseite Vorschläge für Architekturrundgänge mit Stadtplandetails durch die Stadtteile, so dass die Gebäude vor Ort themenbezogen erkundet werden können. Die Architekturführer der Serie archimaps verbinden damit die Vorzüge eines Stadtplans mit dem Hintergrundwissen eines anspruchsvollen Architekturguides. archimaps gibt es auf Deutsch und Englisch für folgende Städte:

Berlin, Berlin 1237-1920, Berlin 1920-1989, Köln, Frankfurt, München (nur Deutsch), Hamburg (nur Deutsch), London, Paris, Moskau, Wien, Venedig

Und demnächst auch für:

Amsterdam, Barcelona, Istanbul, New York, Stuttgart, Wien 1200-1900

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