Motherland | Danila TKACHENKO in Berlin

For his award-winning series »Restricted Areas« (2013–2015), Tkachenko travelled the different states of the former Soviet Union in two consecutive winters, looking for abandoned and derelict industrial structures that once represented industrial progress of this country. His new series »Motherland« (2016–2017) also deals with the history of the Soviet Union. During the collectivization between 1928 and 1937, the majority of the farmers were forced to give up their farms in order to be integrated into socialist collective farms. Their villages were left behind and fell to ruins. Up until today there is a constant dwindling of rural villages in Russia. More than 23,000 villages have disappeared from the maps over the last 20 years, while 76 % of the Russian population is gathered in big cities.

 

Danila Tkachenko: "Untitled #4", from the series "Motherland", 2016-2017

Danila Tkachenko: „Untitled #4“, from the series „Motherland“, 2016-2017

Danila Tkachenko

Motherland

25. November 2017 bis 3. Februar 2018

Kehrer Galerie, Berlin

www.kehrergalerie.com

 

 

 

 

 

 

PR Info _Für seine preisgekrönte Serie „Restricted Areas“ (2013–2015) bereiste Tkachenko die Staaten der ehemaligen Sowjetunion in zwei aufeinanderfolgenden Wintern auf der Suche nach verlassenen und verfallenen industriellen Konstruktionen, die einmal den technischen Fortschritt des Landes untermauerten.

Auch die neue Serie „Motherland“ (2016–2017) beschäftigt sich wieder mit der Geschichte der Sowjetunion. Zwischen 1928 und 1937 wurden im Zuge der Zwangskollektivierung ein Großteil der Bauern genötigt, ihre Höfe aufzugeben, um in sozialistische Großbetriebe integriert zu werden. Ihre Dörfer blieben verlassen zurück und wurden dem Verfall preisgegeben. Auch heute noch gibt es in Russland einen Schwund an ländlichen Dörfern. Über 23.000 Dörfer sind in den letzten 20 Jahren von der Karte verschwunden, während sich 76 % der Bevölkerung in den großen Städten sammeln.

„Motherland“ zeigt Feuerbilder aus diesen verlassenen russischen Dörfern. Für die Serie verbrennt Tkachenko wortwörtlich die Symbole der vergangenen Ära, um Raum für eine hellere Zukunft zu schaffen. Inzwischen gibt es über 150.000 verlassene Dörfer in Russland, deren Bewohner mit dem Versprechen auf eine rosige Zukunft in die großen Städte umgesiedelt wurden. Heute leben sie auf den Ruinen von gescheiterten Utopien und betrachten nur deren leuchtende Abbilder. Dem Vorbild der Künstler der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts folgend, tilgt Tkachenko notwendigerweise alles, was statisch, traditionell und dem neuen Denken im Weg ist, um die Grundlage für eine neue Utopie zu schaffen.

Info + illus. courtesy Kehrer Galerie

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