ARTitecture des Monats (4): Lyonel Feininger

Unsere neue Reihe ARTitecture des Monats präsentiert Werke, die ARTitecture thematisieren, quer durch alle Epochen und Kontinente, alle Stile und Techniken, von bekannten Künstlern und Künstlerinnen ebenso wie vom zeitgenössischen Nachwuchs.

Und das Beste – wir freuen uns auf Input! Hier könnt ihr, liebe Leser und Leserinnen, euch mit einbringen. Lasst uns wissen, welches euer ARTitecture-Werk des Monats ist, das hier unbedingt vorgestellt werden sollte! Hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Email. Wir sind gespannt auf eure Favoriten!

Our new series ARTitecture of the month is putting art works on the spot that show ARTitecture, through all epochs and continents, all styles and techniques, from well-known artists to the contemporary generation.

And it gets better – we are looking forward for your input! Dear readers, let us know which is your ARTitecture art work of the month and share your  favorites with us, using the comments here or on facebook or email it to us directly.

 

Lyonel Feininger (1871 – New York – 1956) „Gelbe Gasse“ (auch „Gasse I“, „Yellow Lane“). 1932 Öl auf Leinwand. 100 × 80 cm Unten links signiert und datiert: Feininger 32. Auf dem Keilrahmen oben links mit Feder in Schwarz signiert, datiert und betitelt: Lyonel Feininger 1932 „Gasse I“.

Lyonel Feininger, „Gelbe Gasse“ (auch „Gasse I“, „Yellow Lane“), 1932
Öl auf Leinwand, 100 × 80 cm
Unten links signiert und datiert: Feininger 32. Auf dem Keilrahmen oben links mit Feder in Schwarz signiert, datiert und betitelt: Lyonel Feininger 1932 „Gasse I“.

Lyonel Feiningers Ölgemälde Gelbe Gasse von 1932, das vor Kurzem in einer Auktion für fast 3,5 Millionen den Besitzer wechselte und daruch einige Aufmerksamkeit erregte (Link), ist ein charakteristisches Beispiel für das Schaffen des Künstlers, der den traditionellen Blick auf das Motiv der Stadt mit den Formen der Moderne verbindet:

„Feiningers prismatisch gebrochene Variante des Kubismus zerlegt Farben und Formen, Licht und Schatten, Fläche und Raum und fügt sie in einem polyphonen Bild der Wirklichkeit wieder zusammen. Hier sind es warm leuchtende Gelb- und Orangetöne, mit denen Feininger durch gemaltes Licht eine besondere Anmutung, eine eigene, durchaus musikalische Stimmung erzeugt: die abendliche Stunde in einer Stadt, einzelne Spaziergänger, kleine Figuren, über denen sich die hohen Fassaden der Gebäude erheben. Horizontale Linien lassen links und rechts die Häuser aufragen, Diagonalen bilden die Fluchtlinien der Gasse. Der Blick wird entlang dieser Gasse ins Zentrum des Bildes geleitet und trifft auf ein Gebäude mit Stufengiebel, halbrundem Blendbogen und einer in der Mittelachse angeordneten Lukenreihe – ein gotischer Speicher, wie er in den alten Handelsstädten Norddeutschlands zu finden ist. Dieser und die Häuser der Gasse sind aus Quadern und Pyramiden zusammengesetzt, wie sie schon in Feiningers epochalem Holzschnitt „Kathedrale“ von 1919 – dem Titelbild für das Bauhaus-Manifest und Symbol für die Vereinigung der Künste geführt von der Architektur – zu sehen sind. In warmem Licht feierlich inszeniert und mit den dunklen Fenstern zugleich geheimnisvoll verschlossen, steht der giebelgekrönte Speicher am Ende dieser „Gelben Gasse“, wie Lyonel Feininger sie 1932 malte.“ (Quelle)

Für weitere Informationen zur Gelben Gasse sowie der Einordnung des Werks in Feininigers Schaffen sei auf die umfassende Darstellung im Auktionskatalog von Grisebach verwiesen.

Info, quote + illus. Grisebach

 

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