2 Photo Exhibits in Erfurt and Dresden: Loan Nguyen and Fredrik Marsh
6 10 2009Zwei sehr unterschiedliche Fotografen sind in der Kunsthalle Erfurt und in Dresden zu sehen, die sich beide auf jeweils eigene Art mit landschaftlichen und architektonischen Räumen bzw. mit der Architektur Dresdens auseinandersetzen.
Two very different photographers show in Kunsthalle Erfurt and in Dresden, both of them dealing with landscape and architectonic spaces resp. with the architecture of Dresden in a particular way: Swiss photographer Loan Nguyen herself appears in her images, always pointing to something – the gesture is a reference to a long art historic tradition – the photographs composed in a painterly way. Her work can be understood as a comment on questions of “home” and “migration”.
American photographer Fredrik Marsh is tracing the “transitions” of Dresden, the changes and developments the city has come across since the reunion of the 2 Germanies. Like an archeologist he focusses the decayed buildings in the suburbs in particular.

Loan Nguyen: Dents de Vesivi, 2007 © L. Nguyen
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Loan Nguyen: Stellenweise
Kunsthalle Erfurt
08. 10. – 29. 11. 09
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Nach zahlreichen Beteiligungen an internationelen Ausstellungen in den letzten Jahren hat die Schweizer Foto-Künstlerin Loan Nguyen (*1977) jetzt ihre erste museale Einzelausstellung in Deutschland: In der Kunsthalle Erfurt wird Nguyens Arbeit “Mobile” gezeigt, eine eine einzige offene Serie, an der die Fotografin sei 2003 arbeitet:
(PR-Text) In nahezu allen Aufnahmen erscheint sie selbst – dem nicht eingeweihten Betrachter zunächst als anonyme Figur – vor landschaftlichem oder architektonischem Hintergrund. Mit eher verhaltenen, stillen Gesten deutet Loan Nguyen auf etwas, weist sich über ihre bloße Anwesenheit im Bild eine Stelle in der Welt zu und den Betrachter auf diese hin. Dieser Zeigegestus hat in der Malerei eine lange Tradition. Auch Anlage und Komposition der einzelnen Fotografien sind ganz entschieden malerische.

Loan Nguyen, Marrée haute, 2009 © L. Nguyen
Ihre Arbeit lässt sich aber auch im Kontext virulenter Themen wie “Heimat” und “Migration” interpretierten. Zum einen über ihren eigenen, asiatisch anmutenden Phänotypus im Kontrast zur europäischen Landschaft. Zum anderen über das Projekt, “De-Retour”, entstanden anlässlich der Reise ihres Vaters, Schweizer Staatsbürger wie sie, der erstmals nach 38jähriger Abwesenheit wieder das Land seiner Kindheit Vietnam besuchte.
Für die Erfurter Ausstellung produziert Loan Nguyen darüber hinaus eine weitere Werkgruppe “Weather”, die bewusst-naive Bemühungen, auf das Wetter (und den Klimawandel) Einfluss zu nehmen, zeigt.
Infos + Fotos Kunsthalle Erfurt
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Fredrik Marsh, Verlassene Wohnung, nahe Stauffenbergallee, Dresden 2006 © F. Marsh
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Fredrik Marsh
Übergänge. Das Dresden Projekt | Transitions. The Dresden Project
Technische Sammlungen Dresden. Museen der Stadt Dresden
18. 09. 2009 bis 24. 01. 2010
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Die Fotografien von Fredrik Marsh (*1957) reflektieren die “Übergänge”, die Veränderungen im städtebaulichen Ambiente Dresdens als Folge der gesellschaftlichen Umbrüche nach 1989. Wie ein Archäologe arbeitete sich der aus Columbus (USA) stammende Fotograf seit 2002 immer weiter in die Geschichte der Stadt vor. Sein Interesse galt dabei besonders den verlassene Wohn- und Industriegebäuden in den Randzonen der Stadt. Hier fing er mit Panoramafotografien und großformatigen Außen- und Innenbildern von Gebäuden die Überlagerung historischer Schichten, die Spuren gelebten Lebens ein, die die jüngere ostdeutsche Geschichte sowie die Veränderungen durch den Wiederaufbau und die Erneuerung Dresdens hinterlassen haben.

Fredrik Marsh, Gasometer, Dresden-Reick, Dresden 2002 © F. Marsh
“Die Übergänge sowohl im rein Gegenständlichen wie in der kollektiven Psyche der Einwohner der Stadt haben mich tief bewegt. Deshalb ist es mein Anliegen, eine visuelle Dokumentation dieser historischen Periode zu überliefern, bevor ihre Spuren – und das dazugehörige kulturelle Gedächtnis – für immer verblassen.”
Fredrik Marsh 2009
Infos + Fotos Technische Sammlungen Dresden und Frederik Marsh



