Peter Funch | BABEL TALES REDUX in NY

15 09 2011

Babel Tales by Danish photographer Peter Funch focuses on human relations and interaction in a metropolis. Funch’s works are documents of moments that never existed, as they are composed of thousands of frozen moments taken over the duration of several weeks for each work. By shooting at the exact same position over a period of time, Funch is able to superimpose images, and he hereby creates a fictional work based on documentary photography.

© Peter Funch

© Peter Funch

 
 
 
Peter Funch | BABEL TALES REDUX

Show runs Sept 7-Oct 8

V1 GALLERY NYC, New York

www.v1gallery.com
 
 
PR text: Babel Tales focuses on human relations and interaction in a metropolis. Through repetition and juxtaposition Funch investigates human similarities and collective behavior, creating a strange, poetic and detailed picture of our presence as both individuals and communities in the public sphere. His uncanny works raise questions of reality contra fiction, and they challenge the notion of photography as being a depiction of a certain moment in time. Funch’s works are documents of moments that never existed, as they are composed of thousands of frozen moments taken over the duration of several weeks for each work. By shooting at the exact same position over a period of time, Funch is able to superimpose images, and he hereby creates a fictional work based on documentary photography.

© Peter Funch

© Peter Funch

In “High Noon” an inexplicable number of handcuffed individuals litter around the prison waiting to be taken in. In “Caretaker” the explosion of colours fulfills our senses while we are invaded by doubt… can these coincidences be purely fortuitous ?

Peter Funch (Denmark, b 1974) is currently exhibiting at Louisiana Museum of Modern Art outside Copenhagen, Denmark, as part of the overwhelming Living exhibition. A large part of the Babel Tales series will also be included in the upcoming and celebrated Mannheim Foto Festival in Germany.

 Info + illus. courtesy V1 Gallery




„Innerhalb des Vierecks meiner Leinwand habe ich jede Freiheit, Welten zu erschaffen oder auch zu verwerfen.“ Interview mit Friederike Vahlbruch

15 08 2011

Die Arbeiten der Kölner Malerin Friederike Vahlbruch zeigen Szenen, die die Realität buchstäblich auf den Kopf stellen. In ihren New York-Ansichten setzen sich die endlos scheinenden Straßen- und Häuserzüge bis in den Himmel fort. Von allen Seiten stürzt “Stadt” auf den Betrachter ein – Hochhäuser, Straßen, Autos. Der Skyscraper scheint beim Wort genommen und nicht nur in den Himmel zu streben, sondern auch von dort zurückzustürzen.

CROSS OVER 2011, Öl auf Nessel, 130x80 cm

CROSS OVER, 2011, Öl auf Nessel, 130x80 cm

Die Künstlerin, die nach einem Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Rissa seit 1991 in Köln lebt, schafft perfekte Illusionen. Ihr Ziel ist es,  im traditionellen Medium Malerei feste Vorstellungen des Betrachters außer Kraft zu setzen und ihn die gemalten Dinge und die Malerei neu sehen und erleben zu lassen, so sagt sie selbst. Waren es zunächst menschliche Figuren, die in realistisch-absurden Szenerien mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen, wenden sich Vahlbruchs neue Arbeiten dem Erleben von Architektur zu.

Was sie dazu bewogen hat, Künstlerin zu werden und welche Rolle der Genter Altar dabei spielt, über die illusionistischen Möglichkeiten gegenständlicher Malerei, den „traditionellen“ Tabubruch in der Kunst und warum sie sich weniger in der Tradition der Surrealisten sieht, darüber gibt Friederike Vahlbruch im Interview mit deconarch.com Auskunft.

 illus. (c) Friederike Vahlbruch

INTERVIEW

Gleich zu Beginn eine „einfache“ Frage: Warum Kunst? Wie kamen Sie dazu, Künstlerin zu werden?

TOWNOVER, 2011, Öl auf Nessel, 110x130 cm

TOWNOVER, 2011, Öl auf Nessel, 110x130 cm

So einfach die Frage klingt – es ist schwierig, sie zu beantworten.

Ich hatte schon als Kind ein starkes Bedürfnis, mich durch Malerei ausdrücken zu wollen. Das beantwortet aber noch nicht die Frage nach dem „Warum”, also der eigentlichen Sehnsucht hinter diesem frühen Wollen. Prägend war für mich als Sieben- oder Achtjährige der Anblick des Genter Altars. Diese perfekt gemalte Illusion, die Leuchtkraft der Farben, die Größe des Altars, all das setzte unglaublich starke und vielschichtige Gefühle in mir frei. Durch eigene Bilder vergleichbare Empfindungen bei mir und bei anderen Betrachtern zu bewirken ist wohl der ursprüngliche Wunsch hinter meinem Künstlerberuf.

Welche Möglichkeiten bietet Ihnen die künstlerische Arbeit?

„Land der unbegrenzten Möglichkeiten” war der Titel meiner letzten Ausstellung im Kunstverein Worms. Innerhalb des Vierecks meiner Leinwand habe ich jede Freiheit, Welten zu erschaffen oder auch zu verwerfen. Zugleich bin ich aber auf Kuratoren und Galeristen angewiesen, um meine Arbeit ausstellen zu können, und natürlich auf Käufer.
Die Möglichkeiten der künstlerischen Arbeit sehe ich daher zweigeteilt: Völlige Freiheit innerhalb meines Ateliers einerseits, angewiesen sein auf die Anerkennung durch die Kunstszene andererseits.
Das empfinde ich als nicht immer ganz einfaches Wechselspiel zwischen dem Bewahren der eigenen Authentizität und Haltung und dem Reagieren auf für mich wichtige Einflüsse von außen. Zeitgemäßer Ausdruck und die eigene Individualität müssen immer mal wieder miteinander in Einklang gebracht werden.

Narration, die illusionistischen Möglichkeiten der Malerei, auf der Leinwand Welten entstehen zu lassen – welche Ziele verfolgen Sie mit Ihren Arbeiten?

COFFE CREAM, 2011, Öl auf Nessel, 25x25 cm

COFFE CREAM, 2011, Öl auf Nessel, 25x25 cm

Der Eindruck, den die perfekt gemalte Illusion des Genter Altars bei mir hinterlassen hat, wirkt bis heute nach. Ich interessiere mich für die Frage, wie das sein kann, dass man auf einem vorher festgelegten, flachen Viereck mittels Farbe und ihrer Anordnung Illusionen hervorrufen kann, die den Betrachter dazu bringen, etwas wahrzunehmen, zu erkennen und emotional darauf zu reagieren. Warum man glaubt, etwas Bestimmtes zu sehen und die Bedeutung dessen, was man sieht, zu kennen, ist eine zentrale Frage, die meiner Arbeit zugrunde liegt. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der Umgang mit Klischee- und Wunschvorstellungen, die oft schon Bilder und Assoziationen in der Vorstellung vorab entstehen lassen, bevor das Auge die Malerei richtig wahrnimmt. Ziel meiner Arbeit ist es, im traditionellen Medium Malerei feste Vorstellungen des Betrachters außer Kraft zu setzen und ihn die gemalten Dinge und die Malerei neu sehen und erleben zu lassen.

Ihre Gemälde zeigen ganz unterschiedliche Inhalte, Stadtansichten ebenso wie Figurenpersonal. Immer aber gibt es ein irritierendes Moment, eine illusionistische Verzerrung oder Verdrehung …

FOREST TOWN, 2011, Öl auf Nessel, 180x150 cm

FOREST TOWN, 2011, Öl auf Nessel, 180x150 cm

Während meiner Studienzeit musste ich mich zunächst einmal mit der Frage auseinandersetzen, ob ich Inhalte in meiner Kunst zulassen will und in welcher Form. Ich habe mich früh für die gegenständliche Malerei entschieden. Wenn ich mich aber für die gegenständliche Darstellung in der Malerei entscheide, kommt automatisch die Ebene des Erzählens mit hinzu. Rein formal, in einer Art zufällig zusammengestellter Collage vorzuführen, was alles handwerklich bei der Darstellung des Gegenständlichen möglich ist, würde meiner Ansicht nach zu kraftlosen, akademischen Ergebnissen führen. Die immer wieder in der Akademiezeit an uns Studenten gestellte Forderung, Kunst zu machen, die nichts aussagt, für sich selbst steht, ein Geheimnis bleibt und dem rein formal zu sehenden Avantgardestreben verpflichtet ist, halte ich in großen Teilen für ein Missverständnis.  Die Künstler der abstrakten Kunstrichtungen, die nach dem 2. Weltkrieg die Malerei neu definierten, stellten zwar in Ihren Bildern nichts dar, trotzdem vermittelten sie mit der Entscheidung, nur pure Malerei zu zeigen, eine klare Botschaft: Sie wendeten sich mit ihrer Gegenstandslosigkeit gegen den Missbrauch des Gegenständlichen etwa zu Propagandazwecken und befürworteten eine Haltung, die Kunst als reine Kunst ohne Zweckgedanken erlaubt, als Ausdruck einer freiheitlich denkenden Gesellschaft. In der Zeit des Kalten Krieges, als diese Haltung am klarsten lesbar war, war die Wirkung der abstrakten Bewegung am größten. Die erzählerische Ebene in meinen Bilder ist daher beabsichtigt, aber sie soll vielschichtig sein und verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zulassen.

Wie finden Sie Ihre Motive und Themen?

Meine persönliche Sicht auf das Zeitfenster, in dem wir gerade leben, hat großen Einfluss auf meine Themenwahl. Ich empfinde die Gegenwart als Umbruchzeit, in der viele Werte unserer Gesellschaft, die in den vergangenen Jahrzehnten galten, kritisch hinterfragt werden sollten. Das vorbehaltlose Akzeptieren von Innovation, Wachstum und Kommerzdenken als Motoren unserer Gesellschaftsordnung löst bei mir Gefühle des Unbehagens aus. Die Fragwürdigkeit unserer derzeitigen Werte und Normen ist dann auch das übergeordnete Thema meiner Arbeit. Entsprechend wähle ich meine Motive aus. Bevorzugte Motive sind die, die mit Wunschvorstellungen wie etwa dem Traum von Wohlstand einhergehen, also z.B. mein Haus, mein Auto, mein Swimmingpool. Oder Motive, die etwas mit Utopien zu tun haben. Megacitylandschaften wie New York sehe ich als nach und nach Wirklichkeit werdende Utopie immerwährenden Wachstums ohne Grenzen.

Zum Bespiel „New York“. Die Stadt scheint hier buchstäblich Kopf zu stehen. Können Sie uns mehr zu dieser Arbeit erzählen?

NEW YORK, 2009, Öl auf Nessel, 180x105 cm

NEW YORK, 2009, Öl auf Nessel, 180x105 cm

Die Idee zum Bild „New York” kam mir 2009 während einer Amerikareise. Gleich unsere erste Station der Reise war New York und es war mein dritter Aufenthalt in der Stadt. Dieses Mal fuhren wir das erste Mal mit der „Grey Line”, einer Touristenlinie, die mit doppelstöckigen Bussen durch Manhattan und andere Stadtteile New Yorks fährt. Die Busse haben kein Dach und ich saß ganz vorne, so dass ich in ca. 3,50 Metern Höhe durch eine dieser langen Straßen Manhattans Richtung Downtown fuhr. Der Effekt war eine veränderte Blickperspektive. Die extreme Vertikale und Fülle der Architektur boten ohnehin schon ein beeindruckendes Bild städtebaulicher Hybris, aber nun, abgehoben vom Boden, schien sich die Architektur auf einmal endlos fortzusetzen. Es war einer dieser magischen Momente, wenn Vorstellungskraft, Sehen und Erleben sich vermischen und Bilder erzeugen. Vor meinem inneren Auge schloss die nach oben hin wuchernde Architektur mit einer weiteren Straße ab, als ob sich die Stadt eine weitere Dimension erobern würde. Eigentlich wollte ich dann sofort wieder nach Hause und ins Atelier, aber ich hatte noch drei Wochen spannende Amerikareise vor mir.

„New York” gehört zu Ihrer Arbeitsreihen „Landscapes”. Die Verbindung von Stadt- und Naturlandschaft kommt in anderen Arbeiten noch deutlicher zum Ausdruck, etwa in „Mondrian City”.

Das Bild „Mondrian City” hat den Kontrast zwischen dem Formenreichtum der Natur und dem menschlichen Gestaltungswillen zum Thema. Der Titel spielt auf den Maler Piet Mondrian an, der seine letzten Jahre in New York verbrachte. Unter anderem in seinen Baumbildern formte Mondrian einen Baum schrittweise durch Reduktion so um, dass am Ende nur noch die horizontale und die vertikale Linie, sowie die Grundfarben Rot, Gelb, Blau und Schwarz und Weiß als Gestaltungselemente der Bildfläche übrig blieben. Ich sehe das als eine Art Ökonomisierung des Naturformenreichtums. Ähnliche Maßstäbe spielen auch in der Architektur eine Hauptrolle und so ist das Viereck und der rechte Winkel Grundlage für die meisten Gebäude.

MONDRIAN CITY, 2010, Öl auf Nessel, 160x210 cm

MONDRIAN CITY, 2010, Öl auf Nessel, 160x210 cm

Die Stadtlandschaft  New Yorks mit ihrer endlosen Variation und Wiederholung des Vierecks beeinflusste Mondrian, deshalb  bezeichnete er seine Kunst auch als „Kunst der Metropole”. Das Bild „Mondrian City” ist eine Art gewebter Teppich aus diesen verschiedenen Vorstellungswelten.

Architektur und architektonische Elemente haben erst in den letzten Jahren Einzug in ihre Arbeit gefunden. Gibt es dafür Gründe?

KICKER, 2011, Öl auf Nessel, 25x25 cm

KICKER, 2011, Öl auf Nessel, 25x25 cm

Dafür gibt es zwei Gründe: Früher zeigten meine Bilder eher Situationen mit einer oder mehreren Figuren. Das legte die Bildaussage zu sehr auf die bestimmte Situation mit ihren individuell handelnden Personen fest. Ich wollte eine größere Allgemeingültigkeit meiner Inhalte erreichen und da ich Häuser und Städte als sichtbare Hülle einer Gesellschaft begreife, wurden sie mein Motiv. Lieblingsmotiv ist die wuchernde instabile Hybris von Megastädten als Ausdruck unserer Gesellschaftsordnung.

Meine kritische Auseinandersetzung mit dem ungeprüften Bewahren von Werten aus der Moderne ist der zweite Grund für mein Interesse an Architektur. Unter anderem auch vom Bauhaus beeinflusst entwickelten sich viele künstlerische Wertmaßstäbe bei Architekten und Künstlern während dieser Zeit parallel. Funktionalität, Reduktion des Formenreichtums, ökonomisches Gestalten, Hinwendung zur Rationalität, Abwertung von emotional aufgeladenen Dingen als Kitsch, das sind Qualitätsmaßstäbe aus der Zeit der Moderne die bis heute für Architekten wie Künstler ihre Bedeutung haben. Aber der Satz „Weniger ist mehr.” klingt für mich heute eher so: „Weniger ist mehr – denn das rechnet sich!” Will ich die Kehrseite der oben genannten Wertmaßstäbe sehen, fahre ich in eine dieser monströsen Trabantenstädte, in denen der Mensch kein Maßstab mehr ist sondern nur noch klein angesichts der steinernen Masse aus Architektur. Wir in Köln haben vor unseren Türen den „Kölnberg.”

Wie gehen Sie vor, wie ist Ihr Arbeitsprozess?

 FOG TOWN, 2011, Öl auf Nessel, 120x160 cm

FOG TOWN, 2011, Öl auf Nessel, 120x160 cm

Mein Arbeitsprozess ist ein Weg der kleinen Schritte. Wie bei mir visuelle Eindrücke zu Ideen für ein Bild werden, habe ich schon am Beispiel des Bildes „New York” beschrieben. Danach beginnt die akribische, planvolle Vorarbeit, denn jedes Bild beginnt mit einem komplexen Entwurf. Teilweise am Computer, teilweise mit der Schere entsteht eine Collage aus vielen Teilen, die ein absurdes, aber gleichzeitig unbedingt logisches Ganzes ergeben muss.  Die gestalterische Herangehensweise dabei ist mal kalkuliert und mal rein zufällig, damit der Entwurf am Ende stimmig, aber trotzdem überraschend ist. Um zu vereinfachen und die Fotovorlagen lebendiger zu machen, wird der Entwurf auf Folie noch einmal neu gezeichnet und auf die Leinwand übertragen. Die Malerei ist nass in nass in einer Schicht, schnell und ohne Reue aufgetragen. Ich halte mich nicht genau an den Entwurf, sondern sehe ihn als Ausgangspunkt für die Malerei, die nicht zu sehr nach Fotorealismus aussehen darf. Wenn das Bild eine unmittelbare und gleichzeitig irritierende Wirkung hat, bin ich zufrieden und lasse es noch eine Weile für kleine Korrekturen im Atelier.

Was ist Ihrer Meinung nach charakteristisch für Ihre Arbeit?

„Reduktion ist ja offensichtlich nicht meine Sache.”, habe ich vor einiger Zeit auf die etwas provokativ gestellte Frage des Journalisten Volker Stephan geantwortet, warum es in meinen Bilder so wenig ruhige Flächen gäbe. Seine Beschreibung  „Die in Köln lebende Vahlbruch lässt die Eindrücke auf die Kunstfreunde einstürzen, als gäb´s kein Morgen.”[1] empfinde ich als sehr treffende Beschreibung meiner Arbeit und meines Lebensgefühls.
Öfter schon ist meine Malerei als surrealistisch bezeichnet worden. Ich hingegen sehe mich eher von Künstlern des Manierismus beeinflusst, wie z.B. Arcimboldi. Charakteristisch für meine Arbeit sind meiner Meinung nach Paradoxien, extreme, fantastische, mitunter satirische Bildideen, labyrinthische Welten mit wechselnden Perspektiven, die ambivalente Gefühle zwischen pulsierendem Leben und latenter Bedrohung auslösen.
Charakteristisch für meine künstlerische Haltung ist meine Skepsis gegenüber einem Qualitätsbegriff für Kunst, der mit der Forderung  nach Grenzerweiterung der Kunst und Provokation als reinem Selbstzweck auskommt. Diese Auffassung wirkt auf mich heute sehr traditionell, denn sie hat sich schon lange im Kunstbetrieb fest etabliert. Was ist heute provozierender: Der Tradition des Tabubruchs in der Kunst weiter zu folgen oder diese Tradition in Frage zu stellen und andere Wege zu beschreiten?

Friederike Vahlbruch, besten Dank für die Einblicke in Ihre Arbeit!

 


[1] in: Verkehrte Welt in New York, Westfälische Rundschau Nr. 63 / Unna, 16. März 2011.




Jürgen Pollak: NYX at New York in Stuttgart

15 03 2011

The city that never sleeps? German photographer Jürgen Pollak shows nightly shots of an empty metropolis bare of any glamorous atmosphere. This isn’t the gleaming Manhattan skyline, but a prosaic urban environment. Tonight his exhibition at f75 in Stuttgart opens.

© Jürgen Pollak

Jürgen Pollak NYX#33 © Jürgen Pollak

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Jürgen Pollak | NYX

15. März bis 21. April 2011

Eröffnung am Dienstag, 15. März, 19 Uhr
Einführung: Amrei Heyne, Stuttgart

f75 Fotogalerie, Stuttgart
www.f-75.de

www.amreiheyne.com
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PR-Text: Nur das Schild des Holland Tunnel gibt uns einen Hinweis – wir könnten diese Nachtaufnahme in jeder x-beliebigen amerikanischen Großstadt vermuten, nur nicht in New York, wo die Nacht noch etwas Mystisches zu haben scheint und so leitet sich auch der Titel der Arbeit aus der griechischen Mythologie ab. Nyx gilt als die Göttin und Personifikation der Nacht, vor der sich selbst Zeus fürchtete. In seiner neuen Arbeit entmystifiziert Jürgen Pollak die New Yorker Nacht und zeigt uns nicht ein Manhattan mit funkelnder Skyline. Was er uns präsentiert, sind nüchterne, in kaltes Licht getauchte Straßen und Verkehrsknotenpunkte einer Metropole, die so gar nichts Geheimnisvolles mehr ausstrahlt. Der Fotograf Jürgen Pollak zeichnet scheinbar unbedeutende Stadtlandschaften auf, die tagsüber mit tausenden von Menschen überfüllt sind, die die Avenues entlanghetzen und in denen das Verkehrschaos den Rhythmus vorgibt. Nachts jedoch kommen diese Stadtlandschaften scheinbar zum Stillstand. In Pollaks Fotografien sind diese Straßen und Plätze wie leergefegt und hell erleuchtet, ebenso wie zahlreiche Fenster in Bürotürmen und Wohnblocks – A city that never sleeps?

 

© Jürgen Pollak

Jürgen Pollak NYX#23 © Jürgen Pollak

Das hektische Großstadtleben ist einer Stille gewichen, die jedoch nichts Kontemplatives an sich hat, sondern unter greller Beleuchtung und Beobachtung steht. Die Farbigkeit und Technik der Fotografien verdichten die Ansichten und machen die Nacht sozusagen unsichtbar. Seine Absicht ist es deshalb auch nicht, den unzähligen Manhattan-bei-Nacht-Fotos eine weitere Serie hinzuzufügen. Was er zeigt, sind Ansichten, die eine neue Wahrnehmung des bekannten Ortes New York erlauben. Unter diesen Voraussetzungen handelt es sich folglich um konstruierte, genuin fotografische Bilder Wahrnehmungen des Kameraauges, die einen der bevölkertsten Orte dieser Welt zu einem verlassenen Ort machen. Die latente Geschäftigkeit, die von hell erleuchteten Baustellen, Bürohäusern und Verkehrsknoten ausgeht, unterstreichen den Eindruck von einer Stadt, die in diesen Bildern ohne Menschen zu funktionieren scheint.

Dies ist ein Ausstellung von Amrei Heyne in der Galerie f75.

 

Jürgen Pollak NYX#38

Jürgen Pollak NYX#38 © Jürgen Pollak

 

Jürgen Pollak ist in Stuttgart geboren. Er studierte visuelle Kommunikation an der HdK Berlin. In Berlin und Wien wirkte er bei internationalen Spielfilmproduktionen mit, bevor er 1999 das erste deutschsprachige Internet-Video Portal webfreetv.com AG mit Sitz in Wien und Berlin gründete. In den Jahren 2001 und 2002 lebte er in New York. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitet er als freier Fotograf in Stuttgart.

Info + illus. courtesy Amrei Heyne + f75




Raïssa Venables: All that Glitters and Rolf Zscharnack’s Fast City in Berlin

17 11 2010

Using collage techniques, American photo artist Raissa Venables developed a way to capture architectural interiors into a spacial photographic impression. Her latest series brought her to Dresden’s treasures. Rolf Zscharnack photographs global cities at night – moving. Thus he transforms the silent cities into visions of light. “Fast City” are dynamic potraits of urban metopolises like Berlin, New York und Miami.

Raïssa Venables, Green Vault, 2010, C-Print / Diasec

Raïssa Venables, Green Vault, 2010, C-Print / Diasec

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Raïssa Venables – All that Glitters

29. Oktober – 4. Dezember 2010

WAGNER + PARTNER, Berlin

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PR-Text: Der Glanz der Gehäuse – Die international bekannte Fotokünstlerin Raïssa Venables (*1977) interpretiert in ihrer neuen Einzelausstellung, eingebettet in den 4. Europäischen Monat der Fotografie, verschiedene Räume auf bislang einzigartige Weise. Die Ausstellung führt den Besucher auf eine Reise durch das prachtvolle Grüne Gewölbe in Dresden, das Richard-Wagner-Haus in Bayreuth oder die coole Austern-Bar im New Yorker Bahnhof Grand Central. Jedes dieser „Gehäuse“ eröffnet eine verborgene Welt.

Raïssa Venables hat in den vergangenen Jahren einen markanten fotografischen Stil entwickelt, der die Grenze zur Malerei überschreitet und dessen Bilder seither im In- und Ausland in wichtigen Museen gesammelt werden. Ihre souveräne farbliche wie Raum bildende Collagetechnik übersetzt vorhandene Architektur in einen erlebbaren fotografischen Gesamteindruck. Dreidimensionale Räume werden zu Aggregatzuständen, eine vierte emotionale Dimension entsteht.

Raïssa Venables, Pillnitz, Palmhouse, 2010, C-Print / Diasec

Raïssa Venables, Pillnitz, Palmhouse, 2010, C-Print / Diasec

In den letzten Jahren hat sich die amerikanische Künstlerin vermehrt der europäischen Baugeschichte zugewandt. Hier sind es meist prachtvolle und prestigeträchtige Bauten. Nach Kirchen in Italien hat sie sich nun vor allem mit dem kulturellen Reichtum Dresdens auseinandergesetzt. In ihren neuesten Werken wird der Gründungsgeist vieler Architekturen wieder erlebbar. So vermittelt die sattgrüne Pflanzengruppe in dem Werk „Palmenhaus, Pillnitz“ noch einmal das Staunen über die ersten europäischen Glashäuser Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Sammelleidenschaft eines August des Starken wird in ihre ganzen Exzentrik wieder spürbar, wenn Venables das Grüne Gewölbe fotografisch durchmisst.

Info + illus. courtesy WAGNER + PARTNER, Berlin

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© Rolf Zscharnack

© Rolf Zscharnack

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Rolf Zscharnack

Fast City

11. Oktober – 23. Dezember 2010

SHOWROOM
Berlin

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PR-Text: Fast City erzählt von einer Fotoreise um die halbe Welt. So werden auf rund 23 großformatigen Farbfotos (Ilfochrom- Prints und Lightboxes zwischen 75 x 50cm und 240 x 125cm) Szenerien aus den Metropolen Berlin, New York und Miami gezeigt, urbane Gemeinsamkeiten dargestellt und wiederum städtetypische Besonderheiten kontrastiert.

© Rolf Zscharnack

© Rolf Zscharnack

In der 2009 begonnenen Fotoserie arbeitet Rolf Zscharnack mit der Kombination aus Kameraschwenk und Langzeitbelichtung; er fotografiert aus dem fahrenden Auto, aus der Bewegung oder Drehung heraus. Die Lichter der Stadt, Leuchtreklamen oder beleuchtete Häuserfronten werden zu abstrakten Lichtspuren. Menschen verflüchtigen sich zu schattenhaften Erscheinungen. Der konkrete Ort erlangt den Status einer Kulisse, einer Kulisse für ein Schauspiel, das sich so, wie es in Fast City sichtbar wird, nie ereignet hat. Das Foto avanciert zu einer visualisierten Lichtvision.

„Die ersten Fotos der Fast City-Serie entstanden, als ich nachts in Berlin mit dem Auto unterwegs war. Die Stadt ist dann wie ausgestorben, kaum Verkehr, wunderschön. Es sind flüchtige Eindrücke, die wie ein Bilderschweif an mir vorbeiziehen. Ich spüre, in welchem Moment ich ein Bild festhalten und wie schnell ich die Kamera bewegen muss, damit die Atmosphäre der erlebten Situation im Bild sichtbar wird“, so der Künstler.

Unter anderem inspiriert von László Moholy-Nagy, der zwischen 1937 und 1946 den nächtlichen Verkehr in Chicago fotografierte, changiert Rolf Zscharnack die Methodik und Herangehensweise der Aufnahme. Denn agierte Moholy-Nagy von einem ruhende Standpunkt aus, um die metropolitane Dynamik im Bild still stehen zu lassen, so ist es im Falle von Fast City Rolf Zscharnack selbst, der das Tempo vorgibt und damit das entstehende Bild inszeniert.

Bei jedem Städteportrait setzt der Fotograf auf die jeweils spezifischen ‚Farben der Stadt’ und schenkt dieser somit ihre eigene Licht-Dramaturgie und unterstreicht gleichzeitig ihre Einzigartigkeit.

„Nicht das, was ich fotografiere bewegt sich dabei, sondern ich bewege mich. Ich male Bilder mit meiner Kamera.“

Info + illus. courtesy Showroom Berlin




New York New York: Back from the city that never sleeps …

15 04 2010

Nach einer etwas längeren Schreibpause – die Entschuldigung dürfte überzeugen: Grund war ein Forschungsaufenthalt in NYC – ist es an der Zeit, wieder einen Blick auf das aktuelle Geschehen im Kunst-Architektur-Bereich zu werfen. Aber zunächst ein Kommentar zur Stadt der Städte: New York New York!

After a longer silence – the excuse might convince: due to a research trip to NYC – it is about time for another glance on what’s currently happening, art+architecture-wise. But first a little comment on the city that never sleeps: New York New York! To summarize all the impressions would probably go beyond the scope. In short – it is fascinating to walk through NYC’s architecture, be it the highrises of Manhattan, be it the Brownstones in Brooklyn (Heights) and New Jersey. And off the beaten tourists track, it is the following artists, that appear interesting from deconarch‘s point of view (partly in English, the links provided always direct to an English written site).

NYC – mit Sicherheit eine der meistfotografierten Städte auf der Welt. Alle Eindrücke, Beobachtungen, Besonderheiten zu beschreiben, würde wohl den Rahmen mehr als einmal sprengen. Mehr als faszinierend, die Architektur vor Ort “live” zu erleben und zu erlaufen – in Manhattan vor allem, mit seiner 3-dimensionalen Geschichte der Highrise Buildings, aber auch die Brownstones in Brooklyn (Heights vor allem) oder New Jersey.

Bilder © S. K.

Darüber hinaus sind – abseits der “Touristenlaufstrecken” – aus deconarch.com-Perspektive besonders folgende Künstler aufgefallen:

Im Whitney Museum of American Art ist noch bis Ende Mai die Whitney Biennial 2010 (25. Februar bis 30. Mai 2010) zu sehen, bei der ein Querschnitt durch das zeitgenössische Kunstgeschehens Amerikas präsentiert wird. Gezeigt werden 55 Positionen, die schlicht unter dem Thema “2010″ zusammengefasst sind.

James Casebere, Landscape #1 (Dutchess County, NY), courtesy Whitney.org

James Casebere, Landscape #1 (Dutchess County, NY), courtesy Whitney.org © J. Casebere

Darunter sind zwei Arbeiten von James Casebere, “Landscape#1 und #2″. Whitney.org zu Caseberes Arbeit:

“Since the 1980s, James Casebere’s photographs have transported viewers into ambiguous, evocative, and surreal environments. Casebere’s process involves constructing tabletop models out of modest materials, such as Styrofoam, plaster, and cardboard. He then dramatically lights these constructions and care¬fully positions his camera to manipulate the com¬position and the mood of the resulting photograph. Devoid of human figures, the constructions invite viewers to project into and inhabit the space.

For Landscape with Houses (Dutchess County, NY) #1 and Landscape with Houses (Dutchess County, NY) #2, Casebere constructed his grandest, most detailed model to date—an American subdivision based on one in Dutchess County, New York. The fabricated community is a hybrid development of the sort hit hard by the foreclosure epidemic of the past few years.”

Eine Arbeit von Casebere ist aktuell auch im Guggenheim Museum zu sehen.

Maureen Gallace, Sledding, oil on linen, 25.5 x 25.5 cm 2000, courtesy www.maureenpaley.com

Maureen Gallace, Sledding, oil on linen, 25.5 x 25.5 cm 2000, courtesy www.maureenpaley.com © M. Gallace

Maureen Gallaces Ölbilder fangen Häuser  durch sorgfältige Beobachtung und gezielte Auslassungen ein. Oft verzichtet Gallace auf beschreibende architektonische Details wie Fenster und Türen und bringt mit ruhigen, meist flächigen, pastellig-erdfarbenen Bildern den Betrachter dazu, seine Assoziationen zu entfalten. Ihre Motive findet sie in ihrer Heimat New England, oft eingefangen durch Fotografien, die sie aus dem fahrenden Auto heraus aufgenommen hat.

Ein Artikel im frieze magazine zu Maureen Gallace.

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Im P.S.1 , der neuen Außenstelle des MoMAs, ist ein Video der schwedischen Künstlerin Klara Lidén zu sehen, einer ausgebildeten Architektin, die in ihrer Arbeit architektonische Eingriffe und INstallationen kreiiert: (MoMA.org zu Klara Lidén) “Klara Liden (Swedish, b. 1979) creates architectural interventions and installations by cannibalizing existing structures and materials, such as cardboard, corrugated metal, drywall, wood, and carpet remnants. With a spirit of activism and rebellion, Liden rethinks the places we inhabit and builds spaces that deviate from their normal functions. In addition, the artist makes videos that challenge accepted codes of behavior. Brimming with physical intensity and ferocity, Liden performs illicit acts for the camera, from the methodical destruction of a bicycle to an eccentric dance on a crowded Stockholm commuter train.”

New York City Ballett: Architecture of Dance

New York City Ballet: Architecture of Dance

Aufgefallen sind darüber hinaus: Die Ausstellung Modernism at Risk (February 17 – May 1, 2010) im American Institute of Architects AIA New York und das aktuelle Thema des New York City Ballets: Architecture of Dance.




Matthias Haun’s urban Daydreams in Hamburg and New Homeland in Stuttgart

12 12 2009

Auch über den Jahreswechsel gibt es was zu sehen – im Norden wie im Süden. In der found Galerie in Hamburg zeigt Matthias Haun Weltstädte wie New York, Tokyo und Paris in ebenso erstaunlichen wie ungewohnten – weil untypischen – Ansichten, in Stuttgart sind die Arbeiten der Preisträger des Europäischen Architekturfotografie-Preis 2009 zum Thema “Neue Heimat” zu sehen.

Still interesting shows to see around the change of years – in Northern and Southern Germany. found Galerie Hamburg presents Matthias Haun’s amazing and unusual – because untypical – impressions of world cities like New York, Tokyo and Paris, while in Stuttgart the winning works of the European Architecture Photography Prize 2009 “New Homeland” can be seen.

Matthias Haun Wellblechhaus 1, Tokyo 2006

Matthias Haun Wellblechhaus 1, Tokyo 2006 © M. Haun

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Matthias Haun

Contemporary Fine Daydreams

found Galerie, Hamburg

30. November 2009 – 30. Januar 2010

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Matthias Hauns (*1959) 2006 begonnene Serie Contemporary Fine Daydreams zeigt die ungesehenen, alltäglichen Seiten von Städten wie Paris, Tokyo, L.A., Nagasaki. Seine Bilder verhelfen dem Unscheinbaren zu dem Recht, gesehen zu werden und zu der Chance neben dem Stereotyp zu bestehen. So reduziert der Bremer Foto-Künstler etwa den Blick auf New York auf ein Wasserglas neben dem eine weiße Serviette mit Prägedruck liegt.

Matthias Haun Wartende, Paris, 2006Matthias Haun Wartende, Paris, 2006 © M. Haun

Obwohl Hauns Motive die großen Städte der Welt sind, deren mediales Bild teilweise schon bis zum Überdruss veröffentlicht ist, präsentiert er einen ganz anderen Blick auf diese Städte. Seine Digital-Aufnahmen gehorchen gerade nicht den gängigen touristischen Sehmustern – und statt den Aufnahmen digital mehr Schärfe, Kontrast und knalligere Farben zu verleihen, nutzt er die digitalen Möglichkeiten vor allem, um Silhouetten zu verbergen und Ansichten zu fragmentieren. Digital nachbearbeitet wird nicht zur Korrektur der Aufnahmen, sondern zur malerischen Intervention ins Bild.

In der found Galerie für zeitgenössische Fotografie sind 17 Arbeiten der Serie Contemporary Fine Daydreams zu sehen.

(Info aus einem Text von Benno Schirrmeister, Webseite Matthias Haun)

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Stephan Sahm, 1. Prize | Europäischer Architekturfotografiepreis 2009   ,,Neue Heimat | New Homeland´´

Stephan Sahm, 1. Prize | Europäischer Architekturfotografiepreis 2009 ,,Neue Heimat | New Homeland´´

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Neue Heimat
Europäischer Architekturfotografie-Preis 2009

vhs-photogalerie, Stuttgart

26. November 2009 – 31. Januar 2010

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PR-Text: Der alle zwei Jahre ausgelobte Wettbewerb “Europäischer Architekturfotografie-Preis” stand dieses Mal unter dem Thema “Neue Heimat | New Homeland”.

Tim Griffith | Europäischer Architekturfotografiepreis 2009 ,,Neue Heimat | New Homeland´´

Tim Griffith, 2. Prize | Europäischer Architekturfotografiepreis 2009 ,,Neue Heimat | New Homeland´´

An dem aktuellen Wettbewerb haben sich 232 Fotografen aus 16 Ländern beteiligt. Vergeben wurden drei Preise, vier Auszeichnungen und 22 Anerkennungen. Von den so geehrten Fotografen werden jeweils vier Arbeiten, die konzeptionell zusammen gehören, gezeigt. Alle Arbeiten zeugen vom großen technischen Können der Fotografen, von ihrer Inspiration und von bewundernswerter Originalität. Was zum Beispiel auf einem der Preisträgerfotos von Stephan Sahm (1. Preis) wie ein Zimmer mit futuristischen Möbeln aussieht, entpuppt sich bei genauem Hinsehen als Inventar eines Hamsterkäfigs.

Erster Preis / First Prize
Stephan Sahm (GER)

Zweiter Preis / Second Prize
Tim Griffith (US)

Zweiter Preis / Second Prize
Jacky Longstaff (UK)

Mehr Bilder der Preisträger hier

Jacky Longstaff, 2. Prize | Europäischer Architekturfotografiepreis 2009 ,,Neue Heimat | New Homeland´´

Jacky Longstaff, 2. Prize | Europäischer Architekturfotografiepreis 2009 ,,Neue Heimat | New Homeland´´

Die meisten Fotografen sehen das Thema “Neue Heimat” durchaus kritisch, weil eine neue Heimat meist den Verlust einer alten Heimat impliziert.

Alle Fotografien zeigen auch, dass moderne Architektur-Fotografie heute weit mehr ist als das perfekte Abbilden von Gebäuden, dass Emotionen, Reflexionen und Visionen ebenso dazugehören.

Info und Abb. vhs-Fotogalerie Stuttgart und die Fotografen

Mehr Infos gibt baulinks.de

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Christoph Studinka's Face of New York and Stefan Heyne's Blind Spot_2 Photo Exhibits in Zurich and Cologne

18 06 2009

Two exhibitions in Zurich and Cologne present new and unexpected views – of New York, the most photographed city in the world (or so they say), and of reduced imaginary rooms, playing with human perception.

© Christoph Studinka

© Christoph Studinka

The Face of New York – unseen vistas of the Big Apple
by Swiss photographer Christoph Studinka

Gallery See 301, Zurich / CH

Christoph Studinka’s Blog

Swiss photographer Christoph Studinka portrayed New York City during the last ten years. Of course, neither is he the first one to do so, nor will he be the last – New York is said to be the most photographed city in the world. But his b/w prints break with many preconceived ideas and clichés on the Big Apple.

© Christoph Studinka

© Christoph Studinka

Studinka,  a self-taught photographer who is working intensively in b/w besides his regular work since 2000, is interested in the moment of seeing and framing the image, which is often happening in a matter of seconds. While strolling through the chessboard of New York’s streets with his preloaded camera, – waiting, watching, searching, waiting, wondering, deciding, and instantly shooting – he experiments with photos and motives. Studinka is fascinated by New York’s greed and poetry, its success and failure, the symbols for world power and (like Ground Zero) destruction.

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Stefan Heyne EINGANG 140x93cm 2006 © VG Bild-Kunst Bonn

Stefan Heyne, EINGANG, 140 x 93cm, 2006 © VG Bild-Kunst Bonn

Stefan Heyne
Blind Spot

Kaune, Sudendorf Gallery, Cologne

Until 11. Juli 2009

Berlin artist Stefan Heyne developes imaginary rooms. Working consequently on the “interface” between painting and photography, Heyne’s photos aren’t descriptive, not representing. Thus refusing the reproductive character of photography, Heyne’s works develop a particular autonomy.

His rooms show details not at once recognizable. Precisely calculated and highly reduced and quiet, they invite the viewer to view closely, to penetrate the unknown situation. The viewer realizes how the image becomes  a projection screen for his/her imagination.

The consistent reduction in Heyne’s photos creates a mixture of known and unknown, and raises questions on how photography works, how perception works, how the dialogue between painting and photography works.

Stefan Heyne ZIMMER 911 125x188cm 2007 © VG Bild-Kunst Bonn
Stefan Heyne: ZIMMER 911, 125 x 188cm, 2007 © VG Bild-Kunst Bonn



UrbanOmnibus, a new online project about New York

8 01 2009

I just received a message announcing a new online project of the Architectural League New York which seems quite ambitious and interesting to Non-New Yorkers, too:

According to their self-description, Urban Omnibus aims to:

“Urban Omnibus is an online project of the Architectural League that explores the relationship between design and New York City’s physical environment: revealing the choices shaping the city, encouraging conversation, inspiring innovation.”

And a little more precise:

“Urban Omnibus is an online project of the Architectural League to create a new kind of conversation about design and New York City. We commission, gather and deliver the insights of journalists, architects, planners, designers, artists, activists, scholars and citizens. The Omnibus features multi-media content to showcase design innovation, critical analysis and local expertise across a broad range of topics and locales, creating bridges between various communities of interest. Urban Omnibus makes vivid the processes and possibilities shaping New York. Our goal is to increase understanding of the city we have and encourage ideas that can lead to a more inclusive, more sustainable, more beautiful city that could be.”





Der Mai war kein guter Monat für die Architektur…

1 06 2008

In den letzten Wochen sind einige “Architekturkatastrophen” passiert, die ich nicht unkommentiert lassen möchte (und nein, ich meine nicht den neuen Heathrow-Terminal in London):

Am 20. Mai 2008 ist ein Großbrand in der Berliner Philharmonie von Hans Scharoun (fertiggestellt 1963) ausgebrochen, der aber ein paar Stunden später unter Kontrolle gebracht wurde. Auslöser waren Schweißarbeiten auf dem Dach. Zerstört wurden weite Teile des Dachs. Die Innenräume sind nicht betroffen, ab dem 1. Juni ist die Philharmonie wieder geöffnet und wird ab 2. Juni bespielt.

Mehr hier und hier

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Noch einen Brand gab es an der TU Delft, ausgerechnet in der Fakultät für Architektur und Bauingenieurswesen, der allerdings weniger glimpflich verlaufen ist. Offenbar gab es durch eine lecke Wasserleitung in der Decke einen Kurzschluss in der Kaffeemaschine. Der Bau ist komplett ausgebrannt und wurde mittlerweile abgerissen. Zwar hat der moderne Hochhausturm aus den 1960er Jahren alle Sicherheitsvorschriften erfüllt, allerdings hätte ein Brand über den zentralen Betonkern im Innern gelöscht werden müssen – und eben hier brach das Feuer aus und war somit für die Feuerwehr nicht zugänglich.

Neben dem Gebäude selbst und allem, was zu einer Fakultät gehört, sind auch einige wertvolle Modelle, u.a. von Le Corbusier, Frank, Lloyd Wright und Adolf Loos verbrannt, die zufällig in Delft waren – eine knappe Woche später sollte eine Architektur-Ausstellung eröffnet werden.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ZaK5YVVaRCo]

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Außerdem:

Manhattan ist derzeit ein hochbegehrtes Baugelände und erlebt einen Bauboom – nur mit der Sicherheit scheint es zu hapern. Schon der zweite Kran ist innerhalb weniger Wochen in ein 23stöckiges Wohnhaus gekracht. Die Folgen stellt man sich lieber nicht vor…

Zum Unglück vom 30.5.08 hier.

Vom 16.3.08 hier.