Exhibitions on (urban) space: Stuttgart – Munich – Frankfurt

4 03 2010

Neues aus dem Süden: Das Kunstmuseum Stuttgart zeigt Katinka Bock in der “Frischzelle”; die Künstlerin setzt sich intensiv mit dem Ort auseinander, für den ihre Arbeiten – Skulpturen, Filme, Installationen – bestimmt sind. In München geht eine neue Kooperation zwischen einem Architekturbüro (Henn) und einer Galerie (Beck & Eggeling) an den Start, die sich dem Thema Raum widmet – mit Fotografien von Thomas Wrede. Und in Frankfurt spürt eine Gruppenausstellung in der Galiere Galerie Anita Beckers dem “Paradise is somewhere else” nach.

News from the German south: The Kunstmuseum Stuttgart presents Katinka Bock, who’s analyzing intensively the location where her works will be shown – sculptures, films, installations.  In Munich, a new cooperation between an architecture studio (Henn) and a gallery (Beck & Eggeling, Dusseldorf) is about to start, dealing with space – the opening exhibition presents photographs by Thomas Wrede. And in Frankfurt gallery Anita Beckers, a group exhibition traces how “Paradise is somewhere else”.


Katinka Bock, Landschaft unter dem Tisch, 2009, Holz, Terracotta, 70x70x60cm, Installationsansicht Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft; Foto: Stephan Minx, © Katinka Bock

Katinka Bock, Landschaft unter dem Tisch, 2009, Holz, Terracotta, 70x70x60cm, Installationsansicht Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft; Foto: Stephan Minx © K. Bock

.

FRISCHZELLE_12: Katinka Bock
6. März – 6. Juni 2010

Kunstmuseum Stuttgart

.

.

PR-Text: Bevor Katinka Bock mit einer Arbeit beginnt, begibt sie sich auf Spurensuche. In intensiver historischer Recherche setzt sie sich mit den Orten auseinander, für die ihre Skulpturen, Filme und Installationen bestimmt sind. Mithilfe natürlicher Materialien wie Ton, Papier, Holz, Metall und Stein macht die 33-Jährige Verborgenes sichtbar. Anhand vorhandener Geschichts- und Raumbezüge gestaltet die in Paris lebende Künstlerin abstrakte Landschaften, in denen durch das Aufeinanderprallen von Natürlichkeit und Künstlichkeit neue Dimensionen entstehen. Als zwölfte Künstlerin in der Ausstellungsreihe junger Kunst wird Katinka Bock die »Frischzelle« im Kunstmuseum einmal mehr auf neue Weise gestalten.

Info + Abb. Kunstmuseum Stuttgart

******************************************************************

"Swimmer", 2002, 95 x 67 cm aus der Serie Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007, C-Print Diasec

"Swimmer", 2002, 95 x 67 cm aus der Serie Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007, C-Print Diasec © Th. Wrede

.

THOMAS WREDE

Manhattan / Picture Worlds

4. März – 30. April 2010

Henn Galerie in Kooperation mit Beck & Eggeling

München

.

.

.

Eine spannende Kooperation: Das renommierte Architekturbüro Henn hat sich für eine Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst mit dem weitgefassten Thema “Raum” mit der erfahrenen Düsseldorfer Galerie Beck & Eggeling zusammengeschlossen. Den Auftakt der Kooperation markiert die Ausstellung “Manhattan / Picture Worlds” mit Fotografien von Thomas Wrede in München.

"King Kong", 2006, 95 x 123, 150 x 194 cm  aus der Serie 'Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007', C-Print Diasec

"King Kong", 2006, 95 x 123, 150 x 194 cm aus der Serie 'Manhattan / Picture Worlds - 2001-2007', C-Print Diasec © Th. Wrede

Aus dem PR-Text: Während der letzten sieben Jahre fotografierte Thomas Wrede (*1963) die großen Plakatwände im New Yorker Manhattan, die für ihn signifikante Architekturelemente der schnelllebigen Metropole darstellen. Die von der Werbung vermittelten Ideale setzt er gekonnt in Kontrast zum Realismus der Straße, in dem er die Menschen und die Atmosphäre des New Yorker Alltags mit seiner Kamera einfängt. Es entsteht eine Real-Collage, in der sich die unterschiedlichen Ebenen der Realität zu einem spannungsreichen Bild komplettieren, das nur mithilfe einer Fotografie erzeugt werden kann. Die Stadt wird so zur Bühne und Kulisse; die auf übergroße Formate aufgeblasenen Ideale der Werbung verschwimmen mit dem amerikanischen Alltag.

Wie schon in früheren Fotoserien wie beispielsweise den bekannten “Real Landscapes”, geht es Thomas Wrede auch hier um die Verschiebung von Größenverhältnissen und vor allem die Erzeugung unterschiedlicher Realitätsebenen.

Ab dem 24. März 2010 zeigt die Kunsthalle Bielefeld ebenfalls Arbeiten aus der Serie ‘Manhattan / Picture Worlds’.

Info + Abb. Galerie Henn

******************************************************************

Sandra Senn Forces #1, 2009 210 x110 cm Pigment print on Hahnemühle paper Edition 5/ + 2 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

Sandra Senn Forces #1, 2009 210 x110 cm Pigment print on Hahnemühle paper Edition 5/ + 2 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

.

Paradise is Somewhere Else

Niklas Goldbach | Nathalie Grenzhaeuser | Monica Ursina Jäger | Zhenchen Liu | Uriel Orlow | Julia Oschatz | Sandra Senn

February 26th – April 10th, 2010

Galerie | Anita Beckers | Frankfurt

Die Gruppenausstellung in der Galerie Anita Beckers präsentiert Arbeiten von  Niklas Goldbach (*1973), Nathalie Grenzhaeuser (*1969), Monica Ursina Jäger (*1974), Zhenchen Liu (*1976), Uriel Orlow (*1973), Julia Oschatz (*1970) and Sandra Senn (*1973). Die Arbeiten zeigen fiktive Architketurne, künstliche Landschaften und historische Ruinen und spielen mit unserem Blick auf die Welt und hinterfragen heutige Ideale – und ihr Fehlen.

Niklas Goldbach "HABITAT C3B", 2008 Video Loop, 7:37 min, HD Video, Stereo Edition 5 + 1 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

Niklas Goldbach "HABITAT C3B", 2008 Video Loop, 7:37 min, HD Video, Stereo Edition 5 + 1 AP Courtesy Galerie Anita Beckers

Aus dem PR-Text: Bordering important political issues and yet unwilling to take sides, Niklas Goldbach’s film “Habitat C3B” depicts a series of performers unfolding different unexplainable actions in a modernist setting. Lapsing into the totalitarian, these actions re-enact the economic and social realities of our world, forcing us to question how exactly free is our urban and social space and how much room for self-determination we really have.

[...]

Taking up the no longer-existing “Palais der Republik” in Berlin as a motive, Sandra Senn photographed its ruins and manipulated them into a new constructed reality. If in one work the rainbow suggests a dream-like quality in other work the remainings of the building have a desolated war- like setting.

In “Paradise is Somewhere Else” all imaginary and constructed landscapes seem to point to unidentifiable places, in terms of place as well as of time. Either a memory of the past or a vision of a world to come, these images seem to cling to a disturbing documental reality, yet unable to find its anchor in the familiar order of things.

Info + Abb. Galerie Anita Beckers




Magic Places in Stuttgart and tracing history in Villa Tugendhat: Sabine Wild, Christoph von Haussen | Rolf Linnemann and Dirk Brömmel

6 02 2010

2 Ausstellungen in Stuttgart zeigen Fotografien, die sich mit der Region beschäftigen – Sabine Wild verfremdet und dynamisiert Stuttgarter Gebäude digital, während Christoph von Haussen und Rolf Linnemann unbeachtete “Magic Places” in der Schwäbischen Alb aufspüren -, in Ingoldstadt begibt sich Dirk Brömmel auf die Spurensuche der klassisch modernen Villa Tugendhat von van der Rohe.

2 exhibits in Stuttgart, South Germany, present photographs focusing on the said region – Sabine Wild is digitally alienating and dynamizing buildings in Stuttgart, Christoph von Haussen and Rolf Linnemann are tracing unnoticed “Magic Places” in Schwäbische Alb (Swabian mountains) -, while in Ingolstadt, Dirk Brömmel is seeking for traces of the inhabitants of the classically modern Villa Tugendhat by Mies van der Rohe.

Sabine Wild: Porsche Museum, 2009, Lambdaprint/Acrylglas, 60 x 120, Auflage 3

Sabine Wild: Porsche Museum, 2009, Lambdaprint/Acrylglas, 60 x 120, Auflage 3 © S. Wild

.

SABINE WILD – STUTTGART

30. Januar – 27. März

Dengler und Dengler
Galerie für Schöne Künste

www.denglerunddengler.de

.

.

PR-Text: „Seit einigen Jahren entstehen im Berliner Atelier von Sabine Wild Arbeiten, die stets irritierend zwischen Malerei und Photographie changieren. Durch digitale Nachbearbeitung ihrer Architekturphotographien gelingt es Sabine Wild, deren strukturelle Klarheit mit dem verwischenden und verunklärenden Eindruck spontaner, pastoser Malerei zu überlagern. Die meist menschenleeren Räume sind oft von einem Rauschen durchdrungen, von einem kollektiven Leben durchpulst, in dem sich das Individuum aufgelöst hat. So gelingt Sabine Wild in der Tradition des Expressionismus ein zeitgemäßes Bild urbaner Geschwindigkeit.

Sabine Wild: Hauptbahnhof Stuttgart III, 2009, Lamdaprint/Acrylglas, 107 x 160, Auflage 3

Sabine Wild: Hauptbahnhof Stuttgart III, 2009, Lamdaprint/Acrylglas, 107 x 160, Auflage 3 © S. Wild

Durch die Bearbeitung reduziert Sabine Wild die Erkennbarkeit ihrer Motive. Sie bricht deren architektonische Strukturen auf und überträgt sie in eine malerische Formensprache. Offenbar ist die Reproduktion von Architektur nicht ihr Interesse. Sie exemplifiziert am Einzelfall ihres Motivs etwas Allgemeines, das Bild der lebendigen Stadt, das im Prinzip auch auf andere Städte oder Gebäude übertragbar ist. Und dennoch ist es eine besondere Freude, hinter den Arbeiten bekannte Gebäude aus der alltäglichen Umgebung zu erkennen.“

Infos + Abb. Dengler und Dengler, Sabine Wild

*******************************************************

© Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

© Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

.

Magic Places
Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

4. Februar – 31. März 2010

vhs-photogalerie, Stuttgart
www.vhs-photogalerie.de

.

.


Die Künstler Christoph von Haussen und Rolf Linnemann (beide *1958)  nehmen ihr Medium beim Wort – photos + graphein – und “schreiben” mit Licht.

Aus dem PR-Text: “Auf den ersten Blick unspektakuläre Schauplätze waren das Ziel der Fotografen. Zu allen Jahreszeiten haben sie nachts menschenleeren Plätze und scheinbar vergessene Dinge auf der Schwäbischen Alb fotografiert und effektvoll in Szene gesetzt. Ihre Fotografien fangen die geheimnisvolle Atmosphäre ein, die verwaisten Orten eigen ist. Fotografiert wurde ausschließlich ohne vorhandenes Licht, nur mit künstlicher Ausleuchtung. Dabei wurde nichts inszeniert. Die Aufnahmen von rostigen Autowracks, morschen Fassaden und einsamen Landschaften erzählen Geschichten.”

Infos + Abb. vhs Galerie Stuttgart, Christoph von Haussen | Rolf Linnemann

*******************************************************

Dirk Brömmel V.T., Nr. 3, 2002 Lambda C-Print, Diasec/Aludibond

Dirk Brömmel V.T., Nr. 3, 2002 Lambda C-Print, Diasec/Aludibond © D. Brömmel

.

Dirk Brömmel – Villa Tugendhat

30. Januar – 14. März 2010

Städtische Galerie im Theater, Ingoldstadt

.

.

PR-Text: “Die Villa Tugendhat, von Mies van der Rohe 1929/30 für die Familie Tugendhat in Brünn errichtet, gehört zu den bedeutendsten Bauten der Moderne. Aufgrund ihres jüdischen Glaubens musste die Familie Tugendhat bereits 1938 nach der Annexion des Sudetenlandes ihr neues Haus wieder verlassen um nach Amerika zu fliehen. Eine Rückgabe der Villa Tugendhat an die Familie fand niemals statt.

Dirk Brömmel (*1968) setzt sich in seinen Arbeiten mit dieser Architekturikone nicht im Sinne klassischer Architekturfotografie auseinander, sondern verbindet auf besondere Weise die Vergangenheit des Gebäudes und der damaligen Bewohner mit der bestehenden, gegenwärtigen Situation. Ausgehend von Originalaufnahmen aus dem Fotoalbum der Familie Tugendhat begab sich Dirk Brömmel vor Ort selbst auf die Suche nach den abgebildeten Plätzen. Im Sandwich-Verfahren legt er schließlich alte Fotografien über seine aktuellen und erschafft so faszinierende, mit der Wirklichkeit und der Zeit spielende Dokumente.”

Infos + Abb. MKK Ingolstadt, Dirk Brömmel




Autumn Exhibits in Germany: Deimel + Wittmar in Mülheim, Ara Güler in Stuttgart and Beate Gütschow in Dresden

13 10 2009

Nach der Sommerpause bietet der Herbst wieder eine Fülle spannender Ausstellung in ganz Deutschland. Die interessantesten stellt deconarch in diesen Tagen nach und nach vor. Und dass es nicht immer Berlin sein muss, zeigt diese Auswahl – in Mülheim werden Arbeiten von Deimel + Wittmar gezeigt, in Stuttgart sind Fotografien des bedeutenden türkischen Fotografen Ara Güler zu sehen und in Dresden ist Beate Gütschow zu Gast.

After the summer break there’s a lot to discover in autumn. Many exciting exhibitions are presented in and outside Germany. deconarch presents the most interesting ones within the next days, step by step. And it’s not always necessary to travel to the “art capital” Berlin – in Mülheim works by Deimel + Wittmar are shown, in Stuttgart photographs by the famous Turkish photographer Ara Güler, and Dresden hosts Beate Gütschow.

Hoechst Frankfurt

Deimel + Wittmar, Hoechst Frankfurt, C-print Diasec gerahmt, 100 x 70 cm © Deimel + Wittmar

.

Deimel + Wittmar

Hubertus v. Amelunxen
Jenseits der zwanziger Jahre – Diesseits der Fotografie

12. September bis 16. Oktober 2009

Galerie Ricarda Fox, Mühlheim

.

.

PR-Text: Deimel + Wittmar haben Architekturen der zwanziger Jahre gesichtet, haben Blicke zu Fotografien gemacht, ohne dass sie anderen als den eigenen Ansprüchen zu folgen hatten. Freie Bilder, Fotografien, die dem eigenen Verlangen entspringen können, Entsprechungen zu schaffen, die nicht der funktionalen, sondern der geistigen Bestimmung gelten. Sie haben seit 1996 Gebäude besucht, die zumindest architekturhistorisch am Rande liegen, weniger für den architektonischen »Aufbruch« als für eine eklektizistische Kontinuität stehen.

Deimel + Wittmar, Disch-Haus Köln, C-print, 60 x 80 cm

Deimel + Wittmar, Disch-Haus Köln, C-print, 60 x 80 cm © Deimel + Wittmar

Was sie mit ihren Fotografien anbieten, ist eine Art erneuten Lesens der Bauten, wie ein Buch, das, nach vielen Jahren aus dem Regal genommen, wiedergelesen und nun erst geschrieben wird. Und eben dies vermag ja die Fotografie, mit jedem Schritt auf einem bekannten Weg Unerkanntes und nicht Gesehenes zu heben, Dinge oder Geschehen nicht zu dokumentieren, aber sie in die Zeit anderer Blicke zu stellen. Die Fotografien bieten Einblick in den strukturellen Umfang der Architekturen wie auch in die Distanz, die sich zu ihm offenbart. Es ist eine doppelte Distanz zur Architektur, in die uns Deimel + Wittmar mit ihren Arbeiten stellen. Jeden in der Aufnahme historisierenden Gestus vermeidend, werden sie dem Medium Fotografie gerecht und verhindern den Eindruck einer historischen Kontinuität in der bewussten Fragmentierung. In jedem Bild lassen sie die Architektur anders überleben, mit jedem Bild legen sie offen, was nicht zu sehen ist. Sie haben sich im Sinne Walter Benjamins fotografisch an die Arbeit der Übersetzung gemacht, Gänge durch die Arkaden der Architektur unternommen, um in formaler wie konzeptioneller Strenge uns ein Angebot der Teilhabe zu unterbreiten.

(Gekürzte Fassung des Textes “Jenseits der zwanziger Jahre – diesseits der Fotografie” in: Ulrich Deimel/Petra Wittmar, “Jene zwanziger Jahre”, Ostfildern: Verlag Hatje Cantz 2003)

Info + Abb. Galerie Ricarda Fox, Deimel + Wittmar

.

.


Ara Güler © Magnum Photos

Ara Güler © Magnum Photos

.

Ara Güler Das Auge Istanbuls

30. September – 22. November 2009

vhs-photogalerie
Stuttgart

.

Der große türkische Fotograf Ara Güler (*1928) porträtiert seine Heimatstadt Istanbul; dabei liegt sein Fokus häufig auf kleinen Details, dem einfachen Leben und Kindern. Er arbeitet meist mit einer Leica in Schwarzweiß.

“Wenn ich die Hagia Sophia fotografiere, ist für mich am wichtigsten der Mensch, der an ihr vorbeiläuft.” A. Güler

Güler wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet: 1961 bezeichnete ihn das “Photography Annual” als einen der sieben besten Fotografen weltweit, 1962 wurde er zum “Master der Leica” gekürt, 1968 wurde er vom Museum of Modern Art, New York zu den “Zehn Meistern der Farbfotografie” gewählt. In seiner Karriere als Fotojournalist arbeitete er für große internationale Zeitschriften wie TimeLife, Paris Match oder Der Stern. Ara Güler ist Mitglied der Agentur Magnum Photos.

Eine Auswahl seiner Aufnahmen von Istanbul ist bis Ende November in der VHS Photogalerie Stuttgart zu sehen.

Infos + Abb. VHS Photogalerie Stuttgart

.

.

Beate Gütschow S#3,1 2009 LightJet print 142 x 122cm Courtesy Sonnabend Gallery New York, Produzentengalerie Hamburg, Barbara Gross Galerie Munich, Collection Louise and Eric Franck © VG-Bildkunst

Beate Gütschow S#3,1 2009 LightJet print 142 x 122cm © VG-Bildkunst

.

.

Beate Gütschow place(ments)

10. Oktober 2009 bis 17. Januar 2010

.

.

.

skd_guetschow3Beate Gütschow LS#7, 1999 LightJet print 164 x 116cm © VG-Bildkunst

Beate Gütschow (*1970) erringt zunehmend mehr Aufmerksamkeit für ihre Arbeiten, die auf den ersten Blick wie technisch perfekte Landschaftspanoramen, erscheinen, tatsächlich aber das Ergebnis eines aufwendigen Puzzles aus Fragmenten der Realität sind.

Aus dem PR-Text: Als Ausgangsmaterial verwendet die Künstlerin analoge Fotografien, die sie digitalisiert und archiviert. Am Computer setzt sie bis zu hundert Einzelaufnahmen zu einem Bild zusammen.

Die vorgenommene Manipulation blendet die Realität weder aus noch versucht sie, sie zu überbieten; stattdessen konstruiert sie – aus den Fragmenten des Gegenwärtigen – Erkenntnisräume des Vergangenen (Landschaft) oder Aufzeichnungen des Zukünftigen (Stadt).

Beate Gütschow I#1 2009 LightJet print 91 x 66cm Courtesy Sonnabend Gallery New York, Produzentengalerie Hamburg, Barbara Gross Galerie Munich, Collection Louise and Eric Franck © VG-BildkunstBeate Gütschow I#1 2009 LightJet print 91 x 66cm © VG-Bildkunst

Der komplexe Entstehungsprozess von Gütschows Arbeiten ist stets mitzudenken, hinterfragt die Künstlerin doch durch ihn die Authentizität fotografischer Reproduktionen. Mit den Mitteln der Fotografie bearbeitet sie ideale Projektionen von Natur und Architektur in der Kunstgeschichte, die bereits zu kollektiven Wahrnehmungsmustern und zur Bildkonvention geworden sind. Schon die Landschaftsmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts von Claude Lorrain, Nicolas Poussin oder Jacob van Ruisdael bediente eine Fiktion: Die ideale Landschaft wurde nach einem festgelegten Kompostitionschema im Atelier konstruiert. Im Gegensatz zu den arkadischen Landschaften herrscht in Gütschows schwarz-weißen Stadtbilder eine pessimistische Stimmung: Die großformatigen Fotos zeigen unwirtlichliche Gegenden mit heruntergekommenen Gebäuden, modernistische Fragmente fügen sich zusammen zu einer negativen Utopie.

In Dresden wird zum ersten Mal  Gütschows neue Serie I (Innenräume) gezeigt. Zum ersten Mal in Deutschland sind außerdem neue Arbeiten aus der Serie S (Stadtlandschaften) zu sehen. Außerdem werden auch Arbeiten aus LS (Landschaft) präsentiert, mit denen die Fotografin bekannt wurde. Insgesamt werden 40, teils großformatige, Arbeiten ausgestellt.

Webseite Beate Gütschow

Infos + Abb. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Beate Gütschow, alle Bilder Courtesy Sonnabend Gallery New York, Produzentengalerie Hamburg, Barbara Gross Galerie Munich, Collection Louise and Eric Franck




Gegenräume: Strenge Reduktion in Grautönen Ben Willikens in Stuttgart

5 10 2009

Bis zum 4. Oktober zeigte das Kunstmuseum Stuttgart in einem Teil seiner Räume am Kleinen Schlossplatz Arbeiten von Ben Willikens (*1939), der für seine streng komponierten, menschenleeren architektonischen Räume in Grautönen bekannt ist:

Ben Willikens

Licht und Dunkel

25.7.- 4.10.2009

In der Stuttgarter Sonderausstellung werden Arbeiten aus den späten 1970er Jahren neuere Werke aus den 1990er Jahren gegenübergestellt.

The Kunstmuseum Stuttgart showed works of Ben Willikens (*1939), who became known for his severely composed, deserted rooms, painted in grey tones in the 1970s. These series culminated in the “Gegenräume” (Opposite/Opposing Rooms) of the late 1970s in which Willikens intensively worked on da Vinci’s famous “Last Supper”. A younger series emerged in the 1990s: “Orte” (Places). Now the artist portrayed real buildings from in- and outside, the buildings being reminiscent of the German fascist regime of the 1930s.

.

Ben Willikens: Abendmahl 1976-79

Ben Willikens: Abendmahl 1976-79

Schlagartig bekannt wurde Willikens in den 1970er Jahren mit streng perspektivisch konstruierten Raumausschnitten aus Krankenhäusern, in denen er die Erfahrungen eines längeren Klinikaufenthalts verarbeitete. Seine neutralen Klinikinterieurs – Gänge etwa und Krankenzimmer ohne Figurenpersonal – wirken beklemmend und kalt. Eine Wirkung, die durch den Einsatz einer Sprühpistole verstärkt wird: Der Farbauftrag wird „perfekt“, der manuelle Farbauftrag und die Hand des Künstlers sind nicht mehr unterscheidbar; die Wirkung der Bilder wird auch dadurch weitgehend anonymisiert. Dies kann – auch – als Hinweis auf eine zunehmende Neutralisierung und Isolierung des Einzelnen in der Massengesellschaft verstanden werden.

Ben Willikens: München, Ehrentempel 1999
Ben Willikens: München, Ehrentempel 1999

Diese Werkreihen kulminieren in den „Gegenräumen“ der späten 1970er Jahre: Über mehrere Jahre hat sich Willikens intensiv mit Leonardo da Vincis Abendmahl in Mailand auseinandergesetzt. Zahlreiche Studien und Gemälde entstanden. In ihnen ist die biblische Szene reduziert auf die räumliche Situation, Jünger und Christusfigur werden nicht gezeigt, auch andere erzählerische Elemente fehlen. Das kunsthistorische Vorbild wird verdichtet auf eine Licht-Raum-Architektur. Dabei zeigt es sich jedoch so prägnant, dass Betrachter, – sofern er mit dem Original vertraut ist -, es trotz der reduzierten und konzentrierten Darstellung doch sofort als die bekannte Abendmahlsszene erkennt. Das kunsthistorische Vorbild wird verdichtet und für den zeitgenössischen Kontext geöffnet.

Neben zahlreichen verschiedenformatigen Entwürfen entstand 1979 ein monumentales Tafelbild, das sich im Besitz des DAM Frankfurt befindet und in Stuttgart nach fast 30 Jahren erstmals wieder gezeigt wurde.

Ben Willikens: Nürnberg, Zeppelinfeld 1996

Ben Willikens: Nürnberg, Zeppelinfeld 1996

Diesen Arbeiten stellte das Kunstmuseum Stuttgart die Reihe „Orte“ gegenüber: Zehn Leinwände und 15 Gouachen, entstanden 1996 bis 1999, die hier vollständig zu sehen waren. In diesen Bildern hat Willikens erstmals den Innenraum verlassen und reale Bauten auch von außen porträtiert. Motive sind Bauwerke aus den 1930er Jahren, in denen den Allmachtsfantasien der Nazis Gestalt verliehen wurde: Darunter etwa das Zeppelinfeld in Nürnberg oder die Reichskanzlei in Berlin. Auch diese Bauten zeigt Willikens ohne Personal und ohne Dekoration/Machtinsignien. Reduziert auf Raumstrukuren und in einer lichtabsorbierenden Grauskala gemalt, ist das Zentrum hier dunkel – war es bei den Gegenräumen helles Weiß, das die Mitte des “Abendmahlsraums” bestimmt, so wird die Mitte der “Orte” von dunklem Schwarz/Grautönen eingenommen. Dies lässt sich lesen als Verweis auf das faschistische Regimes, das diese Bauten errichten ließ.

Diese Serie wurde von der »Daimler Kunst Sammlung« für das Kunstmuseum Stuttgart erworben und diesem als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Ben Willikens: Berlin, Reichskanzlei I

Ben Willikens: Berlin, Reichskanzlei I

Die dritte Gruppe in der kleinen Schau in Stuttgart waren die „Räume der Moderne“, in denen sich Willikens mit den bekannten architekotnsichen Srukturen der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt. Ähnlich dargestellt wie die “Orte” bilden sie einen inhaltlichen Gegenpol zu dieser Werkgruppe, galten die Bauten von Mies van der Rohe, Walter Gropius und Alfred Loos unter den Nationalsozialisten als entartet.


Informations + Illustrations:

Kunstmuseum Stuttgart und Ben Willikens




Le Corbusier (not only in Stuttgart) to be World Cultural Heritage?

9 07 2009

The German Weissenhofsiedlung (1927) in Stuttgart (Southern Germany) is one of the most influential architectural residential developments of classical Modernism. The architects’ names, represented here, read like who’s who of avant-garde architecture of the 1920s – among them Le Corbusier who has realized 2 edifices here.

Both of them have been part of an application to enter the UNESCO list of world cultural heritage, which has been considered positively, though has to be revised.

Le Corbusier/Jeanneret: Einfamilienhaus Haus Citrohan, neben Doppelhau

Le Corbusier/Jeanneret: "House Citrohan" (left), semi-detached house (right) © SK

On a meeting of the UNESCO committee in Sevilla on June 27, 2009, the corporate request by Argentina, Belgium, Germany, France, Japan and Switzerland, proposing 22 of Le Corbusier’s buildings to be included in the world heritage, was well received. Within the next three years the request is to be revised and amended and can thus be presented to the committee again.

.

.

.

.

Le Corbusier/Jeanneret: Semi-detached house | Weissenhofmuseum © SK

In deciding so, the ICOMOS‘ (Internat. Council on Monuments and Sites) suggestion to consider only three single buildings by Le Corbusier – Unité d’habitation in Marseille, the Ronchamp Church and the Villa Savoye in Poissy – was rejected. A good decision as the architect has definitely erected more milestones of architecture!

The Stuttgart buildings in particular are memorable: not only has Le Corbusier written out his 5 point program for the first time, but the detached house is the first realisiation of his “House Citrohan”. (I wrote more about the estate and the museum housed in Le Corbusier’s semi-detached house here)




Raumordnungen in Stuttgart | übersehen in München

2 07 2009
Auch über den Sommer gibt es einige interessante Ausstellungen zu entdecken. Beginnen wir in Süddeutschland: in Stuttgart und München werden zwei Fotografie-Ausstellungen gezeigt, die einen besonderen Blick auf die alltägliche gebaute Umwelt werfen.
-
Two photo exhibits in Southern Germany, Munich and Stuttgart, present works casting a particular glance to everyday environments. “Raumordnungen” – Spatial Structures (Stuttgart) shows Kurt Laurenz Theinert who adds his photographed perspective a second perspective – usually in abstract constructive elements, casually chosen: he turns around 180° from his standpoint and photographs the “backside” of his motives.
In Munich, Kai-Uwe Schulte-Bunert shows “Übersehen” – Overlook(ed): He portrays the memory of spaces/places – it is well-known objects we see, but still they seem distant, static, useless, foreign.

………

Gegenwelt, Stuttgart 2009/5, 2-teilig je 50cm x 60cm, Lambda Laserchrome Vergrößerung auf Alu-Dibond

Kurt Laurenz Theinert: Gegenwelt, Stuttgart 2009/5, 2-teilig je 50cm x 60cm © K. L. Theinert

-

-

Raumordnungen

-

Fotografien von Kurt Laurenz Theinert und Jutta Strohmaier

2. Juli – 15. August 2009

bildkultur, Stuttgart


-

-

aus den PR-Texten:

Der Stuttgarter Fotograf und Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert (*1963) reflektiert mit seinem Schaffen stets das Medium Fotografie und den Akt des Fotografierens.

In seiner jüngsten Serie ‘Gegenwelten’ ergänzt er den Blickwinkel – der meist abstrakt konstruktive Elemente erfasst – durch eine zweite, zufällige Perspektive. Vom gleichen Standpunkt wendet er seinen Blick um 180°, um zusätzlich die Situation im Rücken des eigentlich gewählten Motivs aufzunehmen. Die absurde Kombination zweier Ansichten schließlich, die außer dem Standpunkt nichts gemein haben, verführt zu Assoziationen, die letztlich nur der Gedankenwelt entspringen. Selbst von ein und demselben Standpunkt gibt es unterschiedliche Sichtweisen und keine ist richtiger als eine andere. Vielmehr ist die Gleichzeitigkeit vielfältiger Weltsichten die größte Bereicherung.

Jutta Strohmaier schafft Wirklichkeiten – losgelöst vom Realen. Poetisch bewegen sich ihre Arbeiten über die verschiedenen Genres: von der digitalen Fotografie zu Grafik und Skulptur und wieder zurück zum Lichtbild. „In ihren Fotogrammarbeiten zeigt sich, ausgehend von der Natur als Kulisse und Requisit, eine grundsätzliche Auseinander­setzung mit den Möglichkeiten von Konstruktion und Dekonstruktion von Raum. Ganz bewusst operiert sie dabei mit der Überschreitung medialer Grenzen und hinterfragt die spezifischen räumlichen Eigenheiten des jeweiligen Mediums.“ (Maria Schindelegger)

-

*****************************                               *****************************

aus "Vaterland" 30 x 30 cm Lambda-Print auf Aluminium unter Acryl © Kai-Uwe Schulte-Bunert

K.-U. Schulte-Bunert aus "Vaterland" 30 x 30 cm Lambda-Print auf Aluminium unter Acryl © K.-U. Schulte-Bunert

-

-

Kai-Uwe Schulte-Bunert

“Übersehen”

26. Juni – 5. September 2009

filser & gräf, Galerie für Kunst und Design, München

-

-

In “Übersehen” wird ein analytischer Blick auf die Arbeitsweise von Kai-Uwe Schulte-Bunert geworfen und Beispiele aus verschiedenen Arbeitsreihen des Künstlers präsentiert.

-

-

aus dem PR-Text (gekürzt):
Kai-Uwe Schulte-Bunert arbeitet in äußerst präzisen Reihen. Über eine besondere Ästhetik hinaus ist seinen Arbeiten eines gemeinsam: Das Gedächtnis der Orte. Es sind bekannte, vertraute Dinge die wir in diesen Fotografien entdecken. Und dennoch wirken sie, obwohl wir sie nie und doch immer schon gesehen haben, in ihrer Statik und ihrem funktionslosen Dasein fremdartig leer.

aus "Specie di Spazio" 100 x 100 cm Lambda-Print © Kai-Uwe Schulte-Bunert

K.-U. Schulte-Bunert, aus "Specie di Spazio" 100 x 100 cm Lambda-Print © K.-U. Schulte-Bunert

In der stetigen Offenbarung von Ungesagtem und Unbewusstem liegt wohl der persönlichste Aspekt der Arbeit des Künstlers. Dieses fast private Chiffre findet man in den Arbeiten über scheinbar oder tatsächlich verlassene Orte, welche in einem Moment des Wartens wahrgenommen sind. Dies sind Orte, die ein Teil seiner Kindheit sind, wie die Dörfer der Reihe Vaterland, Baustellen der Reihe Passaggi, Grenzstädte aus 2_geteilte orte, Rimini oder die Landschaften aus Fondo Vivo.

Es handelt sich um Orte, in denen das Verhältnis zwischen Gebautem / Hinzugefügtem und Kontext bzw. Zusammenhang perfekt kalibriert ist, aber gleichzeitig von fast surrealen Details unterbrochen wird. Wenn die Zeit Spuren auf den Dingen hinterlässt, liest Schulte-Bunert diese mit einer ganz besonderen Sensibilität und betont das Gedächtnis der Orte mit einer fotografischen Wiedergabe, die durch ihre fast monochrome Spannung eine große ästhetische Wirkung erzeugt.

Schulte-Bunerts Arbeit, in welcher Intuition und Bewusstsein, Emotion und Dokumentation vereint werden, basiert auf einer tiefen Analyse der Beziehung zwischen dem Objekt und seiner Darstellung.




Modernism in Germany: Weissenhofsieldung Stuttgart Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier

9 06 2009

Ende Oktober 2006 wurde das Museum zur Geschichte der weltbekannten Weissenhofsiedlung von 1927 in Stuttgart eröffnet. Das kleine, feine Museum ist untergebracht in einem der bekanntesten Häuser der Architektursiedlung, dem Doppelhaus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret in der Rathenaustraße.

Abbildung SK

P9020136

Le Corbusier/Jeanneret: Doppelhaus | Weissenhofmuseum

The Museum about the history of the renowned Weissenhofsiedlung (1927) in Stuttgart/Germany opened in October 2006. The small, but excellent museum is situated in on of the best known houses: the semi-detachted house by Le Corbusier and Pierre Jeanneret. The left half of the building provides an exhibition about the history of the settlement, the right half is reconstructed in the shape the architects designed in 1927. Thus it is the first house being accesible to the public since the exhibi in 1927 (the others being inhabited or destroyed). Together with a stroll through the Siedlung the Weissenhof provides a first hand experience of modern architecture: the list of the participating architects reads like a “Who’s who” of modernism.

((This article has been published online already, yet is now offline due to system changes of the website. I wrote it some time ago after a visit to Stuttgart.))

P9020126

Le Corbusier/Jeanneret: Doppelhaus | Weissenhofmuseum

Während in der linken Haushälfte eine Ausstellung über die Geschichte der Architektursiedlung informiert, wurde die rechte Doppelhaushälfte in vier jähriger Renovierungsarbeit so rekonstruiert, wie sie die Architekten 1927 entworfen hatten. Damit ist erstmals seit 1927 wieder ein Gebäude der Weissenhofsiedlung der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.

Die Weissenhofsiedlung

Die Weissenhofsiedlung, eines der wichtigsten Zeugnisse der modernen Architektur, entstand 1927 im Rahmen einer Ausstellung des Deutschen Werkbundes. Unter dem Thema „Die Wohnung“ wurden 17 Architekten des Neuen Bauens eingeladen, Modellbauten für den „modernen Großstadtmenschen“ zu entwerfen.

Die Teilnehmerliste der Werkbund-Ausstellung liest sich heute wie ein „Who’s Who“ der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Mies van der Rohe haben neben Le Corbusier und Pierre Jeanneret unter anderem auch Walter Gropius, Ludwig Hilberseimer, Hans Scharoun, J.J.P. Oud, Bruno und Max Taut Häuser auf dem Stuttgarter Killesberg gebaut. Entstanden sind Prototypen aus richtungsweisenden neuen Materialien und Methoden für die moderne Verbindung von Ästhetik und Funktionalität.

P9020134

Le Corbusier/Jeanneret: Doppelhaus | Weissenhofmuseum

Bei den Zeitgenossen erregte die Weissenhofsiedlung außerordentliche Aufmerksamkeit. Praktisch erfolgreich allerdings waren nicht alle Häuser – nach dem Ende der Ausstellung sollten die Bauten vermietet werden: Für das innovative Doppelhaus von Le Corbusier etwa, in dem heute das Museum untergebracht ist, fanden sich erst nach längerer Suche Bewohner, die darüber hinaus die Inneneinteilung des Hauses grundlegend umgestalteten.

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Gebäude der Weissenhofsiedlung zerstört, weitere nach Kriegsende abgerissen oder in konventioneller Bauweise umgebaut. Von den 33 modernen Bauten sind heute noch 11 Häuser original erhalten. Die Siedlung steht seit 1958 unter Denkmalschutz. Bis auf das Doppelhaus von Le Corbusier/Jeanneret sind alle Gebäude heute bewohnt und daher nicht öffentlich zugänglich.

Eine virtuelle Tour durch die Weissenhofsiedlung gibt es hier.

P9020100

Blick aus dem Weissenhofmuseum / vom Killesberg auf Stuttgart

Das Weissenhofmuseum

P9020087

Im Weissenhofmuseum

Einen Überblick über die Geschichte der Weissenhofsiedlung von 1927, ihre Entstehungsgeschichte, den Ausstellungsverlauf sowie ihr Schicksal danach bis heute, vermittelt das Informationszentrum des neuen Museums. Mit Hilfe von Schauwänden, zahlreichen Modellen und beweglichen Info-Schubladen nutzt die Ausstellung die verhältnismäßig kleine Schaufläche in der linken Doppelhaushälfte des Le Corbusier/Jeanneret-Gebäudes gewinnbringend – letztendlich handelt es sich um eine 3-Zimmer-Küche-Bad-Wohnung.

P9020090

Trennung zwischen den beiden Doppelhaushälften

Glasstellwände und Markierungen auf dem Boden deuten die ursprüngliche Raumeinteilung an ohne dabei die Veränderungen, die seit den 1930er Jahren durchgeführt wurden, rückgängig zu machen.

P9020098

Im Weissenhofmuseum

Die originale Raumgestaltung der Architekten kann dagegen in der rechten Haushälfte erlebt werden, die über die Dachterrasse erreicht wird. Hier wurden die Farbgebung und der Großteil der Einrichtung nach Le Corbusier/Jeanneret rekonstruiert. Der Besucher erhält einen Eindruck des Hauses, wie ihn auch die Besucher der Werkbundausstellung 1927 gewonnen haben.

Über eine Treppe gelangt man vom Ober-/Dachgeschoss in den ersten Stock, dem eigentlichen Wohnbereich des Gebäudes; im Erdgeschoss befinden sich Haushaltsräume und ein Dienstmädchenzimmer (! was eigentlich den sozialen Anliegen der Zeit widerspricht !), im zweiten Stock eine Büro-Nische sowie die Dachterrasse.

Le Corbusier/Jeanneret-Bau: Fünf Punkte und Maschinenästhetik (Zug)

P9020101

Dachgarten Weissenhofmuseum

Das Gebäude ist gemäß der Fünf Punkte Le Corbusiers gestaltet, die er für die Werkbund-Ausstellung erstmals auch schriftlich formuliert hatte: Ein Stützensystem aus Pilotis (Punkt 1) ermöglicht freie Grundriss- und Fassadengestaltung (Punkt 3+5) mit Längsfenstern (Punkt 4) und Dachgarten (Punkt 4).

P9020107

Im Weissenhofmuseum

Gestalterisches Leitmotiv für das transformable Haus ist ein Zugabteil: Drei Zimmer bilden einen großen zusammenhängenden Raum, der durch bewegliche Schiebewände in kleinere Zimmer unterteilt werden kann. Ausgestattet mit Einbaumöbeln können diese Räume nach Bedarf in Schlafzimmer umgewandelt werden – ganz im Sinne des Schlafwagen eines Zuges, in dem „Wohnen“ und „Schlafen“ im gleichen Abteil geschieht, das durch wenige Handgriffe umgestaltet wird.

Verbunden werden die Räume „hinten“ durch einen schmalen Gang, der für den heutigen Besucher erstaunlich eng ist, aber ganz der Logik eines Zugwaggons entspricht: Lediglich für die nächtliche Nutzung gedacht führt er zu den sanitären Anlagen. Nach „vorne“ eröffnet sich aus dem Wohnbereich durch die durchgehenden Längsfenster ein eindrucksvoller Panoramablick über die Stadt.

P9020132Die Erfahrung der Gesamtraumwirkung des Doppelhauses sowie die kleinen Details, die nur vor Ort zu beobachten sind, lassen den Besuch im Weissenhof zu einem spannenden Erlebnis werden. So überrascht den Besucher, dass das innovative und mittlerweile weltberühmte Baukonzept Le Corbusiers und Jeannerets doch gemischte Gefühle weckt: Die Innenräume sind kleiner als von außen erwartet, der lange enge Gang und die nüchtern-kalten Einbaumöbel wirken wenig wohnlich. Zugleich wirken jedoch die langen Fensterbänder und der Dachgarten auch heute noch erstaunlich modern und fortschrittlich.

Rundgang durch die Weissenhofsiedlung heute

P9020145

Reihenhaus von J. J. P. Oud | Eingangsfront, heute Rückseite

Unbedingt anschließen sollte man nach dem Besuch im Weissenhofmuseum einen Rundgang durch die Siedlung selbst.

Auch hier gilt: Das Erlebnis des Gesamtensembles vor Ort lässt sich von keiner noch so detaillierten Beschreibung ersetzen. Interessant zu beobachten ist, wie die elf noch erhaltenen Werkbund-Häuser im Laufe der Zeit den Bedürfnissen ihrer Bewohner angepasst worden sind.

P9020147

Reihenhaus von J. J. P. Oud | Rückfront, heute Eingang

Der Eingang von Ouds Reihenhäuser etwa wurde nach „hinten“ an die Straße verlegt, während van der Rohes Wohnblock durch zusätzliche Isolierung „dicker“ geworden ist – deutlich sichtbar an den verkürzten Fenstergittern. Gerade der Mies-Bau wurde stark verändert und ist zu einem am besten angenommenen Häuser der Siedlung geworden. Leichte Ironie der Zeit: Die teilweise enormen Eingriffe in die Bausubstanz sind für den Architekturhistoriker ein Graus, während sie die Absicht des Architekten, einen Nutzbau zu schaffen, der von seinen Bewohnern nach ihren Wünschen mitgestaltet werden kann, bestens erfüllen.

Wohnblock von Mies van der Rohe

P9020151P9020149P9020153

P9020135

Le Corbusier/Jeanneret: Einfamilienhaus "Haus Citrohan", neben Doppelhaus

Ein weiteres (Einfamilien-)Haus von Le Corbusier und Jeanneret neben dem Doppelhaus ist übrigens die erste Realisierung des sogenannten Haus Citrohan, der Prototyp für Le Corbusiers Wohnmaschinen.

Bemerkenswert ist auch der Kontrast, wo moderne Bauten zwischen später errichteten Häusern stehen und sich die Reaktionen der Bewohner auf die innovative Architektur erkennen lässt: Nachdem zunächst anstelle der zerstörten Häuser traditionelle Gebäude mit „ordentlichem“ Satteldach errichtet wurden, werden etwas später wohlwollender die Neubauten angepasst und mit Flachdach ausgestattet.

P9020161

Hans Scharoun: Einfamilienhaus

Darüber hinaus sind es gerade die kleineren Details, die Rückschlüsse auf das alltägliche Leben der ersten Weissenhof-Bewohner geben und den

Vor-Ort-Besuch zum unersetzlichen Erlebnis machen: So etwa die Vorhangstangen auf dem Balkon des Scharoun-Hauses, das den Bewohnern ungestörte Frühgymnastik an der freien Luft gemäß des anthroposophisch-ganzheitlichen Lebensideals ermöglichen sollte, oder der zentral gelegene Milchladen, der leicht verderbliche Lebensmittel anbot – den ersten europäische Kühlschrank gab es erst 1929.

P9020125

Hans Scharoun: Einfamilienhaus

Ein Besuch im Weissenhofmuseum sowie ein Rundgang durch die Weissenhofsiedlung bietet dem Besucher Architekturgeschichte live. Spannend, aufschlussreich und interessant vermittelt das Info-Zentrum eine Überblick über die Geschichte der Siedlung, die durch den Besuch des rekonstruierten Le Corbusier/Jeanneret-Hauses abgerundet wird.

(Dieser Artikel ist bereits vor etwas längerer Zeit entstanden und war bereits online. Durch eine Systemumstellung ist er jedoch verschwunden und nicht mehr aufzurufen – daher eine mit Abbildungen ergänzte Version hier.

………………

Die Kochenhofsiedlung

P9020169Nur wenige Meter entfernt von der Weissenhofsiedlung befindet sich eine weitere architekturhistorisch interessante Siedlung: Die Kochenhofsiedlung wurd 1933 unter Paul Schmitthenner errichtet als traditionalistisches Gegenstück zum modernen “Kameldorf” im Weissenhof. Aus diesem Grund wird die Kochenhofsiedlung auch weniger häufig erwähnt. Vor einer vorschnellen Verurteilung sei jedoch gewarnt, da die Planungen bereits 1927, parallel zum Weissenhof begannen. Die nationalsozialistische “Machtergreifung” hat jedoch eine besonders “traditionalistische” Version dieser Modellbausiedlung – Satteldachpflicht” – möglich gemacht.

Weitere Informationen über die Kochenhofsiedlung hier.





Ralf Meyer: Architektonische Nachhut (Ausstellung Stuttgart)

26 04 2009

Zur Zeit ist wieder einiges los in den Galerien und Museen – zahlreiche Ausstellungen widmen sich Fotografen, deren Fokus in irgendeiner Form um Architektur kreist. Überhaupt scheint die Fotografie das Medium der ersten Wahl zu sein, wenn es um die Auseinandersetzung mit architektonischen Strukturen geht. In den nächsten Tagen werde ich weiterhin kurze Übersichten über interessante Ausstellungsprojekte geben.

It’s a lot going on in galleries and museums recently – numerous exhibits present photographers whose work focus architecture.  And after all, photography seems like the first choice when dealing with architectonic structures. Within the next days I ‘ll give a summary of interesting exhibits (when taking place in Germany, I’ll stick  to this language, when internationally, I’ll use English.)

……………………….……………………………………………….………………………

Ralf Meyer, Nürnberg Zeppelintribüne © Ralf Meyer

Ralf Meyer, Nürnberg Zeppelintribüne © Ralf Meyer

Ralf Meyer:

Architektonische Nachhut

Hinterlassenschaften des National- sozialismus

30. April – 5. Juli 2009

vhs-photogalerie, Stuttgart

Die Auseinandersetzung mit dem Erbe der jüngeren Vergangenheit scheint ein aktuelles Thema zu sein (vgl. hier) – nach Bunkern jetzt die “Architektonische Nachhut” von Ralf Meyer – eine Annäherung an die architektonischen Hinterlassenschaften des “Dritten Reiches” in Deutschland.

“Ziel des Fotografen Ralf Meyer war es zu beobachten, auf welche Weise wir heute mit der Architektur dieser Phase unserer Geschichte umgehen. Wie sieht das Leben in und um diese Bauten herum aus, die zwischen 1933 und 1945 im Nationalsozialismus entstanden sind? (…) Wir begegnen diesen Gebäuden im Stadtbild, wohnen und arbeiten in ihnen und kaufen dort ein. Welche Wechselwirkungen entstehen durch die tägliche Konfrontation mit diesen Relikten? Architektur ist gebauter Ausdruck einer Epoche und ermöglicht dadurch Rückschlüsse auf das Denken damals und heute.”

Ralf Meyer, Berlin Flughafen Tempelhof © Ralf Meyer

Ralf Meyer, Berlin Flughafen Tempelhof © Ralf Meyer

Zu sehen ist (der Großteil) einer Sammlung von fast 150 Fotografien, die zwischen 2001 und 2005 an 30 Orten in Deutschland  entstanden sind und mehrfach ausgezeichnet wurfen. Darunter finden sich ebenso die “bekannten” Bauten aus den 1930er und 1940er Jahren wie der Berliner Flughafen Tempelhof, das Olympiastadion und das Studio Babelsberg, der Obersalzberg, die Kosterabtei Münsterschwarzach  und das Haus der Kunst, München, aber auch (heute) gewöhnliche Nutzbauten für Ämter, Firmen, Jugendherbergen, etc.

Eine – wie mir anhand  der Foto-Galerie auf Meyers Homepage scheint – sehr intelligente Annäherung an das Thema, das zwischen Übersensibilisierung und Nichtbeachtung pendelt.

…………………………………………………

Übrigens gibt es, was vielen Touristen nicht bekannt ist, auch im idyllischen Heidelberg so ein “dunkles Erbe”. Die Thingstätte wurde in den 1930ern als Vorzeige-Amphitheater gebaut, dann aber nicht genutzt. Heute ist sie relativ verfallen, wird aber ca. 2mal im Jahr für Konzertveranstaltungen genutzt und ist beliebt für private Ausflüge – tatsächlich (historischer Background aus:) ist das Areal sehr schön und gibt (historischer Background an:) einen sehr eindringlichen Eindruck von nationalsozialistischen Propaganda-Maschinerie, die sich nicht ohne Grund einen so idyllisch gelegenen Ort auf einem bereits zu Keltenzeiten besiedelten Berg für ihr Monumental-Projekt ausgesucht hat.

Thingstätte Heidelberg, Panorama (Quelle Wikipedia.de)

Thingstätte Heidelberg, Panorama (Quelle Wikipedia.de)




Treffpunkt ArchitekturFotografie Stuttgart: Lukas Roth

12 02 2009

Die Stuttgarter VHS-Photogalerie (! die Website ist sehr unübersichtlich !) zeigt eine Ausstellung zur Architekturfotografie:

Lukas Roth: Helmut Riemann, Neuer Weg 77 Norden © L. Roth

Lukas Roth Architekturfotografie

12. Februar – 30. April 2009

…………………………………………

(Ich zitiere die Pressemitteilung:)

Lukas Roths Anliegen ist es, Architektur so dokumentarisch wie möglich zu fotografieren. Für Roth bedeutet Architekturfotografie das Übersetzen von “gebauter dreidimensionaler Architektur” in ein “zweidimensionales Abbild”. Charakteristiken, die ein Bauwerk auszeichnen und im Dreidimensionalen bei jedem Licht erfahrbar sind, werden durch den bestmöglichen Sonnenstand so deutlich hervorgeholt, dass sie auch über das Foto erlebt werden können. Diese Art der Idealisierung dient Roth jedoch nicht dazu, das Gebäude schöner erscheinen zu lassen, sondern um möglichst klar das Wesen des Gebäudes und damit den Entwurfsgedanken des Architekten zu zeigen.

Peter Kulka, Feuerwehr Heidelberg © L. Roth

Lukas Roth: Peter Kulka, Feuerwehr Heidelberg © L. Roth

Die Zusammenarbeit mit Architekturbüros wie Felder, Peter Kulka und Wiegmann & Trübenbach aus Köln, Helmut Riemann, Lübeck und Christian Bauer, Paul Bretz Architects aus Luxemburg sowie dem Lichtplanungsbüro Licht Kunst Licht, Bonn/Berlin ermöglichen es Roth, nur noch im Auftrag arbeiten zu können.

Seit 2002 nimmt Roth sich wieder Zeit und Muße für seine künstlerische Arbeit. Für ihn bedeutet Kunst eine Befreiung von den Konventionen der Arbeit als auch des Sehens. Architekturfotografie allein ist für Roth noch keine künstlerische Arbeit. Lesen »




STADTanSICHTEN: grün der zeit Landschaftsplanungen in und aus Peking

24 01 2009

Neue und junge Ansätze der Landschaftsplanung in China stellt die ifa-Galerie in Berlin vor:

“Der Bauboom in China, die rapide und rigide Umgestaltung von Städten sowie architektonische Solitäre von international renommierten Architekten beherrschen die Diskussion in Fachkreisen und das Bild Chinas in den Medien. Das Stichwort Landschaftsplanung in China evoziert bislang nur Bilder alter kaiserlicher Gartenpracht, große Freiflächen sozialistischer Prägung sowie Grün- und Zwischenflächen mit Rasenbändern, Blumenrabatten und Baumreihen. Wegweisende Ansätze in der Landschaftsplanung jenseits von Nostalgie und internationaler Beliebigkeit stellt die ifa-Galerie Stuttgart in der Ausstellung “grün der zeit” vor.”

Gezeigt werden 6 Künstler und/oder Architekten:

Die Pekinger Architekturbüros Atelier DYJG (Dylandscape für Architektur- und Freiflächenplanung, 2000 gegründet) und Turenscape (2003 gegründet und mittlerweile einer der größten Dienstleister im Bereich von Architektur-, Landschafts- und Stadtplanung in China), die “exemplarisch für das “Grün der Zeit” ebenso wie für die “Gründerzeit” im Bereich der Landschaftsplanung in China. ”

Das junge Architektenteam von Mima Design Workshop, das nahe des Sommerpalastes ein kleines Café baut,” in dem die Grenzen zwischen Innen und Außen, zwischen Natur und Kultur sich aufzulösen scheinen”.

Die Planungen der Tsinghua Universität Peking für den 7 Quadratkilometer großen Waldpark, der Teil des Olympiageländes ist.

Exemplarisch für die jungen chinesischen Künstler, die sich mit den Themen Natur und Landschaft befassen sind Cindy Ng Sio Ieng und Liu Wei mit Foto- und Video-Arbeiten, “in denen sie die herausragenden Motive chinesischer Naturauffassung und Landschaftsdarstellung neu wahrnehmen, interpretieren und darstellen – das Wasser und den Berg.”

STADTanSICHTEN
grün der zeit
Landschaftsplanungen in und aus Peking

ifa-Galerie Berlin

23.01. – 22.03.2009
Dienstag – Sonntag: 14 – 20 Uhr
Sonnabend: 12 – 20 Uhr

Eintritt frei

…………………………………………………………..

Die Kämpfer, aus der Serie vis-à-vie, Isotry, Tananarive, 2005

Soavina Ramaroson: Die Kämpfer, aus der Serie "vis-à-vie", Isotry, Tananarive, 2005

In der ifa-Galerie Stuttgart ist aktuell übrigens Spot on…Bamako” zu sehen, in der auch die Arbeiten von Soavina Ramaroson zu sehen sind, ein junger madegassischer Architekt und Fotograf, den ich vor einiger Zeit hier porträtiert habe.

Spot on… Bamako 2007. Rencontres Africaines de la Photographie stellt eines der wichtigsten kulturellen Events des afrikanischen Kontinents erstmals in Deutschland vor: die “VII Rencontres Africaines  de la Photographie”, die international beachtete Fotografie-Biennale in Bamako, Mali.

Spot on…
Bamako 2007
Rencontres Africaines de la Photographie

ifa-Galerie Stuttgart

30.01. – 21.03.2009
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 12 – 18 Uhr
Donnerstag: 12 – 20 Uhr
Samstag, Sonntag: 12 – 18 Uhr

Eintritt frei