ARTitecture des Monats (6): Alice Musiol

Unsere neue Reihe ARTitecture des Monats präsentiert Werke, die ARTitecture thematisieren, quer durch alle Epochen und Kontinente, alle Stile und Techniken, von bekannten Künstlern und Künstlerinnen ebenso wie vom zeitgenössischen Nachwuchs.

Und das Beste – wir freuen uns auf Input! Hier könnt ihr, liebe Leser und Leserinnen, euch mit einbringen. Lasst uns wissen, welches euer ARTitecture-Werk des Monats ist, das hier unbedingt vorgestellt werden sollte! Hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Email. Wir sind gespannt auf eure Favoriten!

Our new series ARTitecture of the month is putting art works on the spot that show ARTitecture, through all epochs and continents, all styles and techniques, from well-known artists to the contemporary generation.

And it gets better – we are looking forward for your input! Dear readers, let us know which is your ARTitecture art work of the month and share your  favorites with us, using the comments here or on facebook or email it to us directly.

Alice Musiol, Ohne Titel V (2011), 310 x 310 x 16 cm, Toastbrot, Stecknadeln Ausstellungsansicht Wilhelm-Hack-Museum, 2011 (c) Alice Musiol, alicemusiol.de / VG Bild-Kunst, Bonn

Alice Musiol, Ohne Titel V (2011), 310 x 310 x 16 cm, Toastbrot, Stecknadeln Ausstellungsansicht Wilhelm-Hack-Museum, 2011 (c) Alice Musiol, alicemusiol.de / VG Bild-Kunst, Bonn

Ein Häusermeer. Die Reihenhaussiedlung in extremo. Und en miniature. Alice Musiol hat aus Toastbrotscheiben gewissermaßen den Prototyp Haus gebaut: Seite, Seite, Decke, Dach, dazu noch Fensterchen eingeschnitten, fertig ist das Häuschen. Eine „Bauweise“, die auch bei mancher Reihenhaussiedlung nicht komplexer zu sein scheint. Die Installation – zu sehen 2011 etwa in I love Aldi in Ludwighafen und Desperate Housewives 2015 in Würzburg – entwickelt eine subtile Sprengkraft, je länger man sie betrachtet.

Zunächst ein ironischer Blick – aus labbrigem Toastbrot x identische Häuschen basteln!
Das ideale Leben im Reihenhäuschen von der Stange, gesichtslos, uniform, ein Teilchen in der Masse. Der Traum kann auch nach hinten losgehen.

Und: Kann man so mit Lebensmitteln umgehen? Aber ist so ein Toastbrot für 80 Cent nicht doch kaum mehr als Füllmaterial, Wegwerfartikel?

Und: Ist das Kunst? Wenn sie nach der Ausstellung weg muss, weil verdorben? Ist das Kunst, wenn sie nicht auf den Markt kann? (Tatsächlich verdirbt das Brot dank Zusatzstoffen nicht, nach dem Eintrocknen der Toastbrotscheiben kann praktisch nichts mehr passieren. Nur wenn das Brot feucht wird, kann es von Schimmel oder Ungeziefer befallen werden.)

(Herzlichen Dank an Alice Musiol für die Bereitstellung der Abbildung.)

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