Naked in the city: Ruben Brulat’s “Immaculate & Primates” in Hamburg

30 05 2010

Obwohl er erst seit gut zwei Jahren fotografiert, hat der Franzose Ruben Brulat – Jahrgang 1988 (!) – schon sehr viel Aufsehen erregt mit Fotos in internationalen Magazinen und Ausstellungen in Paris, Los Angeles und Dubai. Die G3 Gallery in Hamburg zeigt Ruben Brulats erste Einzelausstellung in Deutschland. Für seine Fotografien geht Brulat sehr ungewöhnlich vor: Er zieht sich aus und fotografiert sich als Teil der (urbanen) Landschaft.

Even though he’s been photographing for about 2 years only, French photoartist Ruben Brulat – born 1988 (!) – has already caused quite a stir. His photos are shown in international magazines and were exhibited in Paris, Los Angeles und Dubai. Hamburg based G3 Gallery presents Ruben Brulat’s first solo show in Germany. Brulat uses a very uncommon approach: He undresses and photographs himself as part of the city/landscape.

(English PR text)

"Pontualité non récurrente" aus der Serie "Immaculate", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 ©Ruben Brulat

"Pontualité non récurrente" aus der Serie "Immaculate", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 ©Ruben Brulat

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RUBEN BRULAT “Immaculate & Primates”

28. Mai – 31. Juli 2010

G3 Gallery GmbH,  Hamburg

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Aus dem PR-Text: Was geschieht, wenn man sich einer kalten Büroarchitektur ausliefert, mitten in der Nacht, entledigt all seiner Kleider? Was geschieht, wenn man genauso nackt Teil der Natur wird, irgendwo im Nichts? Der Fotograf Ruben Brulat macht es vor: Er setzt seinen Körper ein, um die Beziehung des Einzelnen zur Welt zu zeigen, seine Schutzlosigkeit, seine Unschuld, seine Macht.

“Als ich anfing, Fotos von mir selbst zu machen, konnte ich das Unbehagen, das mich an diesen Plätzen beschlich, viel einfacher ertragen: Indem ich mich auszog, ging ich eine totale Symbiose mit der Umwelt ein. Und je mehr Bilder ich machte, desto klarer wurde mir das. Eine Fiktion zu erschaffen kann einen näher zur Realität bringen.”

"Classes paradoxales" aus der Serie "Immaculates", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 ©Ruben Brulat

"Classes paradoxales" aus der Serie "Immaculates", 2009, C-Print, 110x137,5 cm, Edition 3 ©Ruben Brulat

Der Franzose Ruben Brulat geht bei seinen Aufnahmen nach einem genau konzipierten Drehbuch vor. Bei seiner Serie “Immaculate”, in dem die gesichtslose Bürostadt “La Défense” vor den Toren von Paris im Mittelpunkt steht, wartet er, bis die letzten Angestellten die Gebäude verlassen haben und wandert so lang durch die Betonschluchten, bis er von einem Ort inspiriert ist. Er träumt sich in die Szenerie hinein, bis der Drang so groß wird, selbst Teil des Bildes zu werden. Die technischen Parameter sind gesetzt, dann zieht sich der Fotograf aus, läuft an eine bestimmte Stelle, kauert sich hin oder drückt sich an eine Säule oder legt sich flach auf den Boden und verharrt dort regunglos. Sein Körper wird zur Eigenprojektion im großen Ganzen, nimmt Besitz von der Architektur der Häuser, tritt in Wechselwirkung zur Welt der Wirtschaft, die ihn als Individuum dominiert und die er als selbstbestimmter Störfaktor nun auf gegenläufige Weise ebenfalls dominieren kann.

Auch in der Serie “Primates” geht Ruben Brulat eine Symbiose seines Ichs mit der Umgebung ein, diesmal gleich mit der “ganzen” Natur. Kaum zu erkennen ist in den großen Landschaftspanoramen der eine, wie verloren wirkende, entblößte Körper – hier geht es um den Verlust von Identität, wenn der Mensch zwischen Grashügel, Flussbett oder Schneefeld zum Bestandteil von Natur wird und sich die Frage des Überlebens, des eigenen und des der ganzen Gattung, stellt. Wo kommen wir her und können wir dahin zurück? Wie wird unser Verhältnis zur Natur morgen sein? Welche Geschichten werden bleiben? Ruben Brulats Bilder sind immer auch poetische Variationen des einen Ur-Themas: Was ist das eigentlich, das “Sein”?

Info + illus. courtesy G3 Gallery





A New View: Architectural Photography from the National Museums in Berlin

28 05 2010

The Berlin National Museums’s Museum of Photography presents around 300 hidden treasures of architectural photography from the collections of the National Museums. Nearly all of the individual museums have acquired photographs since some 150 years. The genre of architectural photography is especially prominently represented. It was collected for the purpose of documenting ethnological and archaeological expeditions, to archive architectural monuments or as an art form in its own right. An impressive panorama of the most diverse architectural motifs unfolds, ranging from the beginnings of photography to today. In the show presents works by Eugène Atget, Heinrich Heidersberger, Alexander Henderson, Candida Höfer, Bernard Larsson, Reiner Leist, Ute Mahler, Helmut Newton, Thomas Ruff, Heidi Specker, Hiroshi Sugimoto, …

F. August Oppenheim: Frauenkirche, Dresden 1854, Albuminpapier, Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie, © SMB

F. August Oppenheim: Frauenkirche, Dresden 1854, Albuminpapier, Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie, © SMB

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Ein neuer Blick: Architekturfotografie aus den Staatlichen Museen zu Berlin |

A New View: Architectural Photography from the National Museums in Berlin

Kunstbibliothek
Sammlung Fotografie
im
Museum für Fotografie
Do 27. Mai – So 5. September 2010

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PR-Text: Mit bislang verborgenen Schätzen der Architekturfotografie aus den Sammlungen der Staatlichen Museen eröffnet die Kunstbibliothek ihren restaurierten Kaisersaal im Museum für Fotografie.

Fast alle Häuser der Staatlichen Museen erwarben seit etwa 150 Jahren Fotografien. Besonders prominent vertreten ist darunter die Gattung der Architekturfotografie, die für die Dokumentation von ethnologischen und archäologischen Expeditionen, für die Archivierung von Baudenkmälern oder als eigenständige Kunstform gesammelt wurde. In den Beständen finden sich bedeutende Arbeiten, darunter Blätter berühmter Fotografen von F. August Oppenheim über Eugene Atget und Albert Renger-Patzsch bis zu Candida Höfer, Entdeckungen von unbekannter Hand und technische Raritäten. Es wird ein beeindruckendes Panorama verschiedenster Architekturmotive vom Beginn der Fotografie bis heute entfaltet: Bilder von Bambushütten aus dem Ethnologischen Museum, Aufnahmen von Tempeln aus dem Ägyptischen Museum, Fotografien indischer Moscheen aus dem Museum für Asiatische Kunst und Architekturfotografien der klassischen Moderne aus der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek, um nur einige zu nennen.

Rund 300 Exponate stellen die Architekturfotografie als eine zentrale Gattung des Mediums vor und erlauben zugleich einen neuen, ungewöhnlichen Blick auf ihre Geschichte.

For an English description please read on …




Review: Zwischen den Attentaten: Geschichten aus einer Stadt von Aravind Adiga

25 05 2010

Auf das neue Buch “Zwischen den Attentaten” von Aravind Adiga wurde ich wegen des Untertitels aufmerksam. “Geschichten aus einer Stadt” heißt es da, und der Klappentext verspricht, man würde an einer siebentägigen Erkundung der indischen Stadt Kittur und ihrer Besonderheiten teilnehmen. Anders als erwartet spielen die Architektur und die architektonischen Besonderheiten dieser Stadt jedoch nur eine Statistenrolle. Das Gesicht der indischen Stadt fügt sich vor allem aus den zahlreichen Personenporträts zusammen, die zwar grandios erzählt sind, Indien aber desillusionierend von seiner unschönen Seite zeigen. Insgesamt fehlt ein wenig ein Spannungsbogen, der die Geschichten zusammenhält.

Aravind Adiga’s latest book “Between the assasinations” caught my attention because of its subtitle “Stories from a city”. The short text on the book’s cover promised a 7-day journey through the fictive Indian city Kittur. Yet contrary to (my) expectation, the city’s architecture and its particularities weren’t more than props. The city’s “face” was built from numerous short stories – it’s not a novel, but a collection of independent stories – portraying different inhabitants of Kittur. Admittedly, Adiga is a terrific narrator and superb observer, but he presents India from its very ugly side, thus the book is not an easy read, less so as it lacks a connection between all the sad fates suffering from greed, injustice, wilyness.

Sieben Tage in der Stadt Kittur: Sieben Tage auf Entdeckungsreise durch eine typisch indische Stadt verspricht der neue Roman von Aravind Adiga, der für seinen Weltbestseller „Der weiße Tiger“ mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde. Er nimmt seine Leser mit auf die Reise ins gegenwärtige Indien abseits der bunten Touristen-Welt. Kittur ist eine fiktive Stadt, die aber deutlich erkennbare Züge Bangalores tragen soll. Die darin versammelten, in sich geschlossenen Geschichten lassen das Leben im heutigen Indien plastisch werden. Aber es ist kein schönes Bild, das der Autor vor den Augen der Leser entstehen lässt. Weit entfernt von knallig bunten Bollywood-Farben wirkt Adigas Indien umso realistischer, denn er lässt nichts aus: Porträtiert werden Schicksale von „oben“ und von „unten”, von Hindus, Christen und Moslems, von Jungen und Alten, von Armen, Reichen und den Menschen irgendwo dazwischen.

Jeder Tag wird eingeleitet mit knappen Darstellung eines besonders sehenswürdigen Stadtteils von Kittur. Architektonische Elemente von diesen Stadtteilen werden dann verwoben mit den folgenden Geschichten, allerdings mehr als flüchtiger Rahmen, der die in sich geschlossenen Schicksale übergreifend verbindet und gleichsam geografisch in der imaginären Stadt lokalisiert, ohne jedoch einen besonderen Bezug zum Geschehen selbst aufzubauen. Das erinnert ein wenig an einen Film, in dem man die verschiedenen Charaktere an den gleichen Bauwerken vorbeihetzen sieht, ohne dass sie sich kennen oder miteinander in Kontakt treten. So gelingt es Adiga, verschiedene Perspektiven, verschiedene Lebensweisen und Seiten der Stadt und ihrer Bewohner zusammenzufassen. Das Element der Architektur bleibt bei diesen Stadttouren jedoch abstrakt, abstrakter als man es erwarten würde von einer Entdeckungsreise durch eine fremde Stadt.

Die Bewohner Kitturs, das ist der „Moskitomann“, der sich im Dienst einer reichen Dame zum Gärtner und Chauffeur hocharbeitet und schließlich alles verliert, als er die strengen Kastengrenzen überschreitet. Da ist der reiche Schuljunge, der in seiner Schule eine Bombe zündet, aus Protest gegen das Kastenwesen. Da sind die Armen, wie der Fahrradkurier, der sich tagtäglich abrackert und unter freien Himmel schläft, da sind die Reichen, die jederzeit täglich zweimal baden und mehrere Dienstleute beschäftigen können. Da sind die „Vertrauten“, die bei einem kinderlosen Paar zu Gast sind und die üppige Bewirtung genießen, die jedoch, kaum haben sie das Haus verlassen, über die modernen westlichen Ideen der Gastgeberin herziehen. Da ist der alternde brahmanische Kommunist, der seinen Lebensidealen abfällt und die traditionellen Vorrechte einfordern will, als seine körperlichen Bedürfnisse die Oberhand gewinnen, ihn die begehrte junge Frau jedoch nicht heiraten will.

Adiga stellt unterschiedlichste Charaktere vor, beschreibt ihre Gedankengänge, die nicht so sehr von hehren Idealen geprägt sind, sondern fast immer vom Streben nach Geld und noch mehr Geld oder auch schlicht vom Willen zu überleben. Die Geschichten sind Geschichten von Menschen, wie sie im heutigen Indien – und nicht nur da – tagtäglich geschehen. Es geht um das Kastenwesen, um soziale Schranken und religiöse Grenzen, aber auch um Zwischenmenschliches, um Missverständnisse, „Coming-of-Age“, um Männer und Frauen. Adiga erzählt all dies schonungslos und zeichnet ein (wohl) sehr akkurates Bild von Indien abseits vom Glimmer, Glitter, Glamour. Er spart Unschönes nicht aus, verfällt jedoch auch nicht in eine „Slumdog Millionaire“-Weichzeichner mit edlen Charakteren, die aus der Gosse kommen. Adigas Figuren sind nobel, hilfreich, warmherzig, sie sind aber auch verschlagen, hinterhältig, egoistisch – kurz: echte Menschen.

Aravind Adiga: „Zwischen den Attentaten“. Geschichten aus einer Stadt. Aus dem Englischen von Klaus Modick. Verlag C. H. Beck, München 2009. 376 S., geb., 19,90 €.




Beatrice Minda: Social changes and architecture

22 05 2010

Paris Goethe Institut presents Romanian photographer Beatrice Minda “Shift”, including the two complementary series “Staatsbank der DDR [State Bank of GDR] / Hotel de Rome” and “Innenwelt [Interiors]“. Both projects deal with social changes in Eastern European states during and after the fall of the “Iron Curtain”. These changes become apparent in building interiors, too.  While “Innenwelt” focuses on private rooms, “Staatsbank Berlin / Hotel de Rome” shows public, representative rooms.

Beatrice Minda, Staatsbank der DDR/Hotel de Rome, 2003-2007

Beatrice Minda, Staatsbank der DDR/Hotel de Rome, 2003-2007 © B. Minda

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SHIFT – FOTOGRAFIEN VON BEATRICE MINDA
“Staatsbank der DDR / Hotel de Rome”
“Innenwelt”

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Toulouse

Goethe-Institut Paris

6. Mai – 30. Juni 2010

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PR-Text: In der Ausstellung “Shift” zeigt Beatrice Minda die sich ergänzenden Fotoserien “Staatsbank der DDR / Hotel de Rome” und “Innenwelt”. In beiden Projekten geht es um gesellschaftliche Umbrüche, die auch im Innern von Gebäuden, in Innenräumen, sichtbar werden. Die Serien beziehen sich auf denselben Zeithorizont, auf den politisch- historischen Wandel der osteuropäischen Staaten, die sich plötzlich als Teil der westlichen Welt wiederfanden. Während es sich bei “Innenwelt” um die Erkundung privater Räume handelt, liegt der Fokus bei “Staatsbank Berlin / Hotel de Rome” auf öffentlichen und repräsentativen Räumen.

Beatrice Minda, Staatsbank der DDR/Hotel de Rome, 2003-2007

Beatrice Minda, Staatsbank der DDR/Hotel de Rome, 2003-2007 © B. Minda

“Staatsbank der DDR / Hotel de Rome” 2003-2007 zeigt den Wandel des Gebäudes der ehemaligen Staatsbank Berlin der DDR, das bis vor wenigen Jahren noch als Veranstaltungsort benutzt wurde und nun zum Hotel umfunktioniert wurde. Ein repräsentatives Gebäude verändert sich mit der Gesellschaft und der jeweiligen Funktion, die sie ihm zuweist. Jede Umfunktionierung und Umnutzung zeichnet sich durch eine mehr oder weniger radikale Aneignung der Räumlichkeiten aus. Die unsichtbare Hand des jeweiligen Kapitals tilgt die vorangegangene Funktion. Dabei werden Spuren ausradiert – andere erhalten. Man nutzt die ursprüngliche Substanz und Aura des Gebäudes, doch der jeweilige Geist der Zeit schreibt sich immer wieder neu ein. Zu sehen sind Phasen des Übergangs, Geschichte als Ablagerung. Dabei wird ein Wechsel von Atmosphären sicht- und spürbar.

Die Serie “Innenwelt” , 2003-2006, beruht auf Kindheitserinnerungen an die Wohnräume der Großeltern von Beatrice Minda in Rumänien. Dort fotografierte sie Interieurs einer Welt, die sich an der Schwelle zum Verschwinden befindet. Diese menschenleeren Innenansichten fungieren wie “Zeitinseln”. Mit Aufnahmen von Wohnungen rumänischer Emigranten in Frankreich und Deutschland findet die Serie ihre Fortsetzung. Bilder voller Details, in denen die Künstlerin Spuren kollektiver Erfahrung und wahrnehmbaren Verlustes festhalten wird. Es sind exemplarische Projektionsräume eines größeren historischen Zusammenhangs.

Info + illus. courtesy Beatrice Minda




Sites of no return and at night: Photos by Johannes Twielemeier and Juliane Eirich

20 05 2010

“Orte ohne Wiederkehr”: Großangelegte Umsiedlungsaktionen assoziiert man mit China oder auch Afrika (Ägypten), nicht mit dem Ruhrgebiet. Johannes Twielemeier fotografierte von 2002 bis 2009 vom Abriss bedrohte Orte, die für die Erweiterung des Braunkohletagebaus Garzweiler weichen sollen.
Verlassen, leer, unbewohnt – so scheinen zunächst auch die ungewöhnlichen Arbeiten der jungen Fotografien Juliane Eirich (*1979), die Orte nachts fotografiert und dabei deren spezielle Aura einfängt. In der Münchner Galerie f5,6 ist eine Auswahl von Nachtaufnahmen aus den Serien Nightwatch (Hawai 2004), Hale Kula (Hawai 2005) und Korea Diary (Südkorea 2007/08) zu sehen.


“Sites of no return”: Compelled resettlements you’d expect in China or maybe Africa, not in Germany, Ruhr. Johannes Twielemeier photographed villages and locations endangered with demolition in order to make room for a surface mining site.
Empty, abandoned, deserted – that’s how young photographer Juliane Eirich’s (*1979) work might appear at the first glance. Eirich photographs locations at night, thus capturing their particular aura. Munich based gallery f5, 6 presents a selection of night photos from Nightwatch (Hawai 2004), Hale Kula (Hawai 2005) und Korea Diary (Südkorea 2007/08).

Johannes Twielemeier, Haus / Pier, Juli 2oo9

Johannes Twielemeier, Haus / Pier, Juli 2oo9

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Johannes Twielemeier – Orte ohne Wiederkehr

Museum für Sepulkralkultur, Kassel

13. Mai – 5. September 2010

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PR-Text: Im Jahr 1984 begann der Energiekonzern Rheinbraun mit den Planungen für Garzweiler2, der Erweiterung des bestehenden Braunkohletagebaus Garzweiler zwischen Aachen und Düsseldorf. Bis zum Jahr 2o4o entsteht hier auf einer Gesamtfläche von ca. 12o Quadratkilometern eines der grössten Braunkohletagebaugebiete Europas. Über 75oo Menschen in 13 Ortschaften werden dem Umbau weichen muessen und obwohl seinerzeit energiepolitisch heftig umstritten, hat die Umsiedlung der betroffenen Orte in den 9oer Jahren begonnen und eine ganze Region in eine Geisterlandschaft aus leerstehenden Häusern und verwaisten Straßen verwandelt. Etwa 7o % der betroffenen Bewohner haben das Angebot von Rheinbraun angenommen und versuchen mit den erhaltenen finanziellen Entschädigungen in den umgesiedelten Ortschaften eine neue Existenz aufzubauen. “Meine Bilder zeigen, was man für Geld nicht kaufen kann”, sagt der Fotograf Johannes Twielemeier, der von 2oo2 bis 2oo9 in den vom Abriss bedrohten Orten fotografierte.

Info + illus. courtesy Museum für Sepulkralkultur, Johannes Twielemeier


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Juliane Eirich, Supermarket, Korea Diary, 2007/08

Juliane Eirich, Supermarket, Korea Diary, 2007/08

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Juliane Eirich

21. Mai – 4. September 2010

Galerie f5,6 , München

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Aus dem PR-Text: Juliane Eirich (geb. 1979) fotografiert Orte, die ihre spezielle Aura erst nachts entfalten. Damit bearbeitet die Künstlerin einem Themenkomplex, dem bisher weder in der Malerei noch in der Fotografie ausreichend Augenmerk geschenkt worden ist. Dabei fordert doch gerade die nächtliche Atmosphäre diese beiden Genre, deren ureigene Domäne die Gestaltung von Farbe und Licht ist. Doch Eirich geht es nicht um die Effekte des nächtlichen Hell-Dunkel-Spiels barocker Darstellungen bei Kerzenlicht, sondern vielmehr um die unverfälschte, klare Perspektive des außenstehenden Beobachters. Ihre Arbeiten erinnern daher eher an den distanzierten Blick eines Edward Hopper oder an die Nachtaufnahmen eines Edward Munch, wobei die Einsamkeit und Ruhe der Nacht bei diesen eher negativ konnotiert sind. Juliane Eirich hingegen bietet mit ihren nächtlichen meist menschenleeren Aufnahmen dem Betrachter die Möglichkeit dem lauten und immer hektischer werdenden Alltag zu entfliehen.

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Juliane Eirich, Ship, Korea Diary, 2007/08

Juliane Eirich, Ship, Korea Diary, 2007/08

Dabei ist nicht nur das Motiv entscheidend, sondern auch der richtige Betrachterwinkel, sowie nicht zuletzt der Prozess der Belichtung an sich. Nimmt die Verschlusszeit bei Tagesaufnahmen in der Regel nur Sekundenbruchteile in Anspruch, so zieht sich diese in der Nacht oft bis zu 15 Minuten hin. Es handelt sich also um einen konzentrierten und präzisen Prozess, der es Juliane Eirich ermöglicht, sich voll und ganz auf das Motiv einzulassen. Die Ruhe der Nacht ist hierfür ideal. Weder Menschengewimmel noch Lärm lenken ab, so dass die Künstlerin während dem Prozess der Aufnahme eins wird mit dem dokumentierten Ort. “Diese Orte scheinen mir wie ein Schauspiel, dass keine Zuschauer sucht. …mir gefällt, dass sie normalerweise nicht viel Aufmerksamkeit bekommen, vor allem nicht nachts.” Außerdem liegt Eirich die Tatsache, dass Orte und Gebäude nicht posieren können. Sie sind offen für die subjektiven Empfindungen des Betrachters; sie können nicht manipulieren, wie Menschen, die sich gerne in Szene setzen. Die Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen von Menschen kreierten Orten und deren Umwelt ist dabei ein wichtiger Aspekt von Eirichs Arbeiten, der sich durch alle ihre Serien zieht. Dabei kann die vom Menschen beeinflusste Umwelt mit der Natur eine Einheit bilden oder auch in Disharmonie enden, die als lustig, störend oder auch einfach nur überraschend empfunden werden kann. Das vom Menschen gebildete zeigt damit seine Fähigkeit, auf die Natur einzugehen.

Info + illus. courtesy f5, 6 , Juliane Eirich




Food Design oder: Was haben Lebens- mittel und Architektur gemeinsam?

18 05 2010

Essen ist Kulturgut. Seit Jahrtausenden wird es zum Verzehr in bestimmte Formen gebracht. Dass bei der Zubereitung und Präsentation von Nahrungsmitteln auch ein ästhetisches Interesse zugrunde liegt, ist eigentlich nicht überraschend – Kuchen werden verziert, Teller dekoriert, Obstschalen angerichtet. Trotzdem ist es ungewohnt, Lebensmittel selbst als Designobjekte zu betrachten – aber eben dies sind sie: Oder warum gibt es so seltsam geformte Backwaren wie Brezeln und Hörnchen? Wieso gibt es Gummibärchen oder Toblerone-Stangen?

Foods are cultural assets. For thousands of years food has been shaped in order to make it consumable. Little surprising though, that preparation and presentation of edibles have aesthetic interests, too – cakes get decorated, plates garnished, fruit bowls arranged. But still it is uncommon to consider foods as design objects – but they are just that: Why else do we have weirdly shaped pastries such as pretzels or croissants? Why gummibears and toblerones?

In their book “Food Design” the authors (both originally educated as architects) give a summary of how different aspects – haptics, colour, sound, … – influence the preparation of foods. And along the way, they answer the question what food design and architecture have in common (as the German title of this article asks).

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Food Design

von der Funktion zum Genuss

Sonja Stummerer, Martin Hablesreiter

Springer Wien, New York, 2005

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.„In derselben Weise, wie wir Mode, Möbel oder Autos gestalten, um unser ästhetisches Wohlbefinden zu befriedigen, erwarten wir auch von Lebensmitteln, dass sie nicht nur unsere Bäche füllen, sondern auch unsere Sinne betören“ (9), sagen die Autoren von „Food Design“. Ihr Buch ist ein Plädoyer für eine bislang eher unbeachtete Designsparte.

Aber was hat Architektur mit Food Design zu tun? Nicht allzu viel, meint man im ersten Moment. Überraschend viel, stellt man fest, nachdem man einen Blick in das Buch geworfen hat. Denn Food Design bedeutet trotz des neudeutschen Begriffs letztlich nichts anderes, als das Formen und Gestalten von Lebensmitteln im Alltag. Und eben dies tut auch die Baukunst: „Ähnlich wie in der Baukunst, wo Funktion, Zeitgeist und Fertigungstechniken zusammenwirken, hinterließen die entscheidenden Etappen der Menschheitsgeschichte auch in der Küche ihre Spuren“ (13).

Diesen Spuren gehen die Autoren des Buches in acht Kapiteln nach. Woher kommt der ungewöhnliche Brezelknoten? Warum ist die Toblerone pyramidenförmig? Und wie kommt die Wurst ins Brot und der Sandwich auf den Tea-Time-Teller?

In thematischen Kapiteln wie „Knusperspaß und Farbenfreude“ oder „Spannung in Hülle und Fülle’“ wird deutlich, welche enorme Rolle Haptik, Geräusch und Farbe beim Essen spielt – warum g ibt es eigentlich keine violetten Gummibärchen? –, wieso es Knuspriges oder Streichfähiges gibt und wie die Sachertorte dank ihres „Schokopanzers“ ihren Siegeszug um die Welt antreten konnte.

Amüsant und kurzweilig geschrieben nehmen die Autoren ihre Leser mit auf einen Spaziergang durch die Küchen Europas. Leicht und interessant zu lesen garantiert „Food Design“ einige neue Sichtweisen aufs tägliche Brot und bietet dabei ebenso überraschende wie interessante Einblicke gerade auch auf Lebensmittel, die ganz alltäglich erscheinen – seien es die schon erwähnten Brezeln und Gummibärchen oder das Croissant und das Fischstäbchen. Gewürzt werden die Ausführungen mit historischen Anekdoten, die bis in die Antike zurückreichen, und mit Seitenblicken auf die Entstehung echter Küchenklassiker vom Würfelzucker bis zum Tomatenketchup

Garniert mit kreativen Fotografien (fotografiert von Ulrike Köb) von Lebensmitteln macht „Food Design“ auch optisch Spaß. So manche kreative Spielerei verblüfft den Leser, etwa die in Scheiben geschnittene Torte und der in Tortenstücken geteilte Brotlaib – beide rund, beide in Stücke zu zerteilen, um sie essen zu können, nur käme man nie auf die Idee, die Sahnetorte in Schnitten aufzutischen. Warum eigentlich?

Eine Zeitleiste am Ende des Buches listet die nachhaltigsten Erfindungen in der Küche auf – von der Mayonnaise im 18. Jahrundert über die erste Erwähnung der Pasta mit Tomatensauce und der Erfindung des Frankfurter Würstchens (beide 19. Jh.) bis hin zu den essbaren „Ikonen“ des 20. Jahrhunderts: das Eis am Stiel, Nutella, Kinderüberraschung, Coca Cola, …

Entwickelt und geschrieben haben „Food Design“ die Österreicher Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer, beide von Haus aus Architekten und eher durch Zufall in die Richtung des Lebensmittel-Gestaltung gekommen. Wie ungewöhnlich und gelungen ihre Arbeit ist, zeigt die öffentliche Aufmerksamkeit für „Food Design“, das schon einiges gewonnen hat. Mittlerweile ist ihrem Erstling „Food Design XL“ (2010) gefolgt, das gerade beim Bewerb des „Le Cordon Bleu World Food Media Awards 2010″ in der Kategorie “Best Food Book” in Adelaide, Australien ausgezeichnet wurde.




Urbane Forschungsreise in Berlin: Landvermesser K und Humboldt Landvermesser in der Galerie M

15 05 2010

Noch mehr Berlin: Am Sonntag, 16. Mai 2010 (18h), eröffnet die Galerie M in Berlin-Marzahn den zweiten Teil einer Forschungsreise, die Landvermesser K und Humboldt Landvermesser dieses Jahr in diesem Berliner Bezirk unternommen haben. Diesmal suchten sie nach realen und fiktiven Begegnungen im öffentlichen Raum des Bezirkes. Zu sehen sind ganz unterschiedliche Ergebnisse dieser urbanen Forschungsreise…

More Berlin: On Sunday, 16 May, 2010 (18h), Berlin based Galerie M opens the second part of a research journey to and “inside” this Berlin borough: Landvermesser K and Humboldt Landvermesser were looking for real and fictitious encounters in public space. The exhibition presents the very different results of this urban expedition …

landvermesser k und humboldt landvermesser:

zweite forschungsreise und landgang

Johann Zeitler und Klaus W. Eisenlohr
Installation, Texte, Fotografien und Videobilder

Drehbuchtexte: Rita Scharfe

Mit Geschichten von Autoren aus dem Bezirk

16. 05. bis 25. 06. 2010

Galerie M, Berlin

PR-Text: Vor zwei Jahren starteten Klaus W. Eisenlohr und Johann Zeitler eine künstlerische Langzeitstudie über den öffentlichen Raum im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die Sensibilisierung von Wahrnehmungsprozessen im Urbanen ist komplexes Thema ihrer künstlerischen Forschungsarbeit. Im ersten Teil des Projektes wurden die Strukturen des öffentlichen Raumes untersucht, analysiert und in einer Ausstellung in der Galerie M gezeigt.

In diesem Jahr unternahmen Landvermesser K und Humboldt Landvermesser eine zweite Forschungsreise, diesmal suchten sie nach realen und fiktiven Begegnungen im öffentlichen Raum des Bezirkes. Die Konzeption – Einbeziehung der Bevölkerung, der Blick von Außen, der Blick von Innen, die Verschränkung beider Wahrnehmungsweisen ­ wurde diesmal um ein Internetportal, einen Blog landgang.tumblr.com erweitert. Die Künstler luden ein, dort via Mail eine Geschichte ­ angesiedelt im öffentlichen Raum des Bezirkes – zu platzieren. Diese Geschichten werden in der Galerie zu lesen sein, aus einigen entsteht ein Drehbuch, Grundlage für die Filmarbeiten während der Ausstellung. In den realen öffentlichen Räumen werden die Geschichten filmisch umgesetzt, ausschließlich mit Darstellern aus dem Bezirk. Alle Drehtermine sind öffentlich.

Die jetzige Ausstellung thematisiert unter dem Aspekt der Innenansichten auch die Übergänge zwischen realen und virtuellen Welten. Die gesammelten Geschichten stehen neben Portraits ortsansässiger Fotografen. Diese wurden beauftragt, die Landvermesser in ihren jeweiligen Fotostudios abzulichten. Desweiteren zeigt die Ausstellung Objekte, Stationen eigenwilliger öffentlicher Plätze in Marzahn und Hellersdorf. Deren Texturen stehen in Korrespondenz mit virtuellen Räumen (auch diese zitieren reale urbane Situationen) auf Bildschirmen, in denen sich diese Plätze spiegeln. Bestandteil der Ausstellung wird auch ein großes Fotostudio, eine Greenbox sein, Besucher können hier Begegnungen vor der Kamera selbst inszenieren.

Termine der öffentlichen Dreharbeiten in Marzahn-Hellersdorf, Treffpunkt ist immer die Galerie M:

Fr. 21. Mai 2010, 16.00 Uhr
Sa. 22. Mai 2010, 13.00 Uhr
Do. 27. Mai 2010, 16.00 Uhr
Fr. 28. Mai 2010, 16.00 Uhr
Do. 03. Juni 2010, 16.00 Uhr
Fr. 04. Juni 2010, 16.00 Uhr
Fr. 11. Juni 2010, 16.00 Uhr
Sa. 12 Juni 2010, 13.00 Uhr
Fr. 18 Juni 2010, 16.00 Uhr
Sa. 19 Juni 2010, 13.00 Uhr
Fr. 25 Juni 2010, 16.00 Uhr




Versailles and Africa visiting Berlin: Robert Polidori and Guy Tillim

15 05 2010

Zur Zeit in Berlin zu Gast: Robert Polidoris Aufnahmen aus Versailles – über 25 Jahre hat der Fotograf die Restauratierungsarbeiten in den 1980ern vor Ort dokumentiert – und der südafrikanische Fotograf Guy Tillim. Tillims Serie “Avenue Patrice Lumumba” spürt der modernen Geschichte Afriakas vor dem Spiegel der kolonialen und postkolonialen Architektur.

Currently visiting Berlin: Robert Polidori’s photographs from and of Versailles – for a period of 25 years the photographer documented the restaurations in Versailles – and South African Guy Tillim. Tillim’s “Avenue Patrice Lumumba” series is an examination of modern history in Africa against the backdrop of its colonial and post-colonial architectural heritage (read on in English below).

ROBERT POLIDORI Louise-Marie-Adélaïde de Bourbon-Penthièvre Duchesse d'Orléans by Élisabeth-Louise Vigée-Le Brun, 1789 Chambre du capitaine des gardes Chateau de Versailles, 2007

Robert Polidori, Louise-Marie-Adélaïde de Bourbon-Penthièvre Duchesse d'Orléans by Élisabeth-Louise Vigée-Le Brun, 1789 Chambre du capitaine des gardes Chateau de Versailles, 2007

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ROBERT POLIDORI: VERSAILLES

Galerie CAMERA WORK
Contemporary Photography and Vintage Masterworks, Berlin
8. Mai – 26. Juni 2010

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Gezeigt werden Arbeiten des kanadischen Fotografen Robert Polidori aus Versailles, die die Schönheit des Schlosses einfangen.  Dabei werden Polidoris Aufnahmen der aufwendigen Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren mit zuvor nie ausgestelltne aktuellen Arbeiten ergänzt. Die Fotografien sind eine eine exklusive Auswahl aus dem jüngst im STEIDL Verlag erschienenen dreibändigen Bildband “Parcours Muséologique Revisité“, in dem Polidoris mittlerweile abgeschlossene Foto-Arbeit im Schloss Versailles – über einen Zeitraum von 25 Jahren – präsentiert wird.

ROBERT POLIDORI Boiserie detail by the Brothers Rousseau  Cabinet intérieur de Madame Victoire Corps Central - R.d.C.  Chateau de Versailles, 2007

Robert Polidori, Boiserie detail by the Brothers Rousseau Cabinet intérieur de Madame Victoire Corps Central - R.d.C. Chateau de Versailles, 2007

Aus der PR-Mitteilung: “Die Photographien aus Versailles sind grandiose Zeugnisse einer Welt, die längst untergegangen ist. Subtil versteht es Polidori die Schnittstellen zwischen Alt und Neu aufzuspüren und sucht dabei nach dem “emblematischen Moment” eines Ortes – die Einheit aus Vergangenheit und Gegenwart. Dabei ist der Photograph ein Meister in der räumlichen Ästhetik und Komposition. Seine Bilder sind komplexe Stillleben, die in ihrer Farbigkeit und einzigartigen Qualität eine Kulisse für die Phantasie des Betrachters bilden. In der friedvollen Stille seiner Aufnahmen und in der Detailgenauigkeit seiner Bilder liegt eine außergewöhnliche Kraft.”

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Info + Illus.: Courtesy Galerie CAMERAWORK

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Guy Tillim New town square with wrapped statue of Agostinho Neto, Sumba, Angola, 2008 2008 Archival pigment ink on cotton rag paper 91.5 x 131.5 cm Courtesy Kuckei + Kuckei

Guy Tillim, New town square with wrapped statue of Agostinho Neto, Sumba, Angola, 2008, Archival pigment ink on cotton rag paper, 91.5 x 131.5 cm, Courtesy Kuckei + Kuckei

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Guy Tillim – Avenue Patrice Lumumba

Kuckei + Kuckei, Berlin

30 April – 3 July 2010

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Quote from PR info: “In many African cities, there are streets, avenues and squares named after Patrice Lumumba, one of the first elected African leaders of modern times, winning the Congo election after independence from Belgium in 1960. His speech at the independence celebrations in Léopoldville, in the presence of the Belgian King, Baudouin, unequivocally signalled his opposition to the West’s idea of neo-colonial order that would replace overt domination with indirect control. He was assassinated in January 1961 by Belgian agents after UN complicity in the secession of the provinces of Katanga and South Kasai, and a Western power-supported military coup led by Mobutu Sese Seko. Today his image as a nationalist visionary necessarily remains unmolested by the accusations of abuse of power that became synonymous with later African heads of state.

Guy Tillim City Hall offices, Lubumbashi, DR Congo, 2007 2007 Archival pigment ink on cotton rag paper 91.5 x 131.5 cm Courtesy Kuckei + Kuckei

Guy Tillim, City Hall offices, Lubumbashi, DR Congo, 2007, Archival pigment ink on cotton rag paper, 91.5 x 131.5 cm, Courtesy Kuckei + Kuckei

Avenue Patrice Lumumba by Guy Tillim is an examination of modern history in Africa against the backdrop of its colonial and post-colonial architectural heritage. It travels through numerous African countries, including Mozambique, Angola and The Democratic Republic of Congo.

In this project, the South African photographer Guy Tillim (1962, Johannesburg) departs from the late-modernist architectural structures that shaped the colonial landscape of conflicts in recent decades. However, the transitional and hybrid sceneries and spaces he depicts do not merely testify to conflict and an oppressive past, decay and violently contested ideologies. They speak equally of the aspirations for liberation and progress in the post-colonial era.”

Info + Illus.: Courtesy Kuckei + Kuckei




Now on DVD: VISUAL ACOUSTICS: The Modernism of Julius Shulman

12 05 2010

Now available on DVD:  The documentary movie “Visual Acoustics. The Modernism of Julius Shulman” by Eric Bricker will be released on DVD on May 25th.

Since VISUAL ACOUSTICS premiered theatrically in New York last October, the movie has since been screened in over 50 cities across the U.S., it won several awards and convinced an enthusiastic audience in the U.S. and Europe.

The documentary film project explores the monumental career of architecture photographer Julius Shulman. “Taking its aesthetic cues from Shulman’s own sensual and nuanced photography, the film’s narrative is built from a blend of Shulman’s own images as well as in depth interviews with architect Frank Gehry, designer Tom Ford, artist Ed Ruscha, actress Kelly Lynch and writer Mitch Glazer, publisher Benedikt Taschen, Academy Award – nominated cinematographer Dante Spinotti, and a host of others.” The documentary is narrated by Dustin Hoffman. More details HERE.

A pre-order of the DVD for $25.00 which includes shipping can be ordered online through May 24th HERE.

Finally, the television premiere of VISUAL ACOUSTICS is May 24th at 8:30 p.m. on Sundance Channel. More information can be found HERE.