Jürgen Pollak: NYX at New York in Stuttgart

15 03 2011

The city that never sleeps? German photographer Jürgen Pollak shows nightly shots of an empty metropolis bare of any glamorous atmosphere. This isn’t the gleaming Manhattan skyline, but a prosaic urban environment. Tonight his exhibition at f75 in Stuttgart opens.

© Jürgen Pollak

Jürgen Pollak NYX#33 © Jürgen Pollak

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Jürgen Pollak | NYX

15. März bis 21. April 2011

Eröffnung am Dienstag, 15. März, 19 Uhr
Einführung: Amrei Heyne, Stuttgart

f75 Fotogalerie, Stuttgart
www.f-75.de

www.amreiheyne.com
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PR-Text: Nur das Schild des Holland Tunnel gibt uns einen Hinweis – wir könnten diese Nachtaufnahme in jeder x-beliebigen amerikanischen Großstadt vermuten, nur nicht in New York, wo die Nacht noch etwas Mystisches zu haben scheint und so leitet sich auch der Titel der Arbeit aus der griechischen Mythologie ab. Nyx gilt als die Göttin und Personifikation der Nacht, vor der sich selbst Zeus fürchtete. In seiner neuen Arbeit entmystifiziert Jürgen Pollak die New Yorker Nacht und zeigt uns nicht ein Manhattan mit funkelnder Skyline. Was er uns präsentiert, sind nüchterne, in kaltes Licht getauchte Straßen und Verkehrsknotenpunkte einer Metropole, die so gar nichts Geheimnisvolles mehr ausstrahlt. Der Fotograf Jürgen Pollak zeichnet scheinbar unbedeutende Stadtlandschaften auf, die tagsüber mit tausenden von Menschen überfüllt sind, die die Avenues entlanghetzen und in denen das Verkehrschaos den Rhythmus vorgibt. Nachts jedoch kommen diese Stadtlandschaften scheinbar zum Stillstand. In Pollaks Fotografien sind diese Straßen und Plätze wie leergefegt und hell erleuchtet, ebenso wie zahlreiche Fenster in Bürotürmen und Wohnblocks – A city that never sleeps?

 

© Jürgen Pollak

Jürgen Pollak NYX#23 © Jürgen Pollak

Das hektische Großstadtleben ist einer Stille gewichen, die jedoch nichts Kontemplatives an sich hat, sondern unter greller Beleuchtung und Beobachtung steht. Die Farbigkeit und Technik der Fotografien verdichten die Ansichten und machen die Nacht sozusagen unsichtbar. Seine Absicht ist es deshalb auch nicht, den unzähligen Manhattan-bei-Nacht-Fotos eine weitere Serie hinzuzufügen. Was er zeigt, sind Ansichten, die eine neue Wahrnehmung des bekannten Ortes New York erlauben. Unter diesen Voraussetzungen handelt es sich folglich um konstruierte, genuin fotografische Bilder Wahrnehmungen des Kameraauges, die einen der bevölkertsten Orte dieser Welt zu einem verlassenen Ort machen. Die latente Geschäftigkeit, die von hell erleuchteten Baustellen, Bürohäusern und Verkehrsknoten ausgeht, unterstreichen den Eindruck von einer Stadt, die in diesen Bildern ohne Menschen zu funktionieren scheint.

Dies ist ein Ausstellung von Amrei Heyne in der Galerie f75.

 

Jürgen Pollak NYX#38

Jürgen Pollak NYX#38 © Jürgen Pollak

 

Jürgen Pollak ist in Stuttgart geboren. Er studierte visuelle Kommunikation an der HdK Berlin. In Berlin und Wien wirkte er bei internationalen Spielfilmproduktionen mit, bevor er 1999 das erste deutschsprachige Internet-Video Portal webfreetv.com AG mit Sitz in Wien und Berlin gründete. In den Jahren 2001 und 2002 lebte er in New York. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitet er als freier Fotograf in Stuttgart.

Info + illus. courtesy Amrei Heyne + f75




“Es ist spannend, die Kunstwerke in einem ganz neuen, fremden Kontext zu sehen.” Interview mit Amrei Heyne

12 12 2010

Die Stuttgarter Galeristin Amrei Heyne verfolgt ein eher ungewöhnliches Konzept: Sie agiert ohne fixen Ausstellungsraum und stellt an verschiedenen Orten aus – aktuell etwa in der galerie ak 1, Stuttgart, wo sie ihre “Dezemberschau” (9.-19.12.2010) präsentiert. Sie vertritt zur Zeit sechs Künstler, unter denen sich mehrere insbesondere der Architekturfotografie verschrieben haben. Im Interview mit deconarch.com stellt Amrei ihre Arbeit näher vor.

Mehr Informationen unter www.amreiheyne.de

INTERVIEW

Amrei, du bist seit 2 Jahren als selbständige Galeristin tätig und verfolgst ein eher ungewöhnliches Konzept – kannst du das ein wenig näher erläutern?

Ja, ich arbeite mit einem etwas anderen Konzept: Ich mache Ausstellungen auch in Kooperation mit anderen Ausstellern und Kreativen an und in diversen Locations im Moment in Stuttgart und Umgebung ich habe also bewusst keine fixen Galerieräume. Sechs Künstler betreue ich fest und arbeite daneben immer wieder mit Gästen.

Was ist der Vorteil davon, an ungewöhnlichen Orten auszustellen und keine feste Galerieräume zu haben?

Ich möchte eigentlich keine sehr langdauernden Ausstellungen machen, sondern finde es viel spannender, für einen relativ kurzen Zeitraum etwas Interessantes und nicht Wiederholbares zu liefern. Der Ort – manchmal ein Unort –, die Umgebung wird immer mit einbezogen. Es ist spannend, die Kunstwerke in einem ganz neuen, fremden Kontext zu sehen und manchmal auch ganz schön mutig.

Wieso die Entscheidung, als Galeristin zu arbeiten?

Ich würde sagen: der Beruf „Galerist“ hat mich gefunden. Mein Interesse an zeitgenössischer Kunst war immer schon groß und lässt nicht nach, ja ich lerne täglich hinzu!. Meine Biografie hat mich immer wieder zu Künstlern geführt. Mit vielen, die ich vertrete, bin ich seit Jahren freundschaftlich verbunden. Meine Ausbildung ist übrigens eine kaufmännische. Ich habe viele Jahre für einen Architekturfotografen gearbeitet, dies lehrte mich schlichtweg zunächst einmal “Fotos zu sehen” oder auch gut zu finden oder eben nicht. Es fiel mir leicht, mich für bestimmte Aufnahmen mehr zu begeistern als für andere. Dies prägte sicherlich meine Sichtweise hinsichtlich Architektur- und -fotografie. Dennoch glaube ich, dass man beweglich und offen für Neues bleiben muss – und das gilt für mich für jede Kunstrichtung! Hier gibt es sehr viel Spannendes zu entdecken. Ich bin sehr glücklich über diese Entscheidung – für mich genau das Richtige.

Du arbeitest mit sechs Künstlern zusammen, die du vertrittst. Nach welchen Kriterien wählst du diese Künstler aus? Gibt es eine Grundlinie, die diese verbindet? Was ist das Besondere an deren Schaffen?

Zuallererst muss m i c h ihre Arbeit faszinieren und begeistern. Nicht mehr und nicht weniger. Ich muss etwas Besonderes entdecken. Jeder Künstler zeichnet sich durch einen eigenen Stil aus. Ich mag eigentlich nicht mit Künstlern arbeiten, die unwillkürlich mit anderen zeitgenössischen „Kollegen” verglichen werden oder deren Arbeit aussieht, so wie die von Herrn X oder Frau Y. Es ist viel interessanter, anderen Menschen „meine” Künstler näherzubringen und sie im besten Fall für diese Arbeiten zu begeistern

Gleich drei Künstler beschäftigen sich mit Architekturfotografie …

Mit dem Medium Fotografie beschäftige ich mich am längsten. Vielleicht ändert sich das in ein paar Jahren und ich weiß irgendwann mehr zur Malerei zu sagen. Da ich meine künstlerische „Prägung“ sozusagen über die Architekturfotografie erhalten habe, wie schon gesagt, ist es keine Überraschung, dass viele „meiner“ Künstler sich mit diesem Bereich beschäftigten. Klaus Frahm, Heiner Leiska und Werner Pawlok arbeiten häufig mit dem „Medium” Architektur, weil sie uns einfach umgibt, aber ich zeige dennoch sehr häufig auch andere gänzliche unbekannte Arbeiten von ihnen, sehr Experimentelles etwa, aber auch Porträts von Menschen.

Willst du kurz ein paar Künstler näher vorstellen?

Sicher. Stellvertretend würde ich gern Tanja Maria Ernst, Ernst Friedrich Drewes und Klaus Frahm nennen, deren Arbeiten in der DEZEMBERSCHAU (9.-19.12.2010) – zusammen mit Werken von Uwe Ditz, Roland Halbe, Andreas Körner, Heiner Leiska, Felix Müller und Werner Pawlok – in der ak1 Galerie mitten in Stuttgart zu sehen sein werden

Tanja Maria Ernst halte ich für eine der besten zeitgenössischen Malerinnen Deutschlands, sie arbeitet kontinuierlich an und mit Themen unserer Zeit. Ihre Bilder sind von höchstem handwerklichen Niveau, das bestätigt jeder, der einmal ein Original von ihr gesehen hat. Wir werden noch viel von ihr hören bzw, sehen. Ernst Friedrich Drewes beschäftigt sich schier unerschöpflich mit dem Ornament. Seine Reliefs – er nennt sie Linienbilder – sind etwas Einmaliges. Klaus Frahm wiederum ist Fotograf mit Leib und Seele, er fotografiert nicht einfach, sondern interpretiert mit jeder seiner Serien, von denen manche Jahre dauern. Ich bin sehr stolz, mit ihm zu arbeiten, und finde seine Arbeiten auf das Schönste zeitlos.

Welche Ausstellungen hast du in der nächsten Zukunft geplant?

Im März / April 2011 wird es von mir in der f75 eine neue Ausstellung mit Fotoaufnahmen des Stuttgarter Fotografen Jürgen Pollak geben. Weitere Dinge sind in Planung, die werde ich rechtzeitig kommunizieren.

Und aktuell ist wie gesagt die DEZEMBERSCHAU in Stuttgart zu sehen.

Was ist charakteristisch für deine Arbeit?

Sehr wichtig ist es, dass man – und das gilt doch für jeden Beruf – seine Arbeit mit Freude tut und sein Bestes gibt. Ich möchte immer das Gefühl haben, man arbeitet gern mit mir zusammen und befruchtet sich im Arbeitsprozess gegenseitig…auch,möchte ich eigentlich nur noch mit Menschen zusammenarbeiten, mit denen es Spaß macht ;-) – nur so kann man letztendlich erfolgreich sein.




Neue Galerie für Architekturfotografie f75 in Stuttgart: Amrei Heyne zeigt Heiner Leiska und Klaus Frahm

14 07 2010

Im Mai hat in Stuttgart die Fotogalerie f75 ihre Türen geöffnet. Die Galerie am zentralen Marienplatz bietet ein Forum für alle, die Architektur und Fotografie im weitesten Sinne miteinander verbinden. Neben regelmäßig wechselnden Fotoausstellungen dient die Galerie als Treffpunkt zur Kommunikation und Diskussion über aktuelle Themen der Architektur und Fotografie.

In May, f75 was opened in Stuttgart: the new photo gallery focuses on architecture and photography. The gallery considers itself as a meeting point and wants to offer a forum for discussion and communication on current questions on architecture and photography.

Initiiert wurde f75 von Fotograf Wilfried Dechau, der sich mit Rüdiger Flöge (Leiter der Stuttgarter vhs- Photogalerie) und Daniel Fuchs (Fotoagentur artur) die kuratorische Arbeit teilt.

Aktuell werden als Beitrag zum “Fotosommer Stuttgart 2010″  von Amrei Heyne die Fotografen Heiner Leiska und Klaus Frahm in der Galerie präsentiert.

© Heiner Leiska

© Heiner Leiska

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Heiner Leiska
Jammerbugten – one mile of a beach

16. Juli bis 12. August 2010

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PR-Text: Heiner Leiska zeigt in seinen Fotografien – entstanden auf einer einzigen Meile Strand der Jammerbugten Küste 2007/8 – die unberührte Schönheit und Vielfalt der Natur. Er schärft unseren Blick für das Wesentliche fernab technischer Sensationen und bietet dem Betrachter ungewöhnliche Aufnahmen der Elemente.

© Klaus Frahm

© Klaus Frahm

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Klaus Frahm

DOM

20. August bis 16. September 2010

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PR-Text: Klaus Frahm fotografierte auf dem Hamburger Dom erstmals 1978/79.  Erst in seinen Schwarz-Weiss-Aufnahmen, ganz ohne Publikum, an Umbau- oder Ruhetagen entstanden,  wird die Trivialität und zugleich Pop-Art des überaus farbenfrohen Spektakels überdeutlich – Träume,  Alltag und Architektur einer faszinierenden Scheinrealität abgebildet.

Info + Illus. courtesy Amrei Heyne

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