M I N H A S P Mein São Paulo – Stadtlesebuch | Kurzrezension

Auf Tokio folgt São Paulo: Mein São Paulo Minha São Paulo – der fünfte Band aus der Reihe Stadtlesebücher zu internationalen Metropolen versammelt Aufnahmen zweier Reportage-Fotografen aus Deutschland und Brasilien, Britta Radike und Iatã Cannabrava, die 2011 und 2012 aufgenommen wurden. Sie spüren dem breiten Spektrum des urbanen Lebens in einer der größten, spannendsten und widersprüchlichsten Städte der Welt nach und versuchen, die faszinierende Dynamik, die Innovationskraft und die schier endlose Energie São Paulos ebenso einzufangen wie das Verkehrschaos, die Anstrengung zu leben und das Talent, alles zu einem meist guten Ende zu führen.

Minhasp CoverM I N H A S P

Mein São Paulo My São Paulo Minha São Paulo

hrsg. von Ronald Grätz, Fotos von Britta Radike und Iatã Cannabrava

72 Texte verschiedener Autoren, 288 Seiten, 124 Farbabb., 24,5 x 30 cm, Hardcover

deutsch/englisch/portugiesisch

Edition Esefeld & Traub

www.edition-et.de

Die Megastadt ist ein Modell globalisierter Lebensweisen zwischen Luxusquartier und Favela. Japaner, Araber, Juden, Italiener, Deutsche – São Paulo ist ein Schmelztiegel verschiedener Nationalitäten, doch trotz Einwanderergeschichte herrscht wenig Tradition und Geschichtsbewußtsein. Aber bei aller Kritik ist „Sampa“ für viele Einwohner die wunderbarste Stadt der Welt. Dies beschreiben, im Dialog mit den Fotos, sehr unterschiedliche Autoren in ihren persönlichen Geschichten über das alltägliche und nicht-alltägliche (Über-)Leben in ihrer Stadt.

72 Autorinnen und Autoren – ungefähr zur Hälfte aus Brasilien und aus Deutschland – haben einen Beitrag zu einem der Fotos verfaßt. Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Berufen, mit verschiedenen Erfahrungswelten und Lebenswirklichkeiten, denen eines gemeinsam ist – ein bewusstes Verhältnis zur Stadt. Daraus entstand ein vielfältiges und spannendes Stadtporträt in persönlichen Geschichten, Erlebnissen und Gefühlen, in denen sich die Besonderheiten São Paulos zeigen und sich ein Puzzle der Stadt zusammensetzt.

„São Paulo ist eine Liebe frühestens auf den dritten Blick. Der erste Blick schreckt ab: Die Größe der Stadt, die Distanzen, die Zeit und Nerven kosten, der Verkehrslärm und die Luftverschmutzung, die latente Kriminalität – das soll schön, interessant und lebenswert sein? Der zweite Blick lässt dann durchscheinen, daß São Paulo auch Qualitäten hat. Wenn man Teil dieser Stadt wird, erahnt man die ihr eigene Schönheit der Dynamik und die Bedeutung der kleinen Dinge in und an ihr. Der dritte Blick schließlich erkennt die Werte, die im Zusammenleben ihrer Bewohner sichtbar werden. Man empfindet Zerbrechlichkeit und Standhaftigkeit, warmherzige Umarmung und Schutz. Dann ist man gefesselt von einer Stadt, die unbeschreibbar wäre, würde man sich ihr nur mit Statistik und Geschichte nähern. São Paulo, das sind ihre Gerüche, ihre Geschmäcker und ihre Geräusche, ihre kleinen Besonderheiten und skurrilen Schätze. Vor allen Dingen sind das die Menschen mit ihren Geschichten. …“ (Aus dem Vorwort von Ronald Grätz)

Mehr Infos + Leseproben aus dem Buch unter www.edition-et.de/saopaulo

Info + illus. courtesy Esefeld & Traub

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