Merry Christmas and a happy New Year!

23 12 2010
Winterwonderland ... Foto: SK

Winterwonderland ... somewhere in Heidelberg, Foto: SK

deconarch.com wünscht allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest – hoffentlich ohne noch mehr Schneechaos, aber natürlich trotzdem weiß! – und einen wundervollen Start in ein erfolgreiches und kreatives 2011!

Dear readers, have a wonderful Christmas season – without snow chaos! – and a great start into a successful and creative 2011!

Deconarch.com will be back soon – with several exciting interviews, book reviews, exhibitions, … Come and see! :-)




Naomi Schencks “Archiv verworfener Möglichkeiten” in Berlin

18 12 2010

Berlin gallery Petra Rietz Salon presents photo montages by Naomi Schenck. Schenck, being a stage designer, collected documentary photos of locations which were available as sets for German TV productions (but haven’t been chosen in the end). She combines the pictures in diptychs and triptychs, arranging them only following stylistic decisions. Thus a Namibian library might meet the back room of a Hamburg store.

aus: ARCHIV VERWORFENER MÖGLICHKEITEN

aus: ARCHIV VERWORFENER MÖGLICHKEITEN © N. Schenck

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Archiv verworfener Möglichkeiten
Fotografien von Naomi Schenck
11.12.2010 bis 22.01.2011

Petra Rietz Salon Galerie
Berlin

www.petrarietz.com

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PR-Text: Naomi Schencks Material ist ein Fundus von Arbeitsfotografien. In dem titelgebenden „Archiv verworfener Möglichkeiten“ sammelt sie seit vielen Jahren den Ausschuss ihrer Arbeit als Szenenbildnerin für Kino- und Fernsehfilmproduktionen, Tausende von Motivfotos vorgeschlagener Drehorte, die nicht zum Zuge kamen. Aus diesem Fundus wählt sie, von einem formalen, kompositorischen Interesse geleitet, Einzelbilder aus, löst sie aus ihrem zeitlichen, räumlichen und zweckgebundenen Kontext, und setzt sie zu vertikalen Diptychen und Triptychen zusammen. Auf diese Weise landet zum Beispiel die namibische Nationalbibliothek über dem Hinterzimmer eines Hamburger Elektrogeschäfts oder die Küche einer irischen Familie über den verlassenen Kellergängen eines Ostberliner Schwimmbads. Die Bilder werden randlos aneinanderfügt. Es entsteht eine Raumflucht, die so sinnfällig, zusammengehörig und von einem magischen Sog durchdrungen ist wie Räume in einem Traum oder auf einem Storyboard.

aus: ARCHIV VERWORFENER MÖGLICHKEITEN

aus: ARCHIV VERWORFENER MÖGLICHKEITEN © N. Schenck

Der funktionale Entstehungskontext bleibt den Fotografien dabei eingeschrieben, als eine Art Resonanzboden, der im Hintergrund mitschwingt. Die industriellen Produktionsbedingungen der Filmbranche – ihre von Zeit- und Kostenbudgets formierte Motivsuche, die standardisierte Verfertigung der Fotografien, aber auch deren in jahrzehntelanger Übung zu „blinder“ Routine geronnene handwerkliche Qualität – liegen als diskrete Tiefenschicht hinter dem, was die Bilder zeigen: Menschenleere Innenräume, zumeist aus der gleichen Perspektive (etwas tiefer als Augenhöhe) und mit dem gleichen Objektiv (28er Brennweite) aufgenommen, ohne zusätzliche Lichtquellen zur vorhandenen Beleuchtung.

Der künstlerische Prozess beginnt mit der Sichtung der Sammlung – der Umnutzung des Archivs als Fundus. Die Künstlerin entreißt die Bilder der Flüchtigkeit ihres Verwertungskontexts, sie erlaubt ihnen zu verweilen. Das Vorgefundene, Dokumentierte lässt sie gänzlich unangetastet. Die künstlerische Intervention beschränkt sie auf seine beinah berührungsfreie Umordnung. So gelingt es Naomi Schenck, das darin enthaltene Geheimnis und die darin verwahrten Möglichkeiten ungeschmälert durch den Filter des künstlerischen Zugriffs passieren zu lassen – und die verworfenen Räume selbst, nicht bloß die sie dokumentierenden Bilder, dem Betrachter zur Erforschung zu überlassen.

Naomi Schenck, geboren 1970 in Santa Monica, USA, ausgebildet in Malerei und Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf, arbeitet seit 1996 als Szenenbildnerin für Film- und Fernsehproduktionen und schreibt Stücke für Theater und Hörfunk. Das „Archiv verworfener Möglichkeiten“ ist ein konzeptkünstlerisches Projekt; weitere Projekte sind in Planung, darunter ein Film mit dem Arbeitstitel „Das Leben aus Sicht der Häuser“.

Info + illus. courtesy Petra Rietz Salon Galerie




“Es ist spannend, die Kunstwerke in einem ganz neuen, fremden Kontext zu sehen.” Interview mit Amrei Heyne

12 12 2010

Die Stuttgarter Galeristin Amrei Heyne verfolgt ein eher ungewöhnliches Konzept: Sie agiert ohne fixen Ausstellungsraum und stellt an verschiedenen Orten aus – aktuell etwa in der galerie ak 1, Stuttgart, wo sie ihre “Dezemberschau” (9.-19.12.2010) präsentiert. Sie vertritt zur Zeit sechs Künstler, unter denen sich mehrere insbesondere der Architekturfotografie verschrieben haben. Im Interview mit deconarch.com stellt Amrei ihre Arbeit näher vor.

Mehr Informationen unter www.amreiheyne.de

INTERVIEW

Amrei, du bist seit 2 Jahren als selbständige Galeristin tätig und verfolgst ein eher ungewöhnliches Konzept – kannst du das ein wenig näher erläutern?

Ja, ich arbeite mit einem etwas anderen Konzept: Ich mache Ausstellungen auch in Kooperation mit anderen Ausstellern und Kreativen an und in diversen Locations im Moment in Stuttgart und Umgebung ich habe also bewusst keine fixen Galerieräume. Sechs Künstler betreue ich fest und arbeite daneben immer wieder mit Gästen.

Was ist der Vorteil davon, an ungewöhnlichen Orten auszustellen und keine feste Galerieräume zu haben?

Ich möchte eigentlich keine sehr langdauernden Ausstellungen machen, sondern finde es viel spannender, für einen relativ kurzen Zeitraum etwas Interessantes und nicht Wiederholbares zu liefern. Der Ort – manchmal ein Unort –, die Umgebung wird immer mit einbezogen. Es ist spannend, die Kunstwerke in einem ganz neuen, fremden Kontext zu sehen und manchmal auch ganz schön mutig.

Wieso die Entscheidung, als Galeristin zu arbeiten?

Ich würde sagen: der Beruf „Galerist“ hat mich gefunden. Mein Interesse an zeitgenössischer Kunst war immer schon groß und lässt nicht nach, ja ich lerne täglich hinzu!. Meine Biografie hat mich immer wieder zu Künstlern geführt. Mit vielen, die ich vertrete, bin ich seit Jahren freundschaftlich verbunden. Meine Ausbildung ist übrigens eine kaufmännische. Ich habe viele Jahre für einen Architekturfotografen gearbeitet, dies lehrte mich schlichtweg zunächst einmal “Fotos zu sehen” oder auch gut zu finden oder eben nicht. Es fiel mir leicht, mich für bestimmte Aufnahmen mehr zu begeistern als für andere. Dies prägte sicherlich meine Sichtweise hinsichtlich Architektur- und -fotografie. Dennoch glaube ich, dass man beweglich und offen für Neues bleiben muss – und das gilt für mich für jede Kunstrichtung! Hier gibt es sehr viel Spannendes zu entdecken. Ich bin sehr glücklich über diese Entscheidung – für mich genau das Richtige.

Du arbeitest mit sechs Künstlern zusammen, die du vertrittst. Nach welchen Kriterien wählst du diese Künstler aus? Gibt es eine Grundlinie, die diese verbindet? Was ist das Besondere an deren Schaffen?

Zuallererst muss m i c h ihre Arbeit faszinieren und begeistern. Nicht mehr und nicht weniger. Ich muss etwas Besonderes entdecken. Jeder Künstler zeichnet sich durch einen eigenen Stil aus. Ich mag eigentlich nicht mit Künstlern arbeiten, die unwillkürlich mit anderen zeitgenössischen „Kollegen” verglichen werden oder deren Arbeit aussieht, so wie die von Herrn X oder Frau Y. Es ist viel interessanter, anderen Menschen „meine” Künstler näherzubringen und sie im besten Fall für diese Arbeiten zu begeistern

Gleich drei Künstler beschäftigen sich mit Architekturfotografie …

Mit dem Medium Fotografie beschäftige ich mich am längsten. Vielleicht ändert sich das in ein paar Jahren und ich weiß irgendwann mehr zur Malerei zu sagen. Da ich meine künstlerische „Prägung“ sozusagen über die Architekturfotografie erhalten habe, wie schon gesagt, ist es keine Überraschung, dass viele „meiner“ Künstler sich mit diesem Bereich beschäftigten. Klaus Frahm, Heiner Leiska und Werner Pawlok arbeiten häufig mit dem „Medium” Architektur, weil sie uns einfach umgibt, aber ich zeige dennoch sehr häufig auch andere gänzliche unbekannte Arbeiten von ihnen, sehr Experimentelles etwa, aber auch Porträts von Menschen.

Willst du kurz ein paar Künstler näher vorstellen?

Sicher. Stellvertretend würde ich gern Tanja Maria Ernst, Ernst Friedrich Drewes und Klaus Frahm nennen, deren Arbeiten in der DEZEMBERSCHAU (9.-19.12.2010) – zusammen mit Werken von Uwe Ditz, Roland Halbe, Andreas Körner, Heiner Leiska, Felix Müller und Werner Pawlok – in der ak1 Galerie mitten in Stuttgart zu sehen sein werden

Tanja Maria Ernst halte ich für eine der besten zeitgenössischen Malerinnen Deutschlands, sie arbeitet kontinuierlich an und mit Themen unserer Zeit. Ihre Bilder sind von höchstem handwerklichen Niveau, das bestätigt jeder, der einmal ein Original von ihr gesehen hat. Wir werden noch viel von ihr hören bzw, sehen. Ernst Friedrich Drewes beschäftigt sich schier unerschöpflich mit dem Ornament. Seine Reliefs – er nennt sie Linienbilder – sind etwas Einmaliges. Klaus Frahm wiederum ist Fotograf mit Leib und Seele, er fotografiert nicht einfach, sondern interpretiert mit jeder seiner Serien, von denen manche Jahre dauern. Ich bin sehr stolz, mit ihm zu arbeiten, und finde seine Arbeiten auf das Schönste zeitlos.

Welche Ausstellungen hast du in der nächsten Zukunft geplant?

Im März / April 2011 wird es von mir in der f75 eine neue Ausstellung mit Fotoaufnahmen des Stuttgarter Fotografen Jürgen Pollak geben. Weitere Dinge sind in Planung, die werde ich rechtzeitig kommunizieren.

Und aktuell ist wie gesagt die DEZEMBERSCHAU in Stuttgart zu sehen.

Was ist charakteristisch für deine Arbeit?

Sehr wichtig ist es, dass man – und das gilt doch für jeden Beruf – seine Arbeit mit Freude tut und sein Bestes gibt. Ich möchte immer das Gefühl haben, man arbeitet gern mit mir zusammen und befruchtet sich im Arbeitsprozess gegenseitig…auch,möchte ich eigentlich nur noch mit Menschen zusammenarbeiten, mit denen es Spaß macht ;-) – nur so kann man letztendlich erfolgreich sein.




2x Stuttgart: Elmar Haardt und Nikolaus Grünwald

10 12 2010

Two photo shows in Stuttgart tracing the subtle details and characteristics of as different locations as Hong Kong and European suburban areas. Nikolaus Grünwald captures the outside uniformity of the now-Chinese-again metropolis’ architecture and presents their “uniform variety”: it is numerous details that vary. Elmar Hardt, however, opposes works from three different series, taken of three different locations. Facing each other these locations suddenly appear similar, interchangeable, undefined.

Nikolaus Grünwald | Sleeper in Metropolis 3

Nikolaus Grünwald | Sleeper in Metropolis 3

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Nikolaus Grünwald | Sleeper in Metropolis

1. Dezember 2010 bis 21. Januar 2011

f75 Fotogalerie, Stuttgart

http://www.f-75.de

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Nikolaus Grünwald | Sleeper in Metropolis 12

Nikolaus Grünwald | Sleeper in Metropolis 12 © N. Grünwald

PR-Text: Sleeper in Metropolis · Die Bilder der Ausstellung entstanden im Januar/Februar 2009 bei seinem ersten Besuch in Hongkong, in jener Stadt, die ihn vom ersten Moment an in den Bann gezogen hat. Ihn interessierte der Zwiespalt zwischen ausgesprochen schöner Landschaft und geradezu brachialer Bebauung. Nüchtern häßliche Häuser, dicht an dicht, auf den ersten Blick eines wie das andere und doch in vielen Details voneinander verschieden. Das Resultat ist uniforme Vielfalt. Einsamkeit und Anonymität der Bewohner sind greifbar und doch leben alle friedlich nebeneinander her und funktionieren.

Nikolaus Grünwald wurde 1974 in Leonberg geboren. Er hat zunächst Jura studiert und mit dem Staatsexamen abgeschlossen, sich dann aber – als Autodidakt – der Fotografie zugewandt. Seine Schwerpunkte: Architektur, Dokumentation, People.

Info + Illus. courtesy f75

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 Bonnekampstraße 2007 aus der Serie Nord © Elmar Haardt

Bonnekampstraße 2007 aus der Serie Nord © Elmar Haardt

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Elmar Haardt | DREI ORTE

17. November 2010 – 31. Januar 2011

vhs-photogalerie, Stuttgart
www.vhs-photogalerie.de

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PR-Text: Landschaften und Menschen sind die fotografischen Motive, die Elmar Haardt (* 1974) an den unterschiedlichsten Orten aufnimmt und in seriellen Arbeiten zu subtilen Bestandsaufnahmen menschlichen Daseins verarbeitet. Die Ausstellung DREI ORTE zeigt erstmals eine Auswahl der Serien Bondeno, Topografien der Durchfahrt und Nord, die in den letzten vier Jahren in der italienischen Po-Ebene, in der Schweizer Region des Gotthardt-Straßentunnels und im nördlichen Stadtgebiet von Essen im Ruhrgebiet entstanden sind.

Nordrampe 2008 aus der Serie Topgrafien der Durchfahrt © Elmar Haardt

Nordrampe 2008 aus der Serie Topgrafien der Durchfahrt © Elmar Haardt

Drei Orte mit eigenen lokalen Charakteristika, die innerhalb ihrer visuellen Gegenüberstellung jedoch überraschende Ähnlichkeiten aufweisen. An jedem Motiv, das heißt an der Wirklichkeit selbst, legt der Künstler eine Struktur frei, die die visuellen Phänomene der ihm fremden Lebenswelten sichtbar werden lassen und die über den dokumentierten Ist-Zustand hinausweisen. Die motivisch eher unspektakulären Situationen zeigen gerade in ihrer alltäglichen Selbstverständlichkeit das Ungewöhnliche, wenn nicht gar Groteske menschlicher Lebensumgebungen. Landschaft und Wohneinrichtung werden hier als Sinnbild menschlichen Befindens interpretiert. Dabei birgt der distanzierte Blick des Fotografen ein gewisses Gefühl der Ortlosigkeit, das sich in den Ansichten aller drei Orte wieder findet und diese miteinander verbindet.

Elmar Haardt wurde 1974 in Essen geboren. Nach seinem Magisterabschluss der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Philosophie studierte er Fotografie an der Berliner Schule Fotografie am Schiffbauerdamm. Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Ausstellungen, unter anderem in Berlin, Essen und der Schweiz gezeigt. Er lebt in Berlin und München.

Info + Illus. courtesy vhs photogalerie




Guest contribution Media facades: When buildings start to twitter

7 12 2010

deconarch.com is delighted to present you an exclusive guest contribution: In his article and the accompanying movie, architect Thomas Schielke writes about “Media facades: When buildings start to twitter”. The movie is a shortened version of the lecture, „The semiotics of media facades – When buildings start to twitter” that was presented at the Parsons The New School for Design in New York in 2010.

Schielke designed an extensive online guide for architectural lighting, leads lighting workshops and publishes articles on lighting design and technology internationally.

Read more about Thomas Schielke and arclight below.

The timeline depicts international media facades with their different artistic, social or brand messages up to interfaces like iPhone Apps or brain sensors for public participation. The movie is a shortened version of the lecture, „The semiotics of media facades – When buildings start to twitter” that was presented at the Parsons The New School for Design in New York in 2010.

Luminous tweets and retweets
During the day, façade structures with their windows and material combinations grant a specific building image to the public. However, after sunset electrical light is the medium for an architectural image. The light appearance sends an atmospheric signal to the citizens like hang on in front of an asleep structure, look at an inviting but static façade or enjoy a vivid architecture sharing short stories. In the last decade, media facades have become a widespread element for luminous tweets. They establish a network between the building owner and the citizens, sometimes driven by aesthetical debates, other times by commercial intentions to avoid traditional light advertisement.
The pursuit of persuasion by way of big screens gives the impression that size receives a higher relevance than content, comparable with the large amount of trivial tweets in Twitter. Various media facades appear as monumental monologues repeating a fixed animation daily. A few facades use signals from the environment and transform them into a play of light and shadow. Others emerge as urban dialogues when buildings show combined moving pictures. Some even allow people to send messages to the building to receive luminous retweets. They turn the city into a community following the dialogue and with the respective Apps may possibly even gain a following community worldwide.

The historical overview of international projects covers various lighting methods and techniques from lighting designers as ag4, Arup Lighting, blinkenlights, Fusion, LAb[au], Licht Kunst Licht, L´Observatoire International, Mader Stublic Wiermann, Okayasu Izumi, magic monkey, Matthew Tanteri, Onur Sonmez , Qosmo, realities:united, StandardVision, Urbanscreens, Uwe Belzner, Yann Kersalé and architecture like Asymptote Architecture, Frank Gehry, Jean Nouvel, O.M. Ungers, Peter Cook, Peter Marino, UN Studio, schneider + schuhmacher, Simone Giostra, WOHA architects1. Artists like Doug Aitken, Jaume Plensa, Kurt Hentschläger and Zhong Song are included in the timeline as well.

Thomas Schielke
www.arclighting.de

Thomas Schielke, born 1973, studied architecture at the University of Technology in Darmstadt, Germany. During the course of his studies he worked as a research assistant at the department for Building Design and Lighting Technology for Prof. Hofmann.

He has been in charge of the didactic and communication division at the lighting manufacturer ERCO since 2001 where he designed an extensive online guide for architectural lighting, leads lighting workshops and publishes internationally articles on lighting design and technology. He is author of the book “Light Perspectives – between culture and technology”. This book covers the actual qualities of light, the relationship between light and space, finally, the dimension of light as it relates to culture – based on paired terms to explore the design dimension of light.

Additionally, he lectures at different universities.
His dissertation at the University of Technology in Darmstadt analyses architectural lighting.




Weissenhof Symposium 2010 “Gestalt der Bewegung”

6 12 2010

Morgen, 7.12.10, findet ein interdisziplinäres Symposium zur “Gestalt der Bewegung” im Stuttgarter Weissenhof-Institut statt. Im Anschluss daran wird der Release des Buches “update! 90 Jahre Bauhaus – und nun?” gefeiert.

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Weissenhof Symposium 2010
Gestalt der Bewegung
am 7. Dezember 2010 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

ab 9.30h bis 19.00h

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Mehr Infos
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Bewegung ist elementar und flüchtig zugleich, sie ist grundlegende Vorraussetzung für das Überleben und für unsere Kultur. Bewegung ist die Basis der Entdeckung, Vermessung und Erschließung unserer Lebenswelt.

Das interdisziplinäre Symposium des Weißenhof-Instituts wird die Bedeutung der Gestalt von Bewegung und von Bewegung auf die Gestaltung aus unterschiedlichen Perspektiven erörtern. Die eingeladenen Referenten aus den Disziplinen darstellende und bildende Kunst, Architektur, Design, Medien – und Kulturwissenschaft, Soziologie, Kunstwissenschaft, etc. werden zur Bedeutung und Darstellung von Bewegung in Kunst, Architektur und Design historische Entwicklungen illustrieren, grenzüberschreitende Zusammenhänge verdeutlichen und aktuelle sowie zukünftige Tendenzen diskutieren.

Programm

09.30 Uhr
Petra von Olschowski (Direktorin, ABK): Begrüssung
Prof. Annett Zinsmeister (Leitung des Weißenhofinstituts, ABK): Gestalt der Bewegung ‐ Einführung

10.00 Uhr
Mobile und Stabile
Prof. Dr.Ing.habil. Dr. phil. Margitta Buchert
(Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, Leibniz Universität Hannover)

Wie wird Bewegung als eine spezifische Form von Präsenzerfahrung in gestalterischen Artikulationen in der Architektur und den Künsten thematisiert und wahrnehmbar? Welche Eigenschaften von Bewegungsphänomenen können unterschieden werden? Relationen von Wahrnehmungsformen, gestalterischer Handlung und kulturellen Kontexten werden exemplarisch skizziert und in Bezug auf ihre zeitgenössische Relevanz reflektiert.

10.45 ‐ 11.30 Uhr
Der mobilisierte Betrachter
Dr. Söke Dinkla
(Kuratorin, Leitung Kulturhauptstadtbüro Ruhr 2010)

Vom “Dynamismo” des Futurismus über die Beschleunigung des Blicks in der Kinetischen Kunst bis zur Immaterialisierung in der digitalen Kunst die Kunst des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts setzt den Betrachter in Bewegung voraus. Aufbauend auf den historischen Vorläufern stellt Söke Dinkla anhand vielfältiger Beispiele die zeitliche Dimension der aktuellen Kunst im öffentlichen Raum zur Diskussion. Der Betrachter im Transit hat deutliche Spuren in der Werkkonzeption der aktuellen Kunst hinterlassen.

11.30 Uhr Kaffeepause

11.45 ‐ 12.30 Uhr
Choreographic Objects: traces and artifacts of physical intelligence
-Vortrag in englischer Sprache-
Dr. Scott de Lahunta
(Choreograph, Autor und Leiter des Forschungsprojekt „Motion Bank“ von William Forsythe)

In addition to live performances for an audience, the choreographers have begun to explore the potential of interactive digital media and related technologies to document, represent, transmit and disseminate aspects of their artistic practice. This talk will focus on varieties of informationrich resources they have created (including online interactive scores, digital dance archives, choreographic software agents and realtime training simulations).

12.30 ‐ 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 ‐ 14.15 Uhr
Bewegungsform und Lebensform. Moderne Arbeitswissenschaft und die Rhythmisierung des Lebens
Prof. Dr. Inge Baxmann
(Institut für Theaterwissenschaft, Universität Leipzig)

Die moderne Arbeitswissenschaft und ihr Ideal der Bewegungsökonomie basierte auf der Notation von Bewegung, die von Arbeitern inkorporiert werden sollten. Man wollte mentale Dispositionen und Verhaltensstile einüben, da diese neuen Körpertechniken des Wissens nicht nur die Veränderung der Arbeitspraktiken, sondern der gesamten Lebensformen umfassten

14.15 ‐ 15.00 Uhr
Taste, Trackpad, Trägheitssensor
Prof. Dr. Claus Pias
(Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien, Leuphana Universität Lüneburg)

Der Vortrag beschäftigt sich mit Bewegungsformen an Interfaces. Dabei geht es weniger um die Experimente der Medienkunst als um alltägliche Anwendungen, bei denen einfache Auslösevorgänge zunehmende durch komplexere Bewegungen ersetzt werden.

15.00 Uhr Kaffeepause

15.15 ‐ 16.00 Uhr
Landschaft in Bewegung
Prof. Christophe Girot
(Institut für Landschaftsarchitektur, ETH Zürich)

Aktuell entsteht eine neue Hermeneutik der Landschaft durch neue Darstellungstechniken die unsere Wahrnehmung und unser Ortsverständnis verändern. Beispiele großmasstäblicher Infrastruktur Projekte in den Alpen mit massiven Geländetransformationen zeigen die Ironie, dass Naturformen, die sich durch solche Projekte profilieren, in ihre Gestalt zunehmend Technologie abhängig werden.

16.00 ‐ 16.45 Uhr
Die Poesie der Bewegung in der Architektur
Prof. Michael Schumacher
(Institut für Entwerfen und Konstruieren, Leibniz Universität Hannover)

Die Poesie einer Bewegung ist kein automatisches Nebenprodukt ihrer funktionalen oder wirtschaftlichen Optimierung. Schöne Bewegungen erhöhen deutlich den Nutzwert von Gegenständen. Sie bilden einen Teil unserer kulturellen Identität.

16.45 Uhr Kaffeepause

17.00 – 17.45 Uhr
Wie werden wir uns morgen bewegen? Mobilität zwischen Stau und Befreiung.
Prof. Dr. Stefan Carsten
(Institut für Transportation Design, HBK Braunschweig)

Die mobile Gesellschaft der Gegenwart ist eine automobile Gesellschaft. Die mobile Gesellschaft der Zukunft bewegt sich dagegen situativoptimal im Raum. Dabei stellt sich unter anderem die Frage, welche Rolle z.B. das Auto in Zukunft noch spielen wird.

17.45 ‐ 19.00 Uhr
Abschlussdiskussion
Resumee und Diskussion auf dem Podium mit allen Referenten

vorr. 19.00 Uhr
Apero und Bookrelease

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