Sedimente einer Stadt | Mona Breede in Berlin

Until 15. Januar, Berlin Galerie Dittmar presents Mona Breede’s photography in „Berlin – sediments of a city“. The photographer captured numerous people on different streets and squares, thus mirroring growing social tensions. Using urban views and architectural citations, Breede visualizes layers and sediments of the city of Berlin.

How long is now, 2010 Mit Sicherheit keine Freiheit, 2010 Mona Breede Fotografie 50 x 200 cm / 75 x 300 cm

Mona Breede, How long is now, 2010 Mit Sicherheit keine Freiheit, 2010

Mona Breede

Berlin – Sedimente einer Stadt

12. November 2010 bis 15. Januar 2011

Galerie Dittmar, Berlin

 

Aus dem PR-Text: In der Ausstellung Berlin – Sedimente einer Stadt zeigt Mona Breede ein seismografisches Bild unserer Gesellschaft. Ort und Hintergrund der vielschichtigen Inszenierungen bilden Berlin. Die Fotografin hat an einer Vielzahl von Straßen und Plätzen unterschiedlichste Menschen mit der Kamera festgehalten, wodurch sich in den Konstellationen die zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen spiegeln. Formal herrscht dabei stets ein feiner choreografischer Rhythmus vor. Zusammen mit den Stadtansichten und Architekturzitaten werden somit die Schichten und Ablagerungen einer Stadt visualisiert.

Die Serie der vier Mauerpanoramen bilden dabei eine eigene Werkgruppe. Mauern als Symbole für Trennung und Abgrenzung wie als gestalterisches Element durchziehen das Werk von Mona Breede seit vielen Jahren. In Berlin ist die Mauer untrennbar mit der Geschichte Deutschlands verbunden und die wenigen Reste werden heute als touristische Reliquien behandelt oder entsprechend neu inszeniert.

How long is now, 2010 Mit Sicherheit keine Freiheit, 2010 Mona Breede Fotografie 50 x 200 cm / 75 x 300 cm

Mona Breede, How long is now, 2010

In der Werkgruppe der Künstlerin ist die Berliner Mauer nur noch Reminiszenz, historische Folie und Resonanzraum für die weitergehenden Betrachtungen über die Mauern und Konfliktpotentiale, die sich in einer Gesellschaft auftun, die mit vielfältigen sozialen Umbrüchen konfrontiert ist. So thematisiert “Mit Sicherheit keine Freiheit”, dem Slogan eines Gewinnmotivs der Plakatwerbung der Organisation Aktion Mensch entnommen, einen Konflikt in unserer Gesellschaft, indem die zunehmende Überwachung auch in die Gefährdung unserer Freiheit umschlagen kann.

Formal setzen sich die Panoramen aus vielen, einzelnen Bildfragmenten zusammen, in denen neben verschiedenen Personenkonstellationen und Architekturen in reichem Maße Bildzitate wie Graffitis, Häuserbemalungen oder Werbetafeln verwendet werden. Das Zusammenwirken dieser verschiedenen Bildebenen und semantischen Verweise ergibt ein komplexes und vieldeutiges Bild der Realität. Gleichzeitig kreieren diese Konfigurationen eine Bildrealität von hohem ästhetischem Reiz.

Info + illus. courtesy Galerie Dittmar

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