Venezia | Axel HÜTTE in Salzburg

In Axel Hütte recent series  „Venezia“ interior and exterior spaces in Venice are the central pictorial subjects. However, Hütte breaks the classic image of the lagoon city as artificial theater stage with gondola rides and dove by capturing empty places with his analog camera: remote, quiet places off the beaten track, courtyards, choir stalls in the churches, ceremonial rooms in buildings, the view of the sea without water bus and cruise ship. It is an anti-narrative art, focusing on formal criteria, free from any trace of the socio-cultural concern. Hütte puts an abstract grid over the selected motif, usually structured frontally and symmetrically.

xel Hütte: SANTA MARIA DEI FRARI, Italy, 2012 Inkjetprint auf Glas auf poliertem Edelstahl, 160 x 205 cm, Ed. 4 Courtesy: Galerie Nikolaus Ruzicska

Axel Hütte: SANTA MARIA DEI FRARI, Italy, 2012
Courtesy: Galerie Nikolaus Ruzicska

 

 

Axel Hütte

VENEZIA

21. November 2014 bis 17. Januar 2015

Galerie Nikolaus Ruzicska

Salzburg

www.ruzicska.com 

 

 

 

 

PR Info _ In Axel Hüttes rezentem fotografischem Werkblock „Venezia“ nehmen Innen- und Außenräume in Venedig die zentralen Bildsujets ein. Hütte bricht jedoch das klassische Image der Lagunenstadt als artifizielle Theaterbühne mit Gondelfahrt und Taubenschlag, indem er menschenleere Orte mit seiner Plattenkamara analog einfängt: entlegene, stille Plätze abseits der touristischen Trampelpfade, Innenhöfe, Chorgestühle in den Kirchen, Prunksäle in den Palazzi, der Blick auf das Meer, ohne Vaporetto und Kreuzfahrtschiff. Es sind antinarrative Werke, auf formale Kriterien konzentriert, frei von jeglicher Spur des soziokulturellen Anliegens. Hütte legt einen abstrakten Raster über das ausgewählte Bildmotiv, strukturiert es meistens frontal und symmetrisch. Die Fotografien tragen einen gewissen Grad an Strenge mit sich, ohne dass sie unterkühlt wirken, im Gegenteil. Melancholie und historisierende Aura entweicht ihnen, wie Zeugnisse aus einer längst vergangenen Zeit, vor allem wenn Hütte die Fotos in schwarz weiß entwickeln lässt.

Axel Hütte: CAMPO PISANI, Italy, 2012 Ditone Print, 58 X 69 cm, Ed. 6 Courtesy: Galerie Nikolaus Ruzicska

Axel Hütte: CAMPO PISANI, Italy, 2012
Courtesy: Galerie Nikolaus Ruzicska

Die prächtige historische Architektur entzieht sich einer asketischen Dokumentation, sie ist extrovertiert, theatralisch, festlich. Somit steht diese Serie, trotz aller Sachlichkeit, den dokumentarischen Werken aus Axel Hüttes früher Phase der 1980er-Jahre, die noch ein wenig unter dem Einfluss von Bernd und Hilla Becher standen, strikt entgegen. Das große Format unterstreicht den Tableaucharakter, das Foto berührt malerische Qualitäten.

Insbesondere das Einfangen von Licht, das in gesteigerter Dramaturgie die Architektur ausstrahlt, ist dem Künstler von großer Bedeutung: ein auratisch goldenes Chorgestühl in der Frari Kirche, gleißende Flecken durch die milchigen Scheiben der Ca’Corner della Regina, flackernde Lichtmarkierungen am Meereshorizont, von der Dogana aus gesehen. Diese Strahlkraft wird durch die Verwendung einer Glasplatte als Träger des fotografischen Abzugs gesteigert. Licht und Raum zeigen sich somit als die wesentlichen Parameter in Hüttes künstlerischem Konzept, visualisiert im opulent-urbanen Setting von Venedig.  (Text: Florian Steininger)

Info + illus. courtesy Galerie Nikolaus Ruzicska

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