Hören statt sehen: Eine Audiotour durch Berlin in der Temporären Kunsthalle Berlin
3 12 2009Am 4. Dezember eröffnet die neue Ausstellung Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin von Karin Sander mit Beiträgen von mehr als 400 in Berlin lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern in der Temporären Kunsthalle Berlin; das Projekt ist Teil der von Künstlern kuratierten Ausstellungsreihe des Projekts Zeigen.
Zu sehen – genauer: zu hören – ist auch die Arbeit “virtual interiors” von Annett Zinsmeister, einer Berliner Künstlerin, die sich mit Architektur und Kunst auseinandersetzt und deren Arbeit deconarch noch näher vorstellen wird.
On December 4th the Contemporary Kunsthalle Berlin opens the new exhibition Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin von Karin Sander (Showing. An audio tour through Berlin by Karin Sander) featuring works by more than 400 Berlin-based artists; the project is part of the artist-curated shows “Zeigen”. The works however are not presented in the common visible way, but accoustically: Inside the Kunsthalle, visitors find only the names of the participating artists, marked on the walls around the space in the manner of exhibition labels. The works can be accessed individually via an audio guide.
One work presented is “virtual interiors” by Berlin artist Annett Zinsmeister, working on architecture and arts, who will be introduced further on deconarch, soon.
Further Information in English

Annett Zinsmeister, outside_in I, 2005 spatial installation (45 x 3,5 x 8 m) at Schloss Solitude Stuttgart © Annett Zinsmeister
Aus dem PR-Text: In der Kunsthalle finden die Besucher lediglich die Namen der beteiligten Künstler vor, die umlaufend auf den weißen Wänden wie eine Werkbeschilderung angebracht sind. Die Werke selbst bleiben zunächst unsichtbar – der Raum scheint auf den ersten Blick leer. Das übliche Ausstellungsformat und die damit verbundenen Erwartungen unterlaufend, hat Karin Sander Künstlerkolleginnen und -kollegen eingeladen, die eigene künstlerische Arbeit in einen akustischen Beitrag zu übersetzen und auf diese Weise „sichtbar“ zu machen. Die sehr unterschiedlichen Umsetzungen – darunter performative, gesungene, frei gesprochene oder vorgelesene – lassen sich einzeln über einen Audioguide abrufen. Auf diese Weise eröffnet sich dem Publikum eine Wahrnehmungsebene, die vom gewohnten visuellen Erfassen von Kunstwerken zu einem auditiven, imaginativen Erlebnis hinführt und unterschiedlichen Vorstellungen Raum gibt.
Die Konzeptkünstlerin Karin Sander entwickelt ihre Arbeiten in Auseinandersetzung mit den räumlichen und sozialen Hintergründen vorgefundener Situationen und untersucht damit die komplexen Beziehungen zwischen Kunstwerk, Institution und Betrachter. Mit Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin realisiert sie ein Ausstellungsprojekt, das unterschiedliche künstlerische Positionen und Arbeitsweisen zusammenführt. Seit 2003 arbeitet Karin Sander an einem Audioarchiv, für das sie Künstler einlädt, ihre Arbeiten in eine akustische Form zu übertragen. Einzelne Beiträge wurden bereits in diversen Ausstellungen präsentiert. Erstmals vereint sie in der Temporären Kunsthalle Berlin eine große Zahl an Statements und ermöglicht damit einen ungewöhnlichen Einblick in die aktuelle Kunstproduktion der Stadt.
Mehr Informationen und eine ÜBersicht über alle beteiligten Künstler hier.



