ARTitecture DES MONATS (2): Cildo Meireles

Neues Jahr, neue Reihe! Darauf haben wir lange gewartet – passend zum neuen Jahr starten wir eine neue Reihe: ARTitecture des Monats! Stehen in unseren Interviews Künstler und Künstlerinnen im Mittelpunkt, die sich in ihrem Werk mit unterschiedlichen Facetten von ARTitecture beschäftigen, drehen wir jetzt die Blickrichtung um, auf einzelne Werke nämlich, die ARTitecture thematisieren. Und zwar quer durch alle Epochen und Kontinente, alle Stile und Techniken.

Und das Beste – wir freuen uns auf euren Input! Hier könnt ihr, liebe Leser und Leserinnen, euch mit einbringen. Lasst uns wissen, welches euer ARTitecture-Werk des Monats ist, das vorgestellt werden sollte! Hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Email. Wir sind gespannt auf eure Favoriten!

New year, new series! We’ve been waiting for this – right on with the new year, we are taking up a new series on deconarch.com: the ARTitecture of the month! While our interviews focus on artists whose work are dealing with the manifold facettes of ARTitecture, we are now putting art works on the spot.

And even more – we are looking forward for your input! Dear readers, let us know which is your ARTitecture art work of the month and share your  favorites with us, using the comments here or on facebook or email it to us directly.

 

Cildo Meireles, Babel, 2001 (c) SK

Cildo Meireles, Babel, 2001 (c) SK

Hunderte von analogen Radios unterschiedlichen Alters, jedes in einer anderen Frequenz eingestellt, bilden Cildo Meireles’ Turm zu Babel. Der Frevel des biblischen Turmbaus wurde von Gott bestraft, die hochmütigen Bauherren sprachen auf einmal in verschiedenen Sprachen und konnten nicht länger mit einander kommunizieren. Sie verteilten sich in kleinen Gruppen über die Erde, unfähig mit einander zu reden. Der Beginn aller irdischen Konflikte.

Der brasilianische Künstler bezeichnet sein Werk als „Turm des Unverständnisses“. Die Basis des Turms bilden große Röhrenradios aus den 1920ern, während nach oben hin Elektroradios der jüngeren Zeit stehen, die den Turm sich nach oben hin verjüngen lassen.

„Radios are interesting because they are physically similar and at the same time each radio is unique,“ so Meireles. In diesem Sinne ist der Lärm, den Babel kontinuierlich produziert, zwar konstant, aber zugleich immer anders – Stimmen und Musik der Übertragungen variieren, kein Besucher erlebt das Werk gleich.

(Cildo Meireles, Babel, 2001 – Tate Modern, London)

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