“Silent Nests” by photographer Vicki Topaz on The Style Saloniste

25 09 2010

A little while ago I presented the extraordinary photographs of old French pigeonries by San Fransisco-based photographer Vicki Topaz: For her series “Silent Nests”, Topaz has documented old noble pigeonries in North-Eastern France, Normandy and Brittany over the course of several years. Even though hardly noticed today, these buildings look back on an intriguing history as former icons of nobility, from the 13th century until the French Revolution.

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The Style Saloniste has publishedan interesting interview with Vicki Topaz,

accompanied by several wonderful photos (LINK).

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More about “Silent Nests”.

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The book about “Silent Nests”, presenting wonderful b/w photographs, has been published by Heidelberg publisher Kehrer Verlag, and I’ve been fortunate to do the copy-editing of the project.


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Kennen Sie Rom? Piranesi in der Kunsthalle Mannheim

25 09 2010

Rome, the eternal city, has been attracting people since the times of the ancient world. No other artist has coined Rome’s image as crucially as Venetian painter Giovanni Battista Piranesi (1720–1778). His etchings “Vedute di Roma“ can be seen in an exhibition at the graphics collection of Kunsthalle Mannheim.

Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’insigne Basilica Vaticana coll’ampio Portico, e Piazza adjacente (Vedute di Roma, 1748–1778), Radierung, Kunsthalle Mannheim

Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’insigne Basilica Vaticana coll’ampio Portico, e Piazza adjacente (Vedute di Roma, 1748–1778), Radierung, Kunsthalle Mannheim

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Kennen Sie Rom?

Piranesi inszeniert die Antike

25.09.2010- 05.12.2010

Kunsthalle Mannheim

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PR-Text: Rom: Die „Ewige Stadt“ zieht seit der Antike Menschen weltweit in ihren Bann. Kein Künstler prägte das Bild der Stadt so entscheidend wie der Venezianer Giovanni Battista Piranesi (1720–1778). Seinen Radierungen, den „Vedute di Roma“, ist die Ausstellung aus der Graphischen Sammlung der Kunsthalle Mannheim gewidmet.
Mit einer faszinierenden Mischung aus topographischer Treue und Phantasie dokumentierte Piranesi Rom im 18. Jahrhundert und ließ so die Antike aufleben. Seine „Vedute di Roma“, die er vornehmlich an Italienreisende verkaufte, zeugen von der Monumentalisierung und Verherrlichung römischer Baukunst der Antike sowie der Gegenwart des 18. Jahrhunderts. Zunächst waren es Plätze, Brunnen, Kirchen und Paläste, die im Fokus der Radierungen standen. Später dann vorrangig antike Bauten, die Piranesi regelrecht inszenierte: Ungewöhnliche Perspektiven und dramatische Licht- und Schattenkontraste rufen Assoziationen zu einer barocken Bühne hervor.
Entstanden sind poetische, nostalgische Rom-Porträts, welche die Reisenden der Grand Tour auf ihrem Weg durch Italien gerne als Souvenir mitnahmen und in die Welt hinaustrugen. Piranesi genoss europaweit einen hervorragenden Ruf und prägte so die Vorstellung Roms über Generationen.

Info + illus. courtesy Kunsthalle Mannheim




“Architektur muss brennen.” _ New TASCHEN book: Coop Himmelb(l)au’s complete works

22 09 2010

A new TASCHEN book is honouring the complete works of Austrian architects of Coop Himmelb(l)au:

(for Engl. information please click here)

Screenshot aus dem TASCHEN-Buch Coop Himmelb(l)au

ISBN: 978-3-8365-1788-1
Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch
Verfügbarkeit: September 2010

PR-Text: “Coop Himmelb(l)au ist keine Farbe, sondern die Idee, Architektur mit Phantasie leicht und veränderbar wie Wolken zu machen.” So beschreiben die Architekten selbst den Namen und das Konzept ihrer Gruppierung. In den 1960er-Jahren mit pneumatischen Kugeln und interaktiven Installationen beginnend, schuf die aus den Architekten Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky und Michael Holzer bestehende Gruppe nach der Leitlinie “Architektur muss brennen” schroffe Interventionen im urbanen Kontext. Ihre Gebäude ähneln überdimensionierten Schallkörpern mit tanzenden Silhouetten und kollabierenden Linien voller Dynamik und Echos. Als eine von nur wenigen Gruppen jener frühen Tage gehört Coop Himmelb(l)au heute dank seiner herausragenden Ausdruckskraft und Professionalität zu den international führenden Architekturbüros.

Herausgeber und Architekt erarbeiteten gemeinsam diese umfassende Werkschau, die mit ihren unzähligen, sorgfältig gewählten Skizzen, Modellfotos und technischen Zeichnungen neben visueller Opulenz auch einen Blick in die Planungswerkstatt von den Anfängen 1968 bis zu den aktuellen Großprojekten bietet.

Zu den bekanntesten Projekten von Coop Himmelb(l)au zählen: Dachausbau Falkestraße, Wien (1988); Groninger Museum: Ostpavillon, Groningen, Niederlande (1994); UFA Kinopalast (Kino), Dresden (1998); BMW Welt, München (2007); Akron Art Museum, Ohio, USA (2007) sowie Central Los Angeles Area High School #9 of Visual and Performing Arts in Los Angeles, USA (2008). Unter den jüngsten von Coop Himmelb(l)au auf der ganzen Welt verfolgten Projekten sind zu erwähnen: Musée des Confluences in Lyon, Frankreich; House of Music in Aalborg, Dänemark; Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main und Dalian International Conference Center in China.

Mehr Informationen




SLIDE-Magazin Nr. 5: Holz

22 09 2010

Die neue Ausgabe des Corporate Publishing-Magazins SLIDE des Schweizer Schiebebeschlagsysteme-Herstellers Hawa ist da und kann online gelesen werden:

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SLIDE. Magazin für Architektur, Design, Handel, Handwerk, Nr.5

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Thema der Ausgabe ist Holz. Vorgestellt werden u.a. verschiedene Bauwerke mit und aus Holz, aber auch die Entdeckung der “neuen Stradivari” und ein “Gespräch” mit dem alten Appenzeller Fensterschieberli.




Swedish photography gallery in Berlin: Joakim Eneroth’s Swedish Red

19 09 2010

Sweden passes for a model society. The Swedish welfare system is, despite recent modifications, famous for ensuring all the country’s citizens with a reasonably comfortable life style. Or is it? Photographer Joakim Eneroth traces that there is also something troubling about the Swedish need for security.

For an English description, please read on on Swedish photography’s website.

Joakim Eneroth, SWEDISH RED - Comfortably secure 11

Joakim Eneroth, SWEDISH RED - Comfortably secure 11

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Joakim Eneroth – Swedish Red

11. September – 30. Oktober 2010

Swedish Photography, Berlin

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Joakim Eneroth, SWEDISH RED - Comfortably secure 10

Joakim Eneroth, SWEDISH RED - Comfortably secure 10

PR-Text: Verkörpert Schweden die ideale Gesellschaftsform? Das schwedische Wohlfahrtsystem gilt – trotz einiger Einschränkungen in der letzten Zeit – als Vorbild für einen erstklassigen und sicheren Lebensstandard. Eine Sicherheit, die fast zur Religion geworden ist. Der schwedische Fotograf Joakim Eneroth zeigt in seiner Arbeit “Swedish Red”, dass dies auch beunruhigend sein kann. Seine roten Häuser stellen auf den ersten Blick die typische schwedische Idylle dar, aber Eneroth zeigt sie als fensterlose Monaden und enthüllt dadurch die unsichtbare Mauer, die um den schwedischen Lebensstil errichtet ist: Eine starke Festung, auch wenn sie nur virtuell ist. Durch Eneroths ironische Augen betrachtet, verwandeln sich diese malerischen Häuser in Monumente des Kitsches. Er untersucht die Vorstellung des Zuhauses als perfekten, harmonischen Ort, an dem das Leben völlig sicher und geborgen ist. Eneroth zeigt, wie leicht sich dieses Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit zu einer tiefen Isolation hin entwickelt. Seine Bilder ziehen uns einerseits an, andererseits vermitteln sie uns ein Gefühl von Distanz.

Joakim Eneroth, SWEDISH RED - Comfortably secure 12

Joakim Eneroth, SWEDISH RED - Comfortably secure 12

Verantwortung und Ethik sind die Themen, die Joakim Eneroths vielschichtiges Werk durchziehen. Mit jeder neuen Arbeit erforscht Eneroth ein anderes Lebensgefühl. Seine Position wird deutlich in dem fotografischen Tagebuch “Without End”, das Joakim Eneroth berühmt machte, und in seiner Serie “Testimony”, die ein Manifest gegen Folter ist. Die Angst, die sich in den “idyllischen und sicheren” Häusern von “Swedish Red” verbirgt, stellt die als vorbildlich geltende Gesellschaft subtil in Frage.

Info + illus. courtesy Swedish Photography (Presse, Oranienburger Strasse 27, D-10117 Berlin), © Joakim Eneroth




Brian Ulrich’s Dark Stores, Dead Malls & Ghost Boxes in Munich

15 09 2010

The first solo show in Europe by Chicago based photographer Brian Ulrich is presented by f5,6 gallery in Munich. Ulrich observes the developments of American consumer behavior, especially after George W. Bush’s call for patriotism in 2001: “The vitality of our economy depends upon the willingness of Americans to spend”. (George W. Bush 26th October 2001). The results are part of his series COPIA. The most recent works show empty stores, malls and shops.

For an English description, please read on on the gallery’s website.


Brian Ulrich, Circuit City, Copia Dark Stores / Circuit City, 2009 101.6 x 127 cm Auflage 7

Brian Ulrich, Circuit City, Copia Dark Stores / Circuit City, 2009 101.6 x 127 cm Auflage 7

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BRIAN ULRICH
Dark Stores, Dead Malls & Ghostboxes

11. September – 06. November 2010

Galerie f5,6 , München

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Aus dem PR-Text: Die Arbeiten der Ausstellung Dark Stores, Dead Malls & Ghost Boxes sind Teil der Serie COPIA (lat. überfluss) in der Brian Ulrich seit 2001 scheinbar vordergründig alltägliche Vorgänge des Konsumierens in Form dokumentarischer Szenen und Porträts beobachtet. Ausschlaggebend für dieses Projekt war George W. Bushs Aufruf zum Patriotismus im Jahr 2001, als er die Bevölkerung dazu anhielt, die Treue zum Heimatland durch Kaufkraft auszudrücken. Ulrich beobachtet seitdem die Begleiterscheinungen einer konsumorientierten Welt in ihren kulturellen und sozialen Facetten auf den Bühnen der amerikanischen Einkaufszentren. Die Serie COPIA hat mehrere Unterteilungen, die den Verfall des Erfolgskonzepts Shopping Mall dokumentieren. Den Beginn macht RETAIL, Einzelhandelsalltag in Shopping Malls. THRIFT zeichnet den wirtschaftlichen Verfall durch Schließungen vieler Einkaufszentren nach und beobachtet die Veränderungen durch Nutzung der Räumlichkeiten als Outlet- oder Thrift-Stores. DARK STORES schließt die Kette der Mall-Serie vorerst mit Aufnahmen leerstehend zurückgelassener Einkaufsanlagen ab.

Brian Ulrich, Pep Boys 3, 2009

Brian Ulrich, Pep Boys 3, 2009

Dark Stores, Dead Malls und Ghostboxes sind Einzelhandelsbegriffe die tatsächlich zur Umschreibung von nicht mehr genutzten Verkaufsflächen dienen. Brian Ulrichs analoge großformatige Aufnahmen entstehen oft bei Nacht. Dabei schreibt er den Gebäuden ironischerweise eine Größe als Relikt oder Monument von kultureller Bedeutung ein, die sie ursprünglich nie hatten. Die zurückgelassenen Orte werden zu einer eigenen, neuen Landschaft, die von Brian Ulrich im Stil der von Lewis Baltz, Stephen Shore oder Bernd und Hilla Becher geprägten “New Topographics” interpretiert werden. Besonders interessant dabei ist vor allem der sich schließende Kreis einer fotografischen und vielleicht wirtschaftlichen ära die sich in den Arbeiten von Stephen Shore und Brian Ulrich erkennen lässt. Die in den 70er Jahren von Stephen Shore fotografierten, damals neu eröffneten Shoppinganlagen, wurden von Brian Ulrich zum Zeitpunkt ihres bereits eingetretenen Verfalls abgelichtet – eine Rückkehr zum Ausgangspunkt der die Fotografien beider Künstler tiefer in die künstlerische Dokumentarfotografie einschreibt.

Brian Ulrich, Richl and Mall 2009

Brian Ulrich, Richl and Mall 2009

Zentral ist in Ulrichs Arbeiten der klassische Umgang mit Licht und Farbe. Seine Fotografien zeichnen sich durch klare und ausgewogene Kompositionen aus. Dadurch kann jede Arbeit als Einzelbild existieren, ohne auf den Zusammenhang der thematischen Serien angewiesen zu sein. Zudem sind seine Porträts und Szenen aus den Malls und Thriftstores sowie seine jüngsten Arbeiten nie stumpfe Kritik oder in herablassender Absicht gegenüber Subjekt oder Objekt entstanden. Durch sensiblen und intelligenten Einsatz der Kamera gelingt Brian Ulrich ein eigenständiger Beitrag zeitgenössicher Betrachtung zu Kunst und Gesellschaft.

Brian Ulrich lebt und arbeitet in Chicago. Er hat seine Ausbildung am Columbia College in Chicago abgeschlossen und wurde zuletzt Stipendiat der Guggenheim Stiftung.

Info + Illus. courtesy f5,6, © Brian Ulrich




Götz Diergarten in Bremen, Stephen Shore und die Becher-Schule in Düsseldorf, Jan Banning in Iserlohn

10 09 2010

In Bremen, photographer Götz Diergarten’s first solo show in a museum is held, presenting his researches on everyday architectures. Shot according to strict conceptual outlines, his photographs show a nearly abstract compositional quality.
The NRW-Forum Düsseldorf poses a spectacular question: Did Stephen Shore inspire the well-known Becher School? The exhibition presents an extensive overview of the beginnings of the Düsseldorf photo school.
Finally, Jan Bannings “Bureaucratics” can now be seen in Iserlohn.

Götz Diergarten, o.T. (Lancing), Diptychon – links, 2003 © Götz Diergarten 2010

Götz Diergarten, o.T. (Lancing), Diptychon – links, 2003 © Götz Diergarten 2010

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Götz Diergarten – Photographs

21. August – 31. Oktober 2010

Weserburg | Museum für Moderne Kunst, Bremen

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Aus dem PR-Text: Götz Diergarten (*1972 in Mannheim) lenkt und sensibilisiert mit seinen Fotografien unseren Blick auf das Gewohnte unserer Umgebung. In seinen typologischen Serien untersucht er das Erscheinungsbild alltäglicher Architekturen: deutsche Fassaden, belgische Strandkabinen, britische Badearchitektur und europäische Untergrundbahnen. Die vordergründige Banalität von Putz- und Klinkerimitat, Fenstern, Garagentoren und einfachen Baukörpern verwandelt sich bei ihm in ihrer fotografischen Reihung zu einer Typologie der Alltagskultur.

Götz Diergarten, o.T. (London – Highbury & Islington), 2007 © Götz Diergarten 2010

Götz Diergarten, o.T. (London – Highbury & Islington), 2007 © Götz Diergarten 2010

Seine Werke sind geprägt vom klaren, dokumentarischen Stil der berühmten Becher Schule. Häuserfassaden, Strandhütten sowie U-Bahntunnel werden nach strengen bildnerischen Vorgaben aufgenommen: frontale Ansicht, diffuses Licht und enger Ausschnitt – lediglich der Typus variiert. [...]

Was Diergartens Originalität ausmacht, ist vor allem die konzeptuelle Verbindung von Typologie und Farbe. Seine selbstverständliche Praxis der Farbfotografie geht auch auf die US-amerikanische Tradition seit den 1970er-Jahren zurück, beispielsweise auf die beiläufigen Alltagserkundungen William Egglestons und Stephen Shores. Wer sich auf Diergartens Werke einlässt, sieht in ihnen keine banalen Fassaden oder Häuser mehr, sondern abstrakte Kompositionen, die in einer fein abgestuften Farbigkeit eine nahezu malerische Qualität gewinnen. Seine Fotografien setzen auf einen bewusst langsamen Wahrnehmungsvorgang und stehen damit ganz im Gegensatz zur grellbunten Bilderflut, die uns mit immer größerer Geschwindigkeit trifft. So kann man Götz Diergarten auch als Bewahrer einer großen fotografischen Tradition sehen.

Illus. (c) Götz Diergarten

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Stephen Shore Church Street and Second Street, Easton, Pennsylvania, June 20, 1974 © Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery New York

Stephen Shore Church Street and Second Street, Easton, Pennsylvania, June 20, 1974 © Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery New York

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Der Rote Bulli

Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie

11. September 2010 – 16. Januar 2011

NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Düsseldorf

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PR-Text: Stephen Shore als der US-amerikanische Inspirator der berühmten deutschen Becher-Klasse?

Mit dieser spektakulären These untersucht die Ausstellung “Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie” des NRW-Forum Düsseldorf erstmals ein bedeutendes Kapitel der jüngeren Fotogeschichte: Den transatlantischen Einfluß auf die Fotografie der 1970er und 80er Jahre. Ihr Kern markiert eine Künstlerfreundschaft, die im Jahre 1973 in New York ihren Anfang nimmt. In der US-Metropole lernt der 26jährige Stephen Shore die Düsseldorfer Fotografin Hilla Becher kennen, deren typologische Bilddokumentation von Wassertürmen, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernd Becher erstellt hat, im Vorjahr in der renommierten Galerie von Ileana Sonnabend gezeigt wurde. Zwei Jahre danach werden Stephen Shore (als einziger Farbfotograf) und das Ehepaar Becher (als einzige europäische Position) in der legendären Gruppenausstellung New Topographics präsentiert. So erkundet die Ausstellung die Frage, wie die von Bernd Becher geleitete Fotoklasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, deren erste Generation später Weltruhm erlangt, sich von US-amerikanischen Sujets und Bildkonzepten der 1970/80er Jahre inspirieren ließ. In Konfrontation mit dem fotografischen Werk von Stephen Shore werden die transatlantischen Einflüsse auf die Becherklasse kaleidoskopartig präsentiert. Die Ausstellung zeigt umfassend in frühen Arbeiten die Entstehung der Neuen Düsseldorfer Fotografie.

Teilnehmende Künstler:

Stephen Shore, Bernd und Hilla Becher, Thomas Struth, Axel Hütte, Tata Ronkholz, Miles Coolidge, Martin Rosswog, Thomas Ruff, Candida Höfer, Claus Goedicke, Simone Nieweg, Stefan Schneider, Kris Scholz, Wendelin Bottländer, Elger Esser, Andreas Gursky, Boris Becker, Bernhard Fuchs, Laurenz Berges, Andi Brenner, Volker Döhne, Claudia Fährenkemper, Matthias Koch

Illus.: courtesy NRW-Forum Kultur und Wirtschaft

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© Jan Banning. Yemen, 2008

© Jan Banning. Yemen, 2008

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Jan Banning Bureaucratics

10. September – 24. Oktober 2010

Städtische Galerie Iserlohn

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Virtual Exhibition: Night and Day

2 09 2010

Von der Romantic Comedy bis zum Actionthriller: In den wenigsten Hollywood-Filmen fehlt er, der Blick auf das Lichtermeer einer Stadt. Es übt eine besondere Faszination aus, die Weite einer urbanen Ansiedlung reduziert auf ein helles Blitzen und Blinken von Lichtern im Dunkeln vor sich ausgestreckt zu sehen. Die Ausmaße urbaner Ansiedlungen scheinen sich ins Unendliche zu dehnen, während die architektonischen Strukturen selbst nur schemenhaft auszumachen sind. Stadt wird zum abstrakten Lichterspiel.

Verschiedene Künstler und Künstlerinnen beschäftigen sich mit Architektur im Dunklen, in der Nacht. Eine Thematik, die vor allem den Fotografen technisch einiges abverlangt – die Verschlusszeiten sind länger, Licht und Farben in der Dunkelheit in Griff zu bekommen ist anspruchsvoll -, die aber gerade hier besonders ausdrucksstarke Inhalte transportiert. In der Nacht sind eben nicht alle Katzen grau, sondern es lassen sich manche überraschende Beobachtungen anstellen und vielschichtige Einsichten gewinnen, die in der Hektitk des Tageslicht verloren gehen.

Romantic comedy or action thriller: hardly any hollywood movie lacks it, the view from above on the sea of lights of a nightly city. It is fascinating to see the vastness of urban settlements reduced on bright blinking and sparkling in the dark. They seem to extend infinitely, while the actual urban architectures can only be seen dimly. City becomes an abstract “play of lights”.

Several artists focus on the subject of architecture at night, which is very demanding to photographers in particular. Yet it also offers the possibility of very expressive takes: they make surprising observations and gain multifaceted insights which are easily overlooked during the hectic daylight.

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Juliane Eirich, Supermarket, Korea Diary, 2007/08

Juliane Eirich, Supermarket, Korea Diary, 2007/08 © J. E.

Juliane Eirich, Ship, Korea Diary, 2007/08

Juliane Eirich, Ship, Korea Diary, 2007/08 © J. E.

Die Fotografien von Juliane Eirich fangen die spezielle Aura von Orten nachts ein. Dabei geht es Eirich jedoch nicht um die Effekte des nächtlichen Hell-Dunkel-Spiels barocker Darstellungen bei Kerzenlicht, sondern vielmehr um die unverfälschte, klare Perspektive des außenstehenden Beobachters. Mit distanziertem Blick zeigen ihre Nachtaufnahmen meist menschenleeren Aufnahmen, die dem Betrachter die Möglichkeit bieten, dem lauten und immer hektischer werdenden Alltag zu entfliehen.

In einem technisch aufwendigen und langwierigen Prozess fängt Eirich ihre Motive ein. “Diese Orte scheinen mir wie ein Schauspiel, das keine Zuschauer sucht. …mir gefällt, dass sie normalerweise nicht viel Aufmerksamkeit bekommen, vor allem nicht nachts”, sagt sie.

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Matthias Haun, Wellblechhaus 1, Tokyo 2006 ©

Matthias Haun, Wellblechhaus 2, Tokyo 2006 ©

Matthias Hauns 2006 begonnene Serie Contemporary Fine Daydreams zeigt die ungesehenen, alltäglichen Seiten von Metropolen wie Paris, Tokyo, L.A., Nagasaki. Seine Bilder rücken das Unscheinbaren in den Blick und “verhelfen” ihm dazu, neben dem Stereotypen zu bestehen.

“Obwohl Hauns Motive die großen Städte der Welt sind, deren mediales Bild teilweise schon bis zum Überdruss veröffentlicht ist, präsentiert er einen ganz anderen Blick auf diese Städte. Seine Digital-Aufnahmen gehorchen gerade nicht den gängigen touristischen Sehmustern – und statt den Aufnahmen digital mehr Schärfe, Kontrast und knalligere Farben zu verleihen, nutzt er die digitalen Möglichkeiten vor allem, um Silhouetten zu verbergen und Ansichten zu fragmentieren. Digital nachbearbeitet wird nicht zur Korrektur der Aufnahmen, sondern zur malerischen Intervention ins Bild.”

(Info aus einem Text von Benno Schirrmeister, Webseite Matthias Haun)

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"Pontualité non récurrente" aus der Serie "Immaculate", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 ©Ruben Brulat

"Pontualité non récurrente" aus der Serie "Immaculate", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 © Ruben Brulat

"Pontualité non récurrente" aus der Serie "Immaculate", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 ©Ruben Brulat

"Pontualité non récurrente" aus der Serie "Immaculate", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 © Ruben Brulat

Der französische Fotograf Ruben Brulat setzt seinen Körper ein, um die Beziehung des Einzelnen zur Welt zu zeigen, seine Schutzlosigkeit, seine Unschuld, seine Macht – er fotografiert sich selbst nackt und bei Nacht vor und mit urbanen Gebäuden. Er geht dabei nach einem genau konzipierten Drehbuch vor.

Sein Körper wird zur Eigenprojektion im großen Ganzen, nimmt Besitz von der Architektur der Häuser, tritt in Wechselwirkung zur Umwelt, sein Ich tritt in eine Symbiose ein mit der ihn umgebenden (Stadt-)Landschaft.

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Untitled 1862, 1996 © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 1862, 1996 © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 2611-a, 2000 C-Print 75 x 95,5 cm © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Untitled 2611-a, 2000 C-Print 75 x 95,5 cm © Todd Hido Courtesy Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Todd Hido ist vor allem für seine Nacht-Fotografien bekannt, in denen er menschenleere Vororte und Straßenränder dokumentiert. Seine Inspiration findet er vor allem in der Vergangenheit, Momentaufnahmen seiner Kindheit – etwa die Atmosphäre des amerikanischen Vororts, in dem er aufwuchs. In seiner Serie “House Hunting” hat der Fotograf Außenfassaden in Häusersiedlungen aufgenommen, deren beleuchtete Fensterscheiben ihre Bewohntheit signalisieren – dennoch wirken sie befremdlich und verlassen.

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