“Invisible Past” in Berlin, “Nackt/Pur” in Erfurt
5 08 2010The photographs shown in Berlin based exhibit „Invisible Past – Bilder einer verschwindenden Zeit“ (Images of a vanishing past) reflect facets of Berlin within the past 50 years. | For her new project „Nackt/Pur“ (Naked/Pure), Chris Kremberg works with actors/dancers. Together thes create poses that thematise the relationship of man to urban exteriors of cities. It’s currently on view at Kunsthalle Erfurt.
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Invisible Past – Bilder einer verschwindenden Zeit
Johanna Breede PHOTOKUNST, Berlin
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Aus dem PR-Text: Hannes Kilian’s regennasse Pflasterstraße im Berlin der 1950er Jahre, Stefan Moses markante Leipziger Milieustudien, noch nie gezeigte Photographien von Louis Stettner die den „Spirit of G.D.R“ wiedergeben, bröckelnde Fassaden, von Sibylle Bergemann als Kulisse für Ihre Modeaufnahmen inszeniert oder aber die längst verlassenen Orte ostdeutscher Lebenslandschaften von Dieter Matthes, Martin Mlecko und Leo Pompinon – sie alle sind Bilder einer verschwindenden Zeit, die das Bewusstsein der Vergänglichkeit wach werden lassen.
In den Motiven treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Mystische Ausstrahlung, skurrile Momente, historische Räume oder marode Ästhetik beschreiben die Geschichte auf ihre ganz eigene Art und Weise.
Illus. courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST
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Chris Kremberg | Nackt.Pur | Fotografien
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Aus dem PR-Text: [...] Seit mehreren Jahren arbeitet Chris Kremberg (*1971) eng mit Tänzern zusammen, studiert Bewegungsabläufe, Körperhaltung, Atmung etc., um sie in choreografierte fotografische Bilder zu übersetzen. Dabei spielt der menschliche Körper als Hülle subjektiver Innerlichkeit und seine sensitive, osmotische Interaktion mit der Umwelt eine wichtige Rolle. Nicht selten agieren die Tänzer in Kostümen, welche die Künstlerin entworfen hat. Für das neue Projekt „Nackt/Pur“ entwirft Chris Kremberg mit den Darstellern bzw. Tänzern Haltungen, die das Verhältnis des Einzelnen zum urbanen Außenraum von Großstädten thematisieren.

Chris Kremberg, Körper. Nicht Ort, 2010 ,Fotografie auf Aludibond, unter Glanzfolie © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Diese aus ihrer Sicht unwirtlichen, transitorischen Räume, tagsüber stark frequentiert, nachts leer, werden von den Darstellern markiert, besetzt, belebt – symbolisch angeeignet. Gehemmt wird die individuelle Bewegungsfreiheit der Agierenden jedoch durch enge Verhüllungen. Die formalen Spannungen zwischen Körper und Raum/ Architektur, organischer und unbelebter Dinglichkeit, Bewegung und Hemmung des Bewegungsdrangs bilden die Grundlage einer fotografischen Deutung, die das Verhältnis des Individuums zur gebauten Umwelt der großen modernen Städte als ein prekäres beschreibt.
Illus. courtesy Kunsthalle Erfurt, Chris Kremberg








