Deconstructivist Architecture Exhibition at the MoMA 1988
16 02 2008Das Wesentliche in aller Kürze:
1988 wurde im Museum of Modern Art New York eine Architektur-Ausstellung unter dem Titel “Deconstructivist Architecture” veranstaltet, kuratiert von Philip Johnson und Mark Wigley.
Gezeigt wurden 7 Architekten, die meisten von ihnen noch recht jung. Mittlerweile spielen alle 7 in der obersten Liga weltweit mit:
Zaha Hadid
Bernard Tschumi
Rem Koolhaas
Coop Himmelblau
Daniel Libeskind
Peter Eisenman
Frank O. Gehry
Seit besagter Ausstellung werden diese Architekten – salopp gesagt – in die “Schublade” Dekonstruktivismus einsortiert, eine Zuordnung, die eigentlich keiner von ihnen unterstützt. Hinzu kommt, dass die Dekonstruktion eigentlich ein Begriff ist, der aus der Philosophie stammt und einige Jahre zuvor von Jacques Derrida eingeführt wurde.
Problematisch dabei ist, auf welcher Grundlage also ein ursprünglich philosophischer Terminus in eine andere Disziplin übertragen werden kann:
Haben Kontakte bestanden zwischen Philosophie und Architektur? (Jein – bis auf Tschumi und Eisenman hat sich keiner der Architekten intensiv mit Derrida auseinander gesetzt. Aber keiner sagt jedoch “ich übertrage den philosophischen Begriff jetzt in die Architektur”.)
Hat der De-Konstruktivismus etwas mit dem modernen russischen Konstruktivismus zu tun? (auch hier wieder: jein)
Wird denn etwas “de” gemacht, wie die Vorsilbe nahe legt, also zerstört? (nein, gerade nicht. Alle Architekten entwerfen hoch-komplexe und konstruktiv höchst anspruchsvolle Bauten.)
Warum also die Bezeichnung Dekonstruktivismus in der Architektur?
Kategorien : Deconstructivist Architecture
Schlagworte : 1988, Bernard Tschumi, Coop Himmelb(l)au, Daniel Libeskind, Deconstructivist Architecture, Frank O. Gehry, Mark Wigley, MoMA, Peter Eisenman, Philip Johnson, Rem Koolhaas, Zaha Hadid



