Exhibitions on (urban) space: Stuttgart – Munich – Frankfurt

4 03 2010

Neues aus dem Süden: Das Kunstmuseum Stuttgart zeigt Katinka Bock in der “Frischzelle”; die Künstlerin setzt sich intensiv mit dem Ort auseinander, für den ihre Arbeiten – Skulpturen, Filme, Installationen – bestimmt sind. In München geht eine neue Kooperation zwischen einem Architekturbüro (Henn) und einer Galerie (Beck & Eggeling) an den Start, die sich dem Thema Raum widmet – mit Fotografien von Thomas Wrede. Und in Frankfurt spürt eine Gruppenausstellung in der Galiere Galerie Anita Beckers dem “Paradise is somewhere else” nach.

News from the German south: The Kunstmuseum Stuttgart presents Katinka Bock, who’s analyzing intensively the location where her works will be shown – sculptures, films, installations.  In Munich, a new cooperation between an architecture studio (Henn) and a gallery (Beck & Eggeling, Dusseldorf) is about to start, dealing with space – the opening exhibition presents photographs by Thomas Wrede. And in Frankfurt gallery Anita Beckers, a group exhibition traces how “Paradise is somewhere else”.


Katinka Bock, Landschaft unter dem Tisch, 2009, Holz, Terracotta, 70x70x60cm, Installationsansicht Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft; Foto: Stephan Minx, © Katinka Bock

Katinka Bock, Landschaft unter dem Tisch, 2009, Holz, Terracotta, 70x70x60cm, Installationsansicht Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft; Foto: Stephan Minx © K. Bock

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FRISCHZELLE_12: Katinka Bock
6. März – 6. Juni 2010

Kunstmuseum Stuttgart

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PR-Text: Bevor Katinka Bock mit einer Arbeit beginnt, begibt sie sich auf Spurensuche. In intensiver historischer Recherche setzt sie sich mit den Orten auseinander, für die ihre Skulpturen, Filme und Installationen bestimmt sind. Mithilfe natürlicher Materialien wie Ton, Papier, Holz, Metall und Stein macht die 33-Jährige Verborgenes sichtbar. Anhand vorhandener Geschichts- und Raumbezüge gestaltet die in Paris lebende Künstlerin abstrakte Landschaften, in denen durch das Aufeinanderprallen von Natürlichkeit und Künstlichkeit neue Dimensionen entstehen. Als zwölfte Künstlerin in der Ausstellungsreihe junger Kunst wird Katinka Bock die »Frischzelle« im Kunstmuseum einmal mehr auf neue Weise gestalten.

Info + Abb. Kunstmuseum Stuttgart

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"Swimmer", 2002, 95 x 67 cm aus der Serie Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007, C-Print Diasec

"Swimmer", 2002, 95 x 67 cm aus der Serie Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007, C-Print Diasec © Th. Wrede

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THOMAS WREDE

Manhattan / Picture Worlds

4. März – 30. April 2010

Henn Galerie in Kooperation mit Beck & Eggeling

München

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Eine spannende Kooperation: Das renommierte Architekturbüro Henn hat sich für eine Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst mit dem weitgefassten Thema “Raum” mit der erfahrenen Düsseldorfer Galerie Beck & Eggeling zusammengeschlossen. Den Auftakt der Kooperation markiert die Ausstellung “Manhattan / Picture Worlds” mit Fotografien von Thomas Wrede in München.

"King Kong", 2006, 95 x 123, 150 x 194 cm  aus der Serie 'Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007', C-Print Diasec

"King Kong", 2006, 95 x 123, 150 x 194 cm aus der Serie 'Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007', C-Print Diasec © Th. Wrede

Aus dem PR-Text: Während der letzten sieben Jahre fotografierte Thomas Wrede (*1963) die großen Plakatwände im New Yorker Manhattan, die für ihn signifikante Architekturelemente der schnelllebigen Metropole darstellen. Die von der Werbung vermittelten Ideale setzt er gekonnt in Kontrast zum Realismus der Straße, in dem er die Menschen und die Atmosphäre des New Yorker Alltags mit seiner Kamera einfängt. Es entsteht eine Real-Collage, in der sich die unterschiedlichen Ebenen der Realität zu einem spannungsreichen Bild komplettieren, das nur mithilfe einer Fotografie erzeugt werden kann. Die Stadt wird so zur Bühne und Kulisse; die auf übergroße Formate aufgeblasenen Ideale der Werbung verschwimmen mit dem amerikanischen Alltag.

Wie schon in früheren Fotoserien wie beispielsweise den bekannten “Real Landscapes”, geht es Thomas Wrede auch hier um die Verschiebung von Größenverhältnissen und vor allem die Erzeugung unterschiedlicher Realitätsebenen.

Ab dem 24. März 2010 zeigt die Kunsthalle Bielefeld ebenfalls Arbeiten aus der Serie ‘Manhattan / Picture Worlds’.

Info + Abb. Galerie Henn

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Sandra Senn Forces #1, 2009 210 x110 cm Pigment print on Hahnemühle paper Edition 5/ + 2 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

Sandra Senn Forces #1, 2009 210 x110 cm Pigment print on Hahnemühle paper Edition 5/ + 2 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

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Paradise is Somewhere Else

Niklas Goldbach | Nathalie Grenzhaeuser | Monica Ursina Jäger | Zhenchen Liu | Uriel Orlow | Julia Oschatz | Sandra Senn

February 26th – April 10th, 2010

Galerie | Anita Beckers | Frankfurt

Die Gruppenausstellung in der Galerie Anita Beckers präsentiert Arbeiten von  Niklas Goldbach (*1973), Nathalie Grenzhaeuser (*1969), Monica Ursina Jäger (*1974), Zhenchen Liu (*1976), Uriel Orlow (*1973), Julia Oschatz (*1970) and Sandra Senn (*1973). Die Arbeiten zeigen fiktive Architketurne, künstliche Landschaften und historische Ruinen und spielen mit unserem Blick auf die Welt und hinterfragen heutige Ideale – und ihr Fehlen.

Niklas Goldbach "HABITAT C3B", 2008 Video Loop, 7:37 min, HD Video, Stereo Edition 5 + 1 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

Niklas Goldbach "HABITAT C3B", 2008 Video Loop, 7:37 min, HD Video, Stereo Edition 5 + 1 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

Aus dem PR-Text: Bordering important political issues and yet unwilling to take sides, Niklas Goldbach’s film “Habitat C3B” depicts a series of performers unfolding different unexplainable actions in a modernist setting. Lapsing into the totalitarian, these actions re-enact the economic and social realities of our world, forcing us to question how exactly free is our urban and social space and how much room for self-determination we really have.

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Taking up the no longer-existing “Palais der Republik” in Berlin as a motive, Sandra Senn photographed its ruins and manipulated them into a new constructed reality. If in one work the rainbow suggests a dream-like quality in other work the remainings of the building have a desolated war- like setting.

In “Paradise is Somewhere Else” all imaginary and constructed landscapes seem to point to unidentifiable places, in terms of place as well as of time. Either a memory of the past or a vision of a world to come, these images seem to cling to a disturbing documental reality, yet unable to find its anchor in the familiar order of things.

Info + Abb. Galerie Anita Beckers




Richard Meier in Mannheim

26 07 2008

(Fotos von S.)

Eine unerwartete Entdeckung kann man in Mannheim machen: seit 2007 kann man in einem von Richard Meier entwickelten Kaufhaus (P&C) shoppen gehen.

Meier (*1934) ist einer der großen Architekten weltweit; Pritzker-Preisträger von 1984 und einer der New York Five.

Offizielle Website von Richard Meier & Partners

Typisch für Meier sind mit weißen standardisierte Quadern verkleidete geometrische Baukuben mit lichtdurchfluteten Innenräumen, wie es auch in Mannheim zu beobachten ist:

Außen fällt die typische weiße Fassadenverkleidung auf, die allerdings – ein Kaufhaus eben – von sehr viel durchgehender Verglasung “unterbrochen” wird. Innen wirkt der Bau stylisch, unterscheidet sich jedoch nicht wirklich von anderen Käufhäusern. Da ist ein anderer Baublock in der Nähe bedeutend auffälliger und eindrucksvoller – der Store of the Year 2008 (engelhorn-Neubau vom Architekturbüro Blocher Blocher Partners).

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Das Kaufhaus in Mannheim ist übrigens nicht der einzige Meier-Bau in Südwestdeutschland: in Frankfurt ist bereits von 1979-1985 das Museum für Angewandte Kunst entstanden, in Baden-Baden gibt es seit 2004 das “Juwel im Park” / Frieder Burda Museum.