ARTitecture des Monats (12): Dorothee von Windheim

ARTitecture des Monats präsentiert Werke, die ARTitecture thematisieren, quer durch alle Epochen und Kontinente, alle Stile und Techniken, von bekannten Künstlern und Künstlerinnen ebenso wie vom zeitgenössischen Nachwuchs.

Und das Beste – wir freuen uns auf Input! Hier könnt ihr, liebe Leser und Leserinnen, euch mit einbringen. Lasst uns wissen, welches euer ARTitecture-Werk des Monats ist, das hier unbedingt vorgestellt werden sollte! Hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Email. Wir sind gespannt auf eure Favoriten!

ARTitecture of the month is putting art works on the spot that show ARTitecture, through all epochs and continents, all styles and techniques, from well-known artists to the contemporary generation.

And it gets better – we are looking forward for your input! Dear readers, let us know which is your ARTitecture art work of the month and share your  favorites with us, using the comments here or on facebook or email it to us directly.

Dorothee von Windheim, Fortezza da Basso, Abgenommener Mauerputz, 1975 (Foto: Museum Wiesbaden)

Dorothee von Windheim, Fortezza da Basso, Abgenommener Mauerputz, 1975 (Foto: Museum Wiesbaden)

Ein Gastbeitrag von Jens Andres, www.jens-andres.de

Dorothee von Windheim begann Anfang der 1970er-Jahre mit ihrer Werkgruppe der Mauerabnahmen und Wandhäutungen.
Mithilfe einer Technik, die Restauratoren verwenden, um Putz von Gebäuden abzunehmen, „häutete“ sie baufällige Maueroberflächen von Gebäuden in Italien. Diese Wandpartien können unterschiedliche Gebäudeelemente wie Fenster- und Türaussparungen, Bögen, Pfeiler oder andere Baustrukturen sowie Wandmalereien und Buchstaben beinhalten.

Aus ihrem ursprünglichen Kontext im Stadtraum herausgelöst werden sie zu eigenständigen Objekten, die mit einem Irritationsmoment jedoch im Betrachter auch wieder die Frage nach der Herkunft stellen.
Mit ihren gebröckelten, zerklüfteten Strukturen und unterschiedlichsten Farbresten zeigen diese Wandoberflächen die Abläufe der Zeit auf. Mit großer suggestiver Kraft wirken sie auf den Betrachter und lösen vielfältige Assoziationen in ihm aus. Fragen nach den Geschehnissen aufwerfend, die diese Objekte erlebt haben mögen. Von der Malerei kommend hat sich Dorothee von Windheim auch bei der Arbeit mit neuen Medien und Techniken als Malerin bezeichnet. Und so interessierten sie auch die lebendigen Farbwelten der Wandelemente, die mit ihrer malerischen Anmutung Faszination ausüben.

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