non sequitur | SANDRA MEISEL in Berlin

“aury“, this neologism deriving from the term “aura“ appears for the first time in clemens j. setz’ novel the hour between woman and guitar and describes the photographic and sculptural works of Sandra Meisel’s solo exhibition non sequitur in a striking way.  meisel’s works depict timeless objects and landscapes detached from their context, surreal and oniric sceneries that remind of a dystopian science fiction movie.

To find out more about Sandra Meisel’s work, also read our deconarch.com interview.

sandra meisel internal structure - space 2016, tontöpfe, floatglas, buchenschichtholz, 137 cm x 81,5 x 45 x cm

Sandra Meisel, internal structure – space 2016, Tontöpfe, Floatglas, Buchenschichtholz, 137 x 81,5 x 45 x cm

 

 

Sandra Meisel

non sequitur

24.6. – 13.8.2016

Galerie Burster, Berlin

www.galerieburster.com

 

 

PR Info _ „Aurig“ – mit jenem Neologismus lassen sich Sandra Meisels fotografische und skulpturale Arbeiten ihrer Einzelausstellung non sequitur wunderbar treffend beschreiben. Zeitleere, aus ihrem Kontext gelöste Objekte und Landschaften, surreale, traumartige Szenerien sind Inhalte ihrer Werke. Beunruhigend nah und trotzdem fernab scheinen die Motive ihrer fotografischen Arbeiten man kann sich die welt ansehen I-II, vulcano sand collages I-VI und vulcano smoke I-III. Formen und Perspektiven, die zertrümmert und neu zusammengesetzt werden, kreieren eine fortwährend bedrohliche, faszinierende Atmosphäre.

Die Initialzündung für Meisels Arbeit war Clemens J. Setz’ Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre. Seine Protagonistin hat eine Vorliebe für die sogenannte „Nonseq“-Kommunikation, deren Dialoge auf Bahnen freier Assoziation beruhen, die nicht auseinander hervorgehen. Auch Beisels Arbeiten in non sequitur können als eine solche Assoziativ-Kette gelesen werden: Zusammenhänge lassen sich nicht unmittelbar auf den ersten Blick erschließen, sind aber dennoch präsent und in sich stimmig – eine poetische Aneinanderreihung von Erlebnissen, Zuständen und Symbolen, die eine hermeneutische Aufgabe stellen und einen Schritt ins eigene Unbewusstsein bedeuten können.

Wie bei der écriture automatique der Zürcher Dadaisten und Surrealisten dient Beisels künstlerischer Prozess als Befreiung: Erst durch das Ablösen von jeglicher Wirklichkeitsreferenz kann man seine eigene Welt erfinden; Sinnfragen spielen dabei keine Rolle. Im Schaffensprozess lässt Meisel das nicht-kontrollieren Können bestimmter Gegebenheiten bewusst zu – und damit das Unterbewusstsein Prozess und Ergebnis richtungsgebend definieren. Ihre Arbeiten in non sequitur setzen sich über bewusste Wahrnehmung und Materialität hinweg, eröffnen in einem installativen Parcours eine unendliche Fülle von Deutungsmöglichkeiten und beinhalten gleichzeitig eine bemerkenswert ausbalancierte und dennoch spannungsgeladene Ästhetik.

Sandra Meisel, geboren 1970 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist Mitglied der Künstlerinnengruppe Der Strich. Ihre Werke wurden bereits in mehreren nationalen und internationalen Einzelausstellungen gezeigt, u.a. im Jahr 2014 im Goethe Institut Los Angeles.

PR Info + illus. courtesy Galerie Burster

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