Christian von Steffelins Palastschaustelle in Berlin

19 10 2010

And another vernissage in Berlin, Friday 22 Oktober: berg19 raum für fotografie presents Christian von Steffelin’s long time series of the the disappearance of Palast der Republik in Berlin. The exhibition is part of the 4. European Month of Photography Berlin 2010.

© Christian von Steffelin, links: ©2009, C-Print, 125 x 150cm gerahmt re: ©2006-8, C-Prints, je 20 x 20cm

© Christian von Steffelin, links: © 2009, C-Print, 125 x 150cm gerahmt re: ©2006-8, C-Prints, je 20 x 20cm

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Palastschaustelle
Christian von Steffelin

23. Oktober – 27. November, 2010
berg19 raum für fotografie, Berlin


Vernissage 22. Oktober, 2010, 19-22Uhr

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PR-Text: Christian von Steffelin dokumentiert in Langzeitstudien Orte, die im Verschwinden begriffen sind. Besonders intensiv hat er sich mit dem Palast der Republik auseinandergesetzt, der einstigen Machtzentrale der DDR, dessen Transformation und Rückbau er mehr als 15 Jahre lang begleitet hat.

Information / Palast der Republik, 1996, C-Print, 40 x 50cm

Christian von Steffelin, Information / Palast der Republik, 1996, C-Print, 40 x 50cm © Christian von Steffelin

Christian von Steffelin beschäftigt das Wesen der Vergänglichkeit. Er versucht dem Vergessen und Verschwinden Herr zu werden, indem er sich einem Ort immer wieder und unter wechselnden Voraussetzungen nähert. So ist im Falle des Palasts ein regelrechtes Konvolut an Aufnahmen entstanden, sowohl vom langsamen Rückbau des Gebäudes, als auch von den Menschen, die ihn mitverfolgt haben.

Ein Bauarbeiter schweißt Stahlträger in Einzelteile. Ein Päarchen betrachtet die Zerstörung aus einiger Entfernung, während Kinder ein ‚Rettet den Palast’ Schild vor sich hochhalten. Neben dem dokumentarischen Festhalten von Geschichte, geht es Christian von Steffelin darum die besondere und vielfältige Atmosphäre einzufangen, die solch ein Ort ausstrahlt.

Text: Petra Karadimas

Info + illus. courtesy berg19 raum für fotografie, © Christian von Steffelin

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Im November 2010 erscheint  bei Hatje Cantz ein Katalog von von Steffelins Palast der Republik-Serie, auf die deconarch.com bereits hingewiesen hat:

Christian von Steffelin, Palast der Republik 1994-2010. Texte von Knut Ebeling, Manfred Schmalriede, Christian von Steffelin, Gestaltung von Kai-Olaf Hesse. Deutsch/Englisch, 248S. 258 Abb., davon 237 farbig, 30 x 22,5cm, gebunden, €39,80 (D), CHF 56,90





Neue Bücher: Von Walter Niedermayr bis Peter Bialobrzeski. Hatje Cantz im Herbst 2010

10 06 2010

Out now: the autumn program of German art book publisher Hatje Cantz – including several interesting architecture+art publications. And because it’s Fifa World Cup, we’re starting with 2 photo books about South Africa, then turn to Italy and to – it can’t be missed – Berlin.

Please use the links for an English description of the books.

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Thomas Hoeffgen: African Arenas

Thomas Hoeffgen, eigentlich international erfolgreicher Mode- und Werbefotografen, hat sich von der Begeisterung, mit der in  Afrika Fußball gespielt wird, anstecken lassen und seit 1999 immer wieder Fußballspieler und Zuschauern in Nigeria, Namibia, Botswana, Sambia, Malawi und Südafrika fotografiert – auf den typischen improvisierten Sandbolzplätze des Kontinents mit zwei Holzpflöcken als Tor, aber auch in den Betonarenen der Städte mit ihren Flutlichtern und Tribünen. (Ausstellungen: Auswärtiges Amt, Berlin 30.4.–2.6.2010 | Deutsche Akademie für Fußball-Kultur, Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Nürnberg 5.6.–18.7.2010).

Thomas Hoeffgen: African Arenas, Hrsg. Nadine Barth, Text von Nadine Barth, Ian Hawkey, Thomas Hoeffgen, Gestaltung von Julia Wagner, Deutsch, Englisch, 2010. ISBN 978-3-7757-2668-9

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Peter Bialobrzeski: Informal Arrangements

Sehr viel ernster hingegen Peter Bialobrzeskis neuestes Projekt Informal Arrangements, das Innenansichten südafrikanischer Slumhütten zeigt. Die Fotos entstanden 2009 in Kliptown, einem Vorort von Soweto, in dem 1955 Mitglieder der Anti-Apartheid-Bewegung die »Freedom Charter«, ein Zehn-Punkte-Programm,verabschiedeten, das bis 1990 verboten blieb und heute einen wesentlichen Teil der südafrikanischen Verfassung darstellt. Trotz des historischen Auftrags hat sich die Lebenssituation der Bewohner informeller Siedlungen in den vergangenen 20 Jahren kaum verbessert.

Soccer City, Johannesburgs neues, extra für die WM 2010 gebautes Fußballstadion, ist weniger als zehn Kilometer Luftlinie entfernt. Eine Eintrittskarte auf dem internationalen Markt ist teurer als die gesamte Einrichtung einer Hütte auf den Fotos von Peter Bialobrzeski. Die Bilder erzählen von dem Wunsch, das Heim mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln wohnlich zu organisieren.

Peter Bialobrzeski: Informal Arrangements, Text von Peter Bialobrzeski, Indra Wussow, Gestaltung von Peter Bialobrzeski, Kathrin Hufen, Deutsch, Englisch, 2010. ISBN 978-3-7757-2660-3

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Auch aus bzw. über Italien gibt es gleich zwei schöne Bände: Gregory Crewdson: Sanctuary und Walter Niedermayr: Recollection, dessen beeindrucke Arbeiten mir schon lange aufgefallen sind.

Walter Niedermayr (*1952 in Bozen) ist einer der großen europäischen Fotokünstler unserer Zeit. Seine sensible Bildsprache, die in den letzten Jahren von zahllosen anderen Fotografen leider viel kopiert wurde, ist durch die zurückgenommene Farbdichte gekennzeichnet. Einem breiten Publikum bekannt wurde Niedermayr durch seine Bildserien zu alpinen Landschaften, Architekturen und Infrastrukturen.

Für dieses Projekt reiste er in den Jahren 2005 bis 2008 nach Teheran, Isfahan, Yazd, Schiraz sowie in kleinere Städte und zu historischen Stätten des Iran. Es entstand eine neue Werkgruppe, in der er die architekturhistorischen Zusammenhänge der aktuellen iranischen Architektur vor ihrem kulturellen und geschichtlichen Kontext hinterfragt. Das vom Künstler selbst in enger Zusammenarbeit mit den Grafikern und dem Verlag entwickelte Projekt wird, wie die vorangegangenen Bücher Niedermayrs, sicher wieder ein Höhepunkt der »Fotobuchkunst« werden.

Walter Niedermayr: Recollection, Gestaltung von Mevis & van Deursen, Deutsch, Englisch, 2010. ISBN 978-3-7757-2738-9

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Gregory Crewdson, der Großmeister rätselhaft verdichteter Fotoinszenierungen hat ein neues Sujet gefunden: die römische Cinecittà.

Bislang waren Crewdsons Serien enorm aufwendig und erforderten große Produktionsteams, eigens gebaute Filmateliers und professionelle Schauspieler. Nun aber kehrte er nur mit einem kleinen Team zurück und arbeitete für seine eindringlichen schwarz-weiß Aufnahmen zerbröckelnder Fassaden und verlassener Straßen vorwiegend mit natürlichem Licht. All dies bedeutet jedoch nicht wirklich einen Bruch zu Crewdsons früheren Serien, denn der dramatische Subtext seiner Bilder, das unheimliche Gefühl, dass in ihnen die Vergangenheit wieder zum Leben erweckt wird, findet sich auch hier.

Gregory Crewdson: Sanctuary, Einleitung von A. O. Scott, Gestaltung von Sarah Gifford, Deutsch, 2010. ISBN 978-3-7757-2734-1

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Und natürlich darf auch Berlin nicht fehlen: Agentur OSTKREUZ: Die Stadt und Christian von Steffelin: Palast der Republik

Mittlerweile leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Welche Hoffnungen und Wünsche verbinden sie mit der Stadt? Auf welche Weise prägt die Stadt ihren Alltag und ihre Beziehungen zu Umwelt und Mitmenschen? Die Fotografen der Berliner Agentur OSTKREUZ sind diesen Fragen nachgegangen. OSTKREUZ steht dabei für eine bestimmte Vorgehensweise, nämlich den Kern der Dinge zu erkennen, ihn abzubilden und in diesem Abbilden ehrlich zu bleiben. Die 18 Fotografen porträtieren die Bewohner der Stadtutopie Auroville in Indien, der Slums von Manila und des von der Mitte aus zerfallenden Detroit, sie dokumentieren das am Reißbrett entstandene chinesische Ordos, die Künstlichkeit der Straßenzüge Dubais und die zerbombten Häuser von Gaza. Was am Ende aufscheint, ist das Porträt einer Stadt, die alle Städte ist.

Die beteiligten Fotografen:

Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Espen Eichhöfer, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Pepa Hristová, Andrej Krementschouk, Ute & Werner Mahler, Thomas Meyer, Dawin Meckel, Julian Röder, Frank Schinski, Jordis Antonia Schlösser, Anne Schönharting, Linn Schröder, Heinrich Völkel, Maurice Weiss

Ausstellung: C/O Berlin, Postfuhramt 8.5.–4.7.2010

Die Stadt: Vom Werden und Vergehen, Hrsg. Ostkreuz – Agentur der Fotografen, Vorwort von Marcus Jauer, Protokolle von Marcus Jauer, Anne-Dore Krohn, Nachwort von Felix Hoffmann, Gestaltung von Naroska Design, Deutsch, Englisch, 2010. ISBN 978-3-7757-2659-7

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Seit 1993 fotografiert Christian von Steffelin (*1963 in Karlsruhe) die drastischen Veränderungen im Osten Berlins seit der Wende. Sein Interesse gilt hier insbesondere den kurzlebigen Stadien einzelner Bauten und Stadträume und deren Vergänglichkeit. Eine Langzeitstudie widmete er dem Palast der Republik in einem Zeitraum von 1994 bis 2009.

Von Steffelin dokumentiert die einzelnen Phasen des Verfalls des einstigen Zentrums der Macht: von den Resten der entfernten Inneneinrichtung über den Baukörper im Rohbauzustand bis zur übrig gebliebenen freien Rasenfläche. Diese Bilder des langsamen Verschwindens offenbaren den gewaltigen Widerspruch zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Christian von Steffelin: Palast der Republik, Gestaltung von Kai-Olaf Hesse, Text von Christian von Steffelin, Ulrike Westphal, Gerwin Zohlen, Deutsch, Englisch, 2010. ISBN 978-3-7757-2721-1

Presseinfos und Abb. Hatje Cantz




Palast der Republik

14 09 2008

Not really a very innovative insider, but still exciting to follow:

the development of the construction works on Palast der Republik – so far the tear down continues.  I’ve seen its status in December/January 2008 (photos 1-9) and again in September 2008 (photos 10-17):

Photos SK

The Palast der Republik (Palace of the Republic) ((constructed 1973-1976)) is situated very centrally, close to the famous Museumsinsel (Museums’ island), next to Alexanderplatz and Unter den Linden. It has been constructed on the site of the former Stadtschloss (City Palace) which has been demolished by the Eastern German government in 1950 as a symbol of Prussian authority.

From 1976 to 1990 it housed the East German parliament, the Volkskammer.

Its striking, but not really beautiful architecture with bronze mirrored windows made it a peculiar “sight” – in vernacular, it has been nicknamed as “Erichs Lampenladen” (Erich’s Lamp Shop) and “Ballast der Republik” (Ballast of the Republic) – a play with the words “Palast” and “Ballast”, which speaks for itself.

In November 2003, the German parliament consented to demolish the Palast der Republik. The demolition started on February 6, 2006. More about the difficulties (e.g. the buildings are build on artificial sand islands which needs to be kept in balance by additional weight while the edifice is torn down step by step. And not to mention the asbestos contamination which has been discovered just prior to the reunification of the 2 Germanies. in 1990, the Palast was closed to the public.)

The end of the demolition is scheduled to early 2009.

It has not yet been definitely decided what is to happen with the new area, yet there are heated discussions about a reconstruction of the former Stadtschloss.