Kunst im Stadtumbau Gespräch in der Galerie M im Rahmen der Stadtumbauwoche Berlin
11 10 2009Das Gespräch im Rahmen der Berliner Stadtumbauwoche soll Fragen zum Umgang mit der Kunst im öffentlichen Raum im Rahmen des Stadtumbauprozesses thematisieren. Ist die Umsetzung ortlos gewordener Kunst an neue Standorte möglich oder hat sie mit dem Verlust des Ortes ihre Funktion verloren? Diese und weitere Fragen zum Thema stehen am 11.10.09 ab 18.00 Uhr in der Galerie M zur Diskussion.
The talk about “Kunst im Stadtumbau” (Art and Urban Reconstruction) thematizes questions on how to deal with art in public spaces during urban reconstruction measurements. Is it possible to move art works created for a certain public space to a new location (when the original location gets changed) or has it lost its value with the loss of the original position?
The discussion takes place at Galerie M, Berlin (11.10.09, 18h), and is part of the “Stadtumbauwoche Berlin 2009″, an event to raise awareness for urban reconstructive developments in the different districts of Berlin.
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Kunst im Stadtumbau, Gespräch
Galerie M
www.galerie-mh.de
www.kunstraum-m.de
18.00-20.00h, 11.10.09
Gäste:
Josephine Günschel , Künstlerin
Thorsten Goldberg, Künstler
Bruno Ebersbach, Architekt
Gabriele Pütz, Landschaftsplanerin
Norbert Lüdtke, Bezirksstadtrat für ökologische Stadtentwicklung, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
NN, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Moderation:
Peter Funken

Fassade von Jim Avignon, Marzahn, Foto: Karin Scheel
Mit dem Bau der Großsiedlung Marzahn-Hellersdorf entstanden vor 30 Jahren auch die ersten Werke von Kunst im öffentlichen Raum. Sie waren vorwiegend architekturbezogen und schmückten die Eingänge von Kindereinrichtungen, die Räume der ersten Gaststätten oder die Fassaden von Schulgebäuden. Sie waren das Startsignal für ein bis heute einmaliges Kunstprogramm in einem neu geschaffenen Stadtraum. Nach Abzug der Baukombinate legte das Kunstprogramm für die Großsiedlungen einen Zwischenstopp ein. Im Zuge der Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung lebte es in den 1990er Jahren vor allem in Hellersdorf wieder auf. Im Unterschied zu den 1980er Jahren kam nun vielfach das Verfahren des Kunstwettbewerbs für vordefinierte Standorte zum Zuge. Der Beginn des neuen Jahrtausends stand unter dem Vorzeichen des Stadtumbaus und stellte die Kunst im öffentlichen Raum vielfach auf eine harte Probe. Im Zuge von Rückbaumaßnahmen konnten nicht alle Kunstwerke erhalten werden.
Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat von Anfang an die Kunst im öffentlichen Raum als Bestandteil des Stadtumbau-Programms vorgesehen und eine Bestandsaufnahme veranlasst. In deren Folge wurden einzelne Kunstwerke konservatorisch abgenommen, gesichert und in einem Schaudepot „Zwischenablage“ (Riesaer Str. 94) erneut präsentiert und der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein deutschlandweit bislang einmaliges Projekt für einen zeitgemäßen Umgang mit Kunstwerken, die ihren Standort verloren haben.
Seit kurzem liegt mit dem Buch „Kunst in der Großsiedlung“ eine umfassende Dokumentation von 462 Gestaltungen vor, die den Stadtraum der Großsiedlung geprägt haben.
Mit der Stadtumbauwoche möchte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit den Bezirksverwaltungen, ihren Beauftragten und programmbeteiligten Akteuren die Bürger und Bürgerinnen der Stadt auf die Vielfalt der Stadtumbauaktivitäten sowie beispielhafte und innovative Veränderungen aufmerksam machen, die sich im Kontext des Stadtumbaus in vielen Stadtteilen vollziehen.
Infos + Bilder: Galerie M und Stadtumbau Berlin
Kategorien : Architecture + Art
Schlagworte : Architektur, Berlin, Galerie M, Gespräch, Kunst, Marzahn, Stadtumbau










