“Berlinscapes” by Tuca Vieira at Gallery 1500

29 03 2011

Tomorrow in New York: 1500 Gallery presents “Berlinscapes” by Brazilian photographer Tuca Vieira, winner of the 2010 Premio Porto Seguro, the most important annual art photography prize in Brazil. That’s worth a mention – and the more so as deconarch.com has presented Tuca’s work in an interview and I’ve actually been around when he was working on the great photographs in Berlin! Congratulations Tuca!

Link to Interview

Berlinscapes #5 Digital C-Print 47.2" x 37.0" (120 x 94 cm), Edition of 5

Berlinscapes #5 Digital C-Print 47.2" x 37.0" (120 x 94 cm), Edition of 5 © T. Vieira

.

.

Tuca Vieira: Berlinscapes

March 30 – July 30, 2011

1500 Gallery, New York

www.1500gallery.com

There will be a reception for the artist at 1500 Gallery on Wednesday, March 30, 6-8 pm, with caipirinhas courtesy of Leblon Cachaça.

.

.

.

 


Berlinscapes #3 Digital C-Print 47.2" x 37.0" (120 x 94 cm), Edition of 5

Berlinscapes #3 Digital C-Print 47.2" x 37.0" (120 x 94 cm), Edition of 5 © T. Vieira

PR-Text: Drawing on the formal rigor and architectural inspiration of the Düsseldorf School, Vieira creates his own distinctive style. Berlinscapes depicts functional architecture but in a nocturnal setting, with sensual lighting. One could describe it as a “tropicalization” of German photography’s rigidity and formality – “Germany meets Brazil”. Made during Vieira’s 2009 artist residency in Berlin, this body of work highlights the contrasts and juxtapositions of “old Berlin” and “new Berlin”, revealing traces of not only divergent prosperity, but also the great battles for territorial and ideological conquest that caused it. If, on one hand, the physical presence of man escapes the viewfinder, on the other it is reinforced by clear evidence of man’s effect on the landscape through monuments and markings, denoting conquests and circumscribing the course of history. From these fragments, the city of Berlin emerges in all its complexity.

Vieira is from Sao Paulo and from 2004-2009 worked as a reporter and photojournalist for the Brazilian newspaper Folha de São Paulo. Since 2002 Vieira has worked on personal projects relating to cityscapes, architecture and urbanism. His work is present in the collections of the Sao Paulo Museum of Art (Brazil), Itaú Cultural (Brazil), and the Kiyosato Museum of Photographic Arts (Japan), among others. For more information on Tuca Vieira please visit his page on 1500′s website: www.1500gallery.com

Berlinscapes #17 Digital C-Print 47.2" x 37.0" (120 x 94 cm), Edition of 5

Berlinscapes #17 Digital C-Print 47.2" x 37.0" (120 x 94 cm), Edition of 5 © T. Vieira

About 1500 Gallery: 1500 Gallery is located in New York City’s West Chelsea gallery district and specializes in Brazilian photography – the first gallery in the world with this explicit focus. 1500 represents several of the most recognized Brazilian art photographers, both emerging and established, with works present in major collections in Brazil and worldwide. 8 of 1500’s photographers are present in the Sao Paulo Museum of Art’s collection of photography. 1500 was founded in 2010 by Alexandre Bueno de Moraes and Andrew S. Klug. For more information, visit www.1500gallery.com

Info + illus. courtesy 1500 Gallery

 

 

 





Chris Durham’s Belfast series in Cologne

21 03 2011

For one more week, you can see Chris Durham’s “Belfast” series in Cologne. London born photo artist Durham travels various countries and documents topographically relevant aspects. So he did e.g. in Germany where he portrayed the remains of the former border between east and west in 2004, as well as in Cyprus, when photographing the decaying Nicosia International Airport – shut down in 1974 after the brutal separation of the island into northern and southern Cyprus. And so he did in Northern Ireland in 2009, where Durham photographed in the confessionally separated quarters. There he found telling murals, condensing the on going conflict in few words and images.

Belfast: Senna’s Kitchen

Belfast: Senna’s Kitchen

 

 

.

Chris Durham | Belfast

Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur

Köln

20. Januar 2011 bis 27. März 2011

www.sk-kultur.de/photographie

.

.

Belfast: Free Our Prisoners

Belfast: Free Our Prisoners

PR-Text: Die Bildreihe Belfast steht exemplarisch für das photographische Schaffen des 1964 in London geborenen Künstlers Chris Durham. Seit Beginn seiner künstlerischen Arbeit im Jahr 1994 verbindet sich sein photographisches Tun mit genau geplanten Reiserouten und Wanderungen, wobei er sich vor allem mit dem Thema der Stadtlandschaft und der natürlichen Landschaft auseinander setzt. So hat er verschiedene Länder wie insbesondere Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Zypern oder wie im gegebenen Fall Nordirland bereist und hinsichtlich seiner Werkgruppen topographisch relevante Aspekte herausgegriffen. In den letzten Jahren richtet sich sein Interesse bevorzugt auf Gebiete, deren Geschichte gravierend durch politische Konflikte und Grenzverläufe gekennzeichnet ist und deren Auswirkungen sich verschieden stark im Lebensumfeld niederschlagen.

Belfast: Deano

Belfast: Deano

2004 entstand so der photographische Zyklus Die Narbe Deutschlands, der die ehemalige Trennlinie zwischen Ost- und Westdeutschland thematisiert und das Augenmerk zumeist auf die im Laufe der Zeit nur noch wenig auffallenden Grenzanlagen im natürlich geprägten Landschaftsbild legt. Ebenso entstand das große und aufwendig gefertigte Panorama Nicosia International Airport, das den Betrachter mit der verfallenden Fassade des gleichnamigen Flughafenterminals konfrontiert, der 1974 im Zuge der gewaltsamen Trennung zwischen der türkischen Republik Nordzypern und dem griechischen Südteil der Republik Zypern gesperrt wurde. Dieses photographische Werk liefert ein beredtes Zeugnis für den anhaltenden Zypernkonflikt, dessen Anfänge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, als die Insel 1878 unter die Herrschaft des Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland geriet und bis heute in unzählige Lebensbereiche ausstrahlt.

Belfast: You Are Now Entering

Belfast: You Are Now Entering

Hatte Chris Durham 2001 neben anderen europäischen Großstädten Belfast auch für sein Projekt Citycrossings bereist, kehrte er 2009 in die nordirische Hauptstadt zurück, um in den konfessionell getrennten Wohnvierteln zu photographieren. Dort trifft er auf Wandgemälde oder Graffiti, in denen sich die unausgesetzte Brisanz des sich über Jahrhunderte entwickelten Nordirlandkonflikt spiegelt. Dieser verursacht in großen Teilen der Bevölkerung eine Spaltung, einerseits zu den protestantischen Unionisten tendierend, die sich zum Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland bekennen, andererseits zu den katholischen Nationalisten, die eine Vereinigung mit der Republik Irland anstreben. Dazu gibt es eine Vielfalt verschiedener liberaler, aber auch radikaler oder sogar gewaltbereiter Untergruppierungen. In den Straßen Belfast wirken die Wandgemälde – im englischen Sprachgebrauch als „murals“ bezeichnet – wie Signale und geben unmissverständliche Hinweise auf die jeweilige Gesinnung der Anwohner. Oft basieren sie auf den Farben der Nationalflaggen, entweder rot-weiss-blau für die britische, oder grün-weiß-orange für die irische, so dass auf den ersten Blick eine Orientierung gegeben ist – ähnlich der Bürgersteigmarkierungen, die zuweilen ebenso in entsprechender Farbigkeit gestrichen sind. Doch mehr noch geben die Wandgemälde Botschaften oder massive Parolen aus, heben entsprechend fanatische Parteien oder Organisationen hervor, erinnern an Geschichts- und Kampfereignisse, an Attentate, oder an einzelne Kämpfer und Opfer, die zu Helden stilisiert werden. Ohne genaueres Hintergrundwissen sind die Wandgestaltungen kollektiven, schwer dechiffrierbaren Codes vergleichbar, die jedoch im Alltag der Bewohner, sei es beim Einkauf oder auf dem Weg zum Arbeitsplatz, wichtige Grenzen und Reglements vorzeichnen oder auch nur mahnend im Hintergrund mitschwingen. Die Präsenz der einzelnen Gemälde ist durchaus unterschiedlich. Während die einen über die Zeit verblassen oder sogar verschwinden, werden andere Darstellungen im Wandel der politischen Situation und Ereignisse übermalt.

Belfast: How Is Life?

Belfast: How Is Life?

Aufmerksamkeit erzielen die Wandgemälde vor allem durch ihre Größe und expressive Farbigkeit in den vielfach eintönigen, grauen Wohnvierteln. Dieses Moment scheinen Durhams Photographien nochmals mehr zu unterstreichen. Bei bedecktem Tageslicht aufgenommen, gewinnen die Farben seiner Bilder an Leuchtkraft und treten besonders deutlich hervor. Mit seinen Aufnahmen nimmt er jedoch für keine der in seinen Ansichten angesprochenen Gruppen Partei, vielmehr registriert er die angetroffenen Situationen in aller Sachlichkeit und betrachtet die „murals“ in Nachbarschaft anderer im Stadtbild vorkommender Phänomene, wie parkenden Autos, Geschäften oder kommerziellen Werbetafeln, die mit wiederum andersartig konnotierten Bild- und Schriftzeichen ausgestattet sind. Die zu den New Topographics gehörenden photographischen Positionen können durchaus zu Durhams Vorbildern gezählt werden, er übernimmt ihre dokumentarisch deskriptive Methode und transferiert diese in einen europäischen, stark politisch geladenen Kontext. Ohne dass die Bevölkerung konkret im Bild vorkommt, fordern seine in stiller Atmosphäre aufgenommenen Bilder dazu auf, über die spezifischen Lebensverhältnisse und ihre Ursprünge zu reflektieren. So erschreckend selbstverständlich sich die teilweise geradezu martialischen Wandgemälde in das städtische Gesamtbild einfügen, so nah wird der Konflikt als substantieller Teil der komplexen Geschichte Nordirlands in Chris Durhams Bildreihe Belfast vor Augen geführt – ein hohes Aggressionspotential, das unübersehbar zum europäischen Alltag des 21. Jahrhunderts gehört.

Chris Durham wohnt und arbeitet in Düsseldorf. Zwischen 1994 und 2002 hat er an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Bernd Becher und Thomas Ruff studiert und als Meisterschüler abgeschlossen. 2002 erhielt er vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte ein Auslandsstipendium nach Paris und 2003 den Förderpreis für Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung. Seit 2002 arbeitet er als Assistent am Werk von Bernd und Hilla Becher und 2006 – 2007 war er als Lehrbeauftragter an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe tätig. Sein Werk war in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, darunter 2010 ebenso mit einer Auswahl aus der Reihe Belfast in der Präsentation Der Westen leuchtet im Kunstmuseum Bonn, die nun aktuell noch einmal um mehrere Arbeiten ergänzt und im Pendant mit der Ausstellung New Topographics vorgestellt wird.

Info courtesy Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur

Photos © Chris Durham




Zweimal „Mein Moskau“: Ein Stadt-Lese-und-Schau-Buch

17 03 2011

MORMO (Mein Moskau) ist ein Stadtlesebuch – genauer noch: ein Stadt-Lese-und-Schau-Buch –, das nicht zum schnellen Durchblättern geeignet ist. MORMO will in Ruhe gelesen werden, immer wieder zur Hand genommen und goutiert werden. Auf über 200 Seiten versammelt MORMO Fotografien und Kurztexte, die die russische Hauptstadt porträtieren, visualisieren, beschreiben, sie in alltäglichen Momentaufnahmen ebenso plastisch vor Augen treten lassen wie in architekturhistorisch interessanten Ansichten. „Mein Moskau“ ist der zweite Band der Stuttgarter Edition Esefeld & Traub, die mit „My New York“ eine Reihe von Stadtlesebüchern begonnen hat. Hervorgegangen ist das Projekt aus einer Ausstellung im Theaterhaus Stuttgart im Sommer 2008.

.

.

.

Mein Moskau
Jörg Esefeld, Sascha Neroslavsky
Edition Esefeld & Traub, April 2010
Hardcover, 224 Seiten
Deutsch, Englisch, Russisch
53 Euro

ISBN 978-3980988759

.

.

.

.

Foto Jörg Esefeld

Foto Jörg Esefeld

In zwei zeitlichen Blöcken – 1987/88 und in den Jahren von 2003 bis 2009 – haben sich die beiden Fotografen, der Stuttgarter Architekt und Stadtplaner Jörg Esefeld und der Moskauer Fotografen und Grafiker Sascha Neroslavsky, der russischen Metropole durch die Linse genähert. So verschieden die historischen, sozialen und kulturellen Umstände dieser zeitlichen Phasen waren, so unterschiedlich sind auch die fotografischen Perspektiven – der eine hat in Schwarzweiß und analog gearbeitet, der andere in Farbe und digital. Und so vielfältig sich die fotografische Annäherung präsentiert, so facettenreich ist damit auch das Moskau, das in diesen Aufnahmen sichtbar wird: Während Esefeld Szenen des Sowjet-Moskaus in der Umbruchsphase von Glasnost und Perestroika eingefangen hat mit einem besonderen Blick auch für avantgardistische „Merk-Würdigkeiten“ der Architektur, zeigt Neroslavsky das neue Gesicht der Stadt – ein Gesicht der Werbetafeln und Firmenlogos, des Konsums und der Statussymbole.

Foto Sascha Neroslavsky

Foto Sascha Neroslavsky

 

Inspiriert von diesen Fotografien haben rund 60 Autoren kurze Texte verfasst, die den Aufnahmen gegenübergestellt wurden. Unter den Verfassern finden sich Vertreter aus Politik und Journalistik ebenso wie aus Architektur, Kunst und Literatur, aus Deutschland ebenso wie aus Russland. So nennt die Autorenliste etwa Gabriele Krone-Schmalz und Rainer Graefe ebenso wie Wladimir Kaminer, Vittorio Magnago   Lampugnani, und Günther H. Oettinger. Präsentiert in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch (zum Teil sind die Übersetzungen auch hier im Internet zu finden), denen zur besseren Unterscheidung und schnelleren Auffindbarkeit unterschiedliche Schriftfarbenzugeordnet sind, umreißen diese Texte ganz unterschiedliche Eindrücke, Gefühle, Beobachtungen und Erlebnisse in der Stadt Moskau. Es finden sich architekturgeschichtliche Ausführungen neben feuilletonistischen Texte, experimentelle Geschichten und alltägliche Erinnerungen neben rationalen Beobachtungen. Die Vielfalt der Texte spiegelt die Eindrücke der Fotografien wider und macht die Verschiedenartigkeit des Lebens in Moskau im historischen Wandel auch auf sprachlicher Ebene sichtbar – manches überraschend, manches humorvoll, manches sachlich-nüchtern.

Foto Jörg Esefeld

Foto Jörg Esefeld

Da ist, natürlich, der historistische Einkauftempel GUM, der bei keiner Stadtbesichtigung fehlen darf. Hatte er zu Sowjet-Zeiten auch oder gerade wegen Restriktion und Warenknappheit noch einem besonderen Charme, so beobachtet der Autor heute dort nur mehr als eine weitere seelenlose Shopping-Mall. Da sind auch die rosaroten Flamingos im Krasnaja Presnja Zoo vor der grau-tristen Fassade eines Hochhauses im stalinistischen Zuckerbäckerstil – im Unterschied zu ihren New Yorker Pendants wuchsen die Moskauer Wolkenkratzer jedoch weniger in die Höhe als vielmehr rücksichtslos in die Breite. Auch vom Roten Platz ist die Rede, der sich kaum verändert und den der Einzug des Kapitalismus wenig beeinflusst zu haben scheint – bis auf das italienische Café, das neuerdings Stühle nach draußen stellen darf.

Foto Sascha Neroslavsky

Foto Sascha Neroslavsky

Diese ganz unterschiedlichen Sichtweisen fügen sich in MORMO zu einem Panorama einer Metropole, die „uns“ in Deutschland, im Westen meist fremd ist und bleibt. Im Zusammenspiel von Fotografien und Texten entfaltet sich ein Porträt der russischen Hauptstadt im Umbruch, das man immer wieder zur Hand nehmen, durchblättern und hineinlesen kann, um sich auf visuelle und literarische Entdeckungsreise zu begeben durch ein Panoptikum der Perspektiven auf Moskau.

Beispielseiten aus dem Buch als PDF

 

 




Jürgen Pollak: NYX at New York in Stuttgart

15 03 2011

The city that never sleeps? German photographer Jürgen Pollak shows nightly shots of an empty metropolis bare of any glamorous atmosphere. This isn’t the gleaming Manhattan skyline, but a prosaic urban environment. Tonight his exhibition at f75 in Stuttgart opens.

© Jürgen Pollak

Jürgen Pollak NYX#33 © Jürgen Pollak

.

Jürgen Pollak | NYX

15. März bis 21. April 2011

Eröffnung am Dienstag, 15. März, 19 Uhr
Einführung: Amrei Heyne, Stuttgart

f75 Fotogalerie, Stuttgart
www.f-75.de

www.amreiheyne.com
.

.

.
PR-Text: Nur das Schild des Holland Tunnel gibt uns einen Hinweis – wir könnten diese Nachtaufnahme in jeder x-beliebigen amerikanischen Großstadt vermuten, nur nicht in New York, wo die Nacht noch etwas Mystisches zu haben scheint und so leitet sich auch der Titel der Arbeit aus der griechischen Mythologie ab. Nyx gilt als die Göttin und Personifikation der Nacht, vor der sich selbst Zeus fürchtete. In seiner neuen Arbeit entmystifiziert Jürgen Pollak die New Yorker Nacht und zeigt uns nicht ein Manhattan mit funkelnder Skyline. Was er uns präsentiert, sind nüchterne, in kaltes Licht getauchte Straßen und Verkehrsknotenpunkte einer Metropole, die so gar nichts Geheimnisvolles mehr ausstrahlt. Der Fotograf Jürgen Pollak zeichnet scheinbar unbedeutende Stadtlandschaften auf, die tagsüber mit tausenden von Menschen überfüllt sind, die die Avenues entlanghetzen und in denen das Verkehrschaos den Rhythmus vorgibt. Nachts jedoch kommen diese Stadtlandschaften scheinbar zum Stillstand. In Pollaks Fotografien sind diese Straßen und Plätze wie leergefegt und hell erleuchtet, ebenso wie zahlreiche Fenster in Bürotürmen und Wohnblocks – A city that never sleeps?

 

© Jürgen Pollak

Jürgen Pollak NYX#23 © Jürgen Pollak

Das hektische Großstadtleben ist einer Stille gewichen, die jedoch nichts Kontemplatives an sich hat, sondern unter greller Beleuchtung und Beobachtung steht. Die Farbigkeit und Technik der Fotografien verdichten die Ansichten und machen die Nacht sozusagen unsichtbar. Seine Absicht ist es deshalb auch nicht, den unzähligen Manhattan-bei-Nacht-Fotos eine weitere Serie hinzuzufügen. Was er zeigt, sind Ansichten, die eine neue Wahrnehmung des bekannten Ortes New York erlauben. Unter diesen Voraussetzungen handelt es sich folglich um konstruierte, genuin fotografische Bilder Wahrnehmungen des Kameraauges, die einen der bevölkertsten Orte dieser Welt zu einem verlassenen Ort machen. Die latente Geschäftigkeit, die von hell erleuchteten Baustellen, Bürohäusern und Verkehrsknoten ausgeht, unterstreichen den Eindruck von einer Stadt, die in diesen Bildern ohne Menschen zu funktionieren scheint.

Dies ist ein Ausstellung von Amrei Heyne in der Galerie f75.

 

Jürgen Pollak NYX#38

Jürgen Pollak NYX#38 © Jürgen Pollak

 

Jürgen Pollak ist in Stuttgart geboren. Er studierte visuelle Kommunikation an der HdK Berlin. In Berlin und Wien wirkte er bei internationalen Spielfilmproduktionen mit, bevor er 1999 das erste deutschsprachige Internet-Video Portal webfreetv.com AG mit Sitz in Wien und Berlin gründete. In den Jahren 2001 und 2002 lebte er in New York. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitet er als freier Fotograf in Stuttgart.

Info + illus. courtesy Amrei Heyne + f75




James Casebere’s “Tunnels” in Bologna

14 03 2011

Bologna based gallery Marabini presents new works by American photographer James Casebere, “Tunnels”. Working in his studio, Casebere constructs intimate three-dimensional models of interior and exterior spaces, pared down to essential forms. He then photographs these maquettes, freezing the investigated spaces between the real and the imagined.

James Casebere, Bologna Tunnel #4, 2010 © J. Casebere
James Casebere, Bologna Tunnel #4, 2010 © J. Casebere

 

.

.

JAMES CASEBERE

“TUNNELS”

Galleria Marabini, Bologna

March 18th to April 30th 2011

www.galleriamarabini.it
.

.

.

.
PR Txt: These new works by James Casebere completes the group of photos started in 2008 for his previous exhibition at Marabini Gallery about the underground tunnels of water in the city of Bologna. Working in his studio, Casebere constructs intimate three-dimensional models of interior and exterior spaces, pared down to essential forms. He then photographs these maquettes, freezing the investigated spaces between the real and the imagined. This new series of works, completely different from the “Flooded Cell” (series showed in 2008 in Bologna and inspired by its underground streets of water from the Medieval age) have been delayed because of the extreme complexity of its preparation works and because the artist have been busy to produce the series “Landscapes With House” for the Whitney Biennale 2010. The exhibition is completed by a global vision of the artistʼs work, given by a section of black and white artworks realized since 1975 to the Nineties.

While earlier bodies of work focused on American mythologies such as the genre of the western and suburban home, in the early 1990s, Casebere turned his attention to institutional buildings. In more recent years, his subject matter focused on various institutional spaces and the relationship between social control, social structure and the mythologies that surround particular institutions, as well as the broader implications of dominant systems such as commerce, labor, religion and law. Architecture, also the functional architecture of the underground waterworks, becomes for the artist a reference point and a focus for the social control.

Casebere is the recipient of numerous fellowships including three from the National Endowment for the Arts, three from the New York Foundation for the Arts and one from the John Simon Guggenheim Memorial Foundation. Casebereʼs large-scale photographs have been exhibited worldwide in galleries such as Sean Gallery in New York, the Lisson Gallery in London and Gallery Ihn in Seoul, South Korea. His work has been collected by international museums, including the Whitney Museum of American Art, the Solomon R. Guggenheim Museum and the Metropolitan Museum of Art in New York, the Walker Art Center in Minneapolis, the Los Angeles Museum of Contemporary Art and the Los Angeles County Museum, the Tate Modern and the Victoria and Albert Museum in London, the Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin among many others.
James Casebere born in Lansing, Michigan, in 1953, lives and works in New York City.

Info + illus. courtesy Galleria Marabini




Virtual Exhibition: Alltagsarchitektur | Everyday Architecture

9 03 2011

Nur selten achtet man auf die ganz alltägliche Architektur, die einen tagein tagaus umgibt. Architektur wird, wenn man ihr denn mehr Aufmerksamkeit schenkt (alle, die beruflich damit zu tun haben, seien hier einmal ausgenommen), zumeist nur in ihrer monumentalen Form warhrgenommen – Prachtbauten aus vergangenen Zeiten etwa, historische Schlösser, Burgen und Kirchen stehen weit oben auf der touristischen Beliebtheitsskala. Aber auch zeitgenössischere Neubauten fallen auf und sorgen hin und wieder für Gesprächsstoff, seien es die trendy Luxusmalls, die in den letzten Jahren aus dem Boden sprießen, oder giganteske Hochhäuser. Hier jedoch ist es eher das auffällige Äußere, über das man spricht, weniger die Architektur als solche.

Alltägliche Zweckbauten hingegen erregen nur selten Aufmerksamkeit. Allenfalls wenn sie stören oder zum Problem werden, diskutiert man über sie – besonders hitzig so geschehen etwa beim Streit um den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, zuvor trotz Denkmalstatus weniger ein Beispiel beliebter Bauwerke.

Alltagsarchitektur ist meist zweckmäßig, unauffällig, unspektakulär, neutral, nicht unbedingt das, was gemeinhin als “schön” empfunden wird. Alltagsarchitektur sind funktionelle Nutzbauten, sind Wohnbauten und Büros, sind Fabriken und Läden, sind Bahnhöfe, Supermärkte, Hochhäuser, Reihenhäuser, … Die Liste lässt sich lange fortsetzen.

Die folgenden Künstler und Künstlerinnen machen gerade diese Architektur zu ihrem Thema und widmen ihnen ihre Aufmerksamkeit. So werden etwa in Fotoserien oft Bauten zum Thema gemacht, die sonst kaum oder allenfalls beiläufig wahrgenommen werden. In diesen Arbeiten wird gerade die Alltäglichkeit, die Unauffälligkeit und Serialität in den Fokus gestellt, und so manches Mal werden überraschende An- und Einsichten enthüllt.  Die hier präsentierten künstlerischen Positionen verfolgen Herangehensweisen und verschiedene Perspektiven, mit denen sie sich dem Thema der Alltagsarchitektur annähern.

Short summary: “Everyday architecture” Hardly do we notice the everyday architecture around us (unless we are dealing with architecture for professional reasons). And if we do so, it is mostly the monumental forms – historical buildings, e.g., castles, palaces, churches are popular touristic sights; or maybe contemporary newly built houses, such as luxurious malls or gigantic highrises. But it is mostly the extravagant exterior that is capturing attention, rather than architecture itself.

These artists focus on everyday architecture, like functional housing, offices, shops, factories, supermarkets, … With different media and their very own point of view, they think about the “everydayness”, the seriality and normality of these buildings.


*********************************************************************

 

Tobias Weber, Parking Nord (In der Stadt), Acryl auf Baumwolle, 240 x 120cm, 2009

Tobias Weber, Parking Nord (In der Stadt), Acryl auf Baumwolle, 240 x 120cm, 2009 © Tobias Weber

Kunst und Architektur inspirieren sich gegenseitig im Schaffen von Tobias Weber. Der Schweizer Künstler ist studierter Architekt und in beiden Bereichen gleichermaßen tätig. Seine Themen findet er in alltäglichen Szenerien der dichtbesiedelten urbanisierten Welt; er zeigt Häuserfassaden, Straßen, Tiefgaragen, kurz: vom Menschen eingenommene funktionale Räume und die Spuren, die dies hinterlässt. Webers Bilder präsentieren Ausschnitte von Zweckarchitekturen, die überall begegnen, die man aus eben diesem Grund jedoch kaum mehr wahrnimmt, geschweige denn, dass man sie in irgendeiner Weise als »künstlerisch« wertvoll empfindet.

Tobias Weber, Park Ost (Schönes neues Zürich), Acryl auf Baumwolle, 200 x 110, 2006

Tobias Weber, Park Ost (Schönes neues Zürich), Acryl auf Baumwolle, 200 x 110, 2006 © Tobias Weber

Auffällig ist die ungewöhnliche Formensprache der Gemälde: Die Bilder kommen mit wenig Farben aus, meist setzt Weber nur einen Farbton in verschiedenen Abstufungen ein oder kontrastiert wenige Farben. Die Motive werden dominiert von schwarzglänzenden, leicht erhabenen und unregelmäßigen Konturlinien, die wie Lakritze auf der Leinwand zu liegen scheinen. Sie formen reine Farbflächen ohne Schattierungen, die den Bildern eine ungewöhnliche, comichafte Wirkung verleihen.

Mehr über Tobias Weber in meinem Text in der architekturzeitung.de.

*********************************************************************

 

Fenster, Inden, Aug. 2002 (aus: Orte ohne Wiederkehr)

Fenster, Inden, Aug. 2002 (aus: Orte ohne Wiederkehr) © Johannes Twielemeier

Für seine Serie Orte ohne Wiederkehr etwa hat Johannes Twielemeier die Spuren einer enormen Umsiedlungsaktion mitten in Deutschland festgehalten: Seit 1984 wird das Braunkohletagebaugebiet Garzweiler zwischen Aachen und Düsseldorf erweitert. Bis zum Jahr 2040 wird auf einer Gesamtfläche von ca. 120 Quadratkilometern eines der größten Braunkohletagebaugebiete Europas entstehen – für das über 7500 Menschen in 13 Ortschaften umgesiedelt werden. Eine ganze Region wird in eine Geisterlandschaft aus leerstehenden Häusern und verwaisten Straßen verwandelt. Twielemeiers Fotografien, die von 2002 bis 2009 entstanden, zeigen Szenen dieser vom Verschwinden bedrohten Region.

Garten, Spenrath, Mai 2006 (aus: Orte ohne Wiederkehr)

Garten, Spenrath, Mai 2006 (aus: Orte ohne Wiederkehr) © Johannes Twielemeier

Es ist eine ungewöhnliche Verbindung künstlerischer Ausdrucksmittel, die Twielemeiers Arbeit prägt: Der gelernte Steinmetz arbeitet nicht nur mit Stein, sondern auch als Fotograf. Den Fotografen Twielemeier beschäftigen die Spuren, die von Menschen in Zeit und Raum hinterlassen werden, die Bruchstellen im urbanen Raum, die sich vor allem und immer wieder in architektonischen Zeugnissen aufspüren lassen.

Mehr Informationen über seine Arbeit gibt Johannes Twielemeier in einem Interview mit deconarch.com.

*********************************************************************

Porto Interior, 80 x 80 cm, 2007 © Inês d'Orey

Porto Interior, 80 x 80 cm, 2007 © Inês d'Orey

Inês d’Orey‘s ongoing project “Porto Interior” shows empty interiors of public and semi-public spaces the photographer’s home city of Porto, Portugal.

Fenianos 2 (from: Porto Interior), 80 x 80 cm, 2007 © Inês d'Orey

Fenianos 2 (from: Porto Interior), 80 x 80 cm, 2007 © Inês d'Orey

Porto Interior functions as a collection of spaces that I search and find throughout the city. These interiors are photographed absent of any human presence. Familiar places like theatres, swimming pools or staircases, used by people on a daily basis, become stages for a story that is never clear, but that doesn’t need to be clear.  Through digital manipulation, I alter  the photographs subtly until I create  the atmosphere I find appropriate.” Inês d’Orey

More in an interview with Inês d’Orey.

.

.

.

.




New “Porto Interiors” by Inês d’Orey shown in Porto

6 03 2011

An exhibition at Porto presents new works of Portugese photographer Inês d’Orey‘s striking, ongoing series “Porto Interior”. To find out more about Inês’ work and her intentions, please read this interview she gave deconarch.com some time ago.

© Inês d'Orey

© Inês d'Orey

.

.

Porto Interior

From 12th March until 15th May 2011.

Edifício da Ex-Cadeia e Tribunal da Relação do Porto

Porto, Portugal

www.cpf.pt

.

.

.

.

PR info: Inês d’Orey returns with new incursions through Porto, scattered in time and space. After de New Talent Fnac Photography 2007, the (re)discovery of the city has been continued. Unlike immediate appearances, the city seems to be growing, intimately.

When punctuated by the absence of any human being, the public and semi-public interiors spaces of the city are hit by an alteration in the meaning and in the identity imprinted on Porto. What the city represents becomes thereby more extreme. These spaces, apparently stagnant, transform themselves into a series of generic places, existing and subsisting in a lost time.

Therefore, these images are offered as stages, always with a different story to tell. The intention is not to document as an objective process, but rather to explore the possibility and the impossibility of a porto interior, where one arrives and remains.





Cosmic Communist Constructions Photographed by Frédéric Chaubin at ZKM Karlsruhe

5 03 2011

The exhibition “Frédéric Chaubin. CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed” AT ZKM Karlsruhe comprises a set of ninety photographs by French publicist Frédéric Chaubin. Over the course of several journeys to Eastern Europe and Asia since 2003, Frédéric Chaubin has been searching for and photographing atypical examples of architecture dating from the late Soviet era. Largely located in regions on the periphery of the former USSR, such buildings are defined by a utopian formal language uncharacteristic of the standard paradigms of Soviet state architecture.

More info in English.

© Frédéric Chaubin

Druschba Freizeitzentrum (I. Wasilewski/J. Stefantschuk, Jalta, Ukraine, 1985), 2005, C-Print © Frédéric Chaubin

.

.

.

Frédéric Chaubin. CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed
29.01.–27.03.2011

ZKM Karlsruhe

www.zkm.de

.

.

.

.

.

.


PR-Text:
Die Ausstellung Frédéric Chaubin. CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed versammelt neunzig Fotografien des in Frankreich lebenden Publizisten Frédéric Chaubin, der seit 2003 während mehrerer Reisen nach Osteuropa und Asien ungewöhnliche Architekturen der späten Sowjet-Ära aufgespürt und aufgenommen hat. Die Gebäude aus größtenteils peripheren Regionen der ehemaligen UdSSR zeichnen sich durch ein utopisches Formenvokabular jenseits der genormten, staatlichen Sowjetarchitektur aus.

Chaubin sieht in dieser plötzlichen Zunahme formaler Vielfalt seit den späten 1970er-Jahren einen Ausdruck des Niedergangs der totalitären, sowjetischen Gleichartigkeit. Die reiche Formensprache der Architekturen entstand abseits herrschender Zwänge, welche die sowjetische Geschichte geprägt hatten – von den Avantgarden der 1920er-Jahre über den 1940er Neo-Klassizismus bis zum schlichten Modernismus der 1960er-Jahre. Die nach Chaubins subjektiven Kriterien geordneten Bildthemen sind Zeugnisse einer einzigartigen, spätsowjetischen Baukunst. In der Annahme, dass eine bestimmte Ästhetik ideologische Grundüberzeugungen spiegelt, zeugt die Formensprache von der Absicht, die Welt mittels Architektur zu verändern.

Frédéric Chaubin überhöht bewusst die dramatische Dimension der Bauwerke als Hommage an die Fantasie nonkonformistischer Architekten, die in ihren Gebäuden futuristische Science-Fiction und Monumentalismus vereinen. Die Fotografien betonen den Reichtum der Einflüsse, die in den 1970er- und 1980er-Jahren kultiviert wurden, von lokalen Traditionen bis zur Rivalität mit den USA. Der französische Fotograf offenbart mit den Aufnahmen dieser einzigartigen Bauwerke, die jenseits der Norm an der Schnittstelle zweier Welten konzipiert wurden, unerwartete Vorboten des Endes der UdSSR. Zugleich bilden Chaubins Fotografien die post-sowjetische Welt nicht mehr unter dem in der zeitgenössischen Fotografie der letzten zwanzig Jahre vorherrschenden Blickwinkel des Verfalls ab. Vielmehr stellen sie ausgewählte Gebäude losgelöst von ihrem historischem Hintergrund zusammen: ein Prozess, der die fiktionale Dimension von Geschichte unterstreicht.

Kuratiert von Sacha Goldman, Kuratorische Assistenz: Martin Hartung

Katalog
Parallel zur Ausstellung erscheint im TASCHEN Verlag eine umfangreiche Publikation zu Chaubins Fotografien: Frédéric Chaubin, Cosmic Communist Constructions Photographed, Hardcover, 26 x 34 cm (10.2 x 13.4 in.), 312 Seiten, EUR 39.99, ISBN 978-3-8365-2519-0 (01/2011 Deutsch, Französisch, Englisch)

Info + illus. courtesy ZKM Karlsruhe




LAGE 3:20 #2 in Berlin

4 03 2011

A quick hint for everybody in Berlin: tonight is the opening of LAGE 3:20 #2, the second group show at the new project space LAGE EGAL “en miniature” in Berlin Prenzlauerberg, presenting works by Maurice Doherty, Roland Fuhrmann, Rodolphe Huguet, Roland Moreau, Olivier Morvan and Alexander Negrelli.

Foto: Lage 3:20

Foto: Lage 3:20 #1

.

LAGE 3:20 #2 – Opening: Freitag, 4. März 2011, 19 – 24 Uhr

Artists: Maurice Doherty / Roland Fuhrmann / Rodolphe Huguet /
Roland Moreau / Olivier Morvan * / Alexander Negrelli

5.–26. März 2011

Lage Egal, Berlin
www.lage3zu20.de

* Olivier Morvan, artist in residence
Lage Egal, 17. Feb. – 6. März 2011
A roof above your head / La-Mire.fr

.

About LAGE EGAL: The new studio LAGE EGAL is located in the Berlin district of Prenzlauer Berg. More than an artist studio, LAGE EGAL also aims to be a laboratory for meetings, exchange and networking, not only open to the artists but also to the curators and all other actors of the contemporary art.

LAGE 3:20 is an exhibition project initiated for the space LAGE EGAL by the artists Jofroi Amaral, Pierre Granoux and Jean François Karst, motivated by the desire to experience the conditions of exhibition of art and its dissemination. The project LAGE 3:20 presents the model of the studio space, scale 3:20 that corresponds to a ratio of 15 cm (5.90 inches) in the model to 100 cm (39.37 inches) in reality.

Embedded in a large table, this office-model is made available to curators for the development of exhibition projects : they will work directly (up)on the model.