2 Photo Exhibits in Southwestern Germany: Todd Hido and Klaus Graubner

2 02 2010

Auch im (Süd-)Westen der Republik gibt es in den nächsten Monaten Architektur in Fotografien zu sehen: Die erste Einzelausstellung von Todd Hido in Köln und eine Langzeitstudie zum Kaiserlei-Areal in Offenbach von Klaus Graubner, natürlich in Offenbach.

In (South) Western Germany, too, you can admire architecture in photographies: The first solo show by US photographer Todd Hido in Cologne and a long time series about the developments of a Offenbach borough, Kaiserlei-Areal, by Klaus Grubner, in the said city, Offenbach am Main (close to Frankfurt).

Untitled 1862, 1996 © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 1862, 1996 © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

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Todd Hido: Househunting / Nudes

22. Januar – 10. April 2010

Kaune, Sudendorf. Gallery for Contemporary Photography, Köln / Cologne

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Die Kölner Kaune, Sudendorf Gallery for Contemporary Photography präsentiert die erste Einzelausstellung des US-amerikanischen Künstlers Todd Hido in Westeuropa. „House Hunting / Nudes“ präsentiert eine Auswahl von Arbeiten aus zwei Monografien Hidos, „House Hunting“ (2001), die ihn zum  aufgehenden Stern der amerikanischen Kunstszene gemacht hat, und „Between the Two“. Mittlerweile sind seine Arbeiten in der ganzen Welt bekannt und werden in wichtigen Kunstinstitutionen gezeigt.

Untitled 2611-a, 2000 C-Print 75 x 95,5 cm © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 2611-a, 2000 C-Print 75 x 95,5 cm © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Aus dem PR-Text: “Besonders bekannt ist Hido für seine Nacht-Fotografien, in denen er menschenleere Vororte und Straßenränder dokumentiert. Er bezieht einen großen Teil seiner Inspiration aus der Vergangenheit und scheint sich Momentaufnahmen seiner Kindheit, wie etwa die Atmosphäre des amerikanischen Vororts, in dem er aufwuchs, zu bedienen. In der Reihe ‘House Hunting’ hat Hido Außenfassaden in Häusersiedlungen, deren beleuchtete Fensterscheiben ihre Bewohntheit signalisieren, bildlich festgehalten. Selten hat die Vorstadt gespenstischer und verlassener ausgesehen.

Seine Portraits von Frauen, die in trostlosen Räumen posieren, verweisen auf Entwurzelung, Heimatlosigkeit, Isolation, Verlassenheit und Schwund. Sie dokumentieren damit eine unumgängliche Endlichkeit. Wir lernen nicht den Namen seiner ‘Fotomodelle’ oder den Ort kennen – die Bilder könnten überall in der Welt und zu jedem Zeitpunkt gemacht worden sein. Die Zeit wird mit warmer Ausstrahlung in dauerhafter Aktualität unprätentiös eingefroren.“

Mehr Infos + Abb. auf der Webseite der Galerie

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© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

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Klaus Graubner – Kaiserlei Areal

17. Januar – 28. Februar 2010

Haus der Stadtgeschichte, Offenbach
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Das Haus der Stadtgeschichte in Offenbach präsentiert 74 Fotografien der insgesamt 206 Aufnahmen, die von 1992-2009 entstanden Serie „Kaierlei-Areal“ von Klaus Graubner, die bis heute fortgeführt wird.

Graubners Fotografien blicken distanziert und nüchtern auf ihre Motive. Sie wollen nicht bewerten. Ziel ist ein „bildhaftes Ereignis, ein ästhetisches Dokument, vordergründig Oberfläche, dem dennoch zeitliches, soziales und damit politisches implizit ist“. Seine Serien sind überwiegend Langzeitbeobachtungen seiner Themen: Stadt (Architektur), urbane Randgebiete, Industrie-Areale der Montanindustrie, Eisenminen, Stahlwerke, Zechen und an diese Werke angrenzende Siedlungen.

Das Kaiserlei-Areal ist ein Stadtteil von Offenbach am Main.

© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

© Klaus Graubner, Kaiserlei - Areal 1992 - 2009

Aus dem PR-Text: „Das untersuchte Territorium, zwischen zwei Großstädten gelegen, ca. ein Quadratkilometer groß, ist Peripherie von Offenbach im Westen und Frankfurt im Süd-Osten, begrenzt im Norden durch den Main. (…) Neben hoher Verkehrsdichte (Autobahn, Strahlenberger Straße und Kreisel), ist im Süden des Areals starker Flugverkehr, die Einflugschneise des Flughafens Frankfurt wahrzunehmen. (…) Erschließungsmaßnahmen beseitigten im Laufe der Zeit Autowracks, Ablagerungen aller Art, verwahrloste Schrebergärten, dichtes Buschwerk, solcherart das Gelände partiell überzogen war. Die schützenden Verwachsungen wurden benutzt von hiesigen Obdachlosen und Zugewanderten aus dem Osten (…). Sie lebten im Gestrüpp, in improvisierten Behausungen aus alten, heruntergekommenen Bau- und Wohnwagen, umgeben mit Zäunen, die mit Materialien aus dem Müll errichtet waren. Das Gebüsch wurde wegplaniert. In der weiteren Entwicklung des Areals sind durch Neuansiedlungen von Unternehmen einige Gebäudekomplexe entstanden, entstehen noch weitere, jedoch sind auch Zeichen ganz anderer Art nicht zu übersehen. (…)“

Infos + Abb. Haus der Stadtgeschichte Offenbach, Klaus Graubner


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