IN EINEM ANDEREN LAND in Erfurt

How did artists go through the transformation processes after 1990 in Germany? Gabriele Muschter and Uwe Warnke pursued this question when they conducted interviews with numerous cultural and art actors and documented them cinematically. The answers are manifold. They are not only formulated linguistically, but also show in biographies and works. In addition to the change of system, the rapidly evolving technologies have an impact on the artistic work of photographers.

Using the example of thirteen positions from Germany from 1976 to today, the curators illustrate changes in the respective work – political, personal, cultural and technological. For this they present older and newer works by Tina Bara, Christian Borchert, Kurt Buchwald, Caroline Dlugos, Else Gabriel, Frank Herrmann, Franz John, Barbara Klemm, Matthias Leupold, Manfred Paul, Rudolf Schäfer, Erasmus Schröter and Maria Sewcz.

 

Erasmus Schröter Bunker WB 54, 1995 © Erasmus Schröter

Erasmus Schröter, Bunker WB 54, 1995
© Erasmus Schröter

In einem anderen Land

Transformationsprozesse an Beispielen zeitgenössischer Fotografie in Deutschland

Tina Bara, Christian Borchert, Kurt Buchwald, Caroline Dlugos, Frank Herrmann, Franz John, Barbara Klemm, Matthias Leupold, Manfred Paul, Rudolf Schäfer, Erasmus Schröter, Maria Sewcz, (e.) Twin Gabriel

15. Juli bis 30. September 2018

Kunsthalle Erfurt

kunstmuseen.erfurt.de/kunsthalle

 

PR Info _ Über die Hausfassade der Nr. 10 in der Berliner Brunnenstraße verteilt ist in großen Lettern zu lesen: „Dieses Haus stand früher in einem anderen Land“. In etwas kleinerer Schrift steht darüber: „Menschlicher Wille kann alles versetzen“.

Die Sätze spielen zutreffend und hintergründig auf den wichtigsten Umbruch in der jüngeren deutschen Geschichte an: die friedliche Abschaffung der DDR durch ihren Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1990. Für zahlreiche Menschen bedeutete der Umbruch die Ankunft in einem komplett neuen Leben.

Wie haben Künstlerinnen und Künstler diese Transformationsprozesse durchlaufen? Dieser Frage gingen Gabriele Muschter und Uwe Warnke nach, als sie mit zahlreichen Kultur- und Kunstakteuren Interviews führten und diese filmisch dokumentierten. Die Antworten sind vielfältig. Sie werden nicht nur sprachlich formuliert, sondern zeigen sich auch in Biografien und Werken. Neben dem Systemwechsel haben schließlich auch die sich in hoher Geschwindigkeit entwickelnden Technologien Auswirkungen auf die künstlerische Arbeit von Fotografinnen und Fotografen.

Am Beispiel von dreizehn Positionen aus Deutschland von 1976 bis heute verdeutlichen die Kuratoren Gabriele Muschter und Uwe Warnke Veränderungen im jeweiligen Werk – politische, persönliche, kulturelle und technologische. Dafür präsentieren sie ältere und neuere Werke von Tina Bara, Christian Borchert, Kurt Buchwald, Caroline Dlugos, Else Gabriel, Frank Herrmann, Franz John, Barbara Klemm, Matthias Leupold, Manfred Paul, Rudolf Schäfer, Erasmus Schröter und Maria Sewcz.

Das thematische Spektrum der ausgestellten Arbeiten reicht von realistisch-dokumentarischer Unmittelbarkeit, über Inszenierungen fiktiver Wirklichkeiten, surrealer Überhöhungen und Verfremdungen bis zu medialen Erweiterungen und Grenzüberschreitungen der Fotografie zu Aktion und Film. Fotografie und Transformation, die Würde des Alltäglichen in der Fotografie und die Fotografie als Symbol und Gleichnis menschlichen Daseins sind weitere Schwerpunkte. Filmische Interviews der Kuratoren Gabriele Muschter und Uwe Warnke mit den Fotograf/innen lassen die Protagonisten selber zu Wort kommen.

Info + illus. courtesy Kunsthalle Erfurt

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